Schiedsrichter sammelt Spielgeld auf Fußballplatz ein (Foto: picture-alliance / dpa, Fotograf: Marius Becker)

DASDING Themenwoche Gerechtigkeit Fußballvereine: viel Kohle = viel Erfolg

Fußballvereine, die viel Geld haben, können sich die besten Spieler leisten. Vereine werden dadurch immer erfolgreicher und noch reicher. Ist das gerecht?

Richtig gute Fußballspieler sind teuer. Nur mal so: FC Paris Saint-Germain-Spieler Neymar hat einen Marktwert von rund 180 Millionen Euro. Aber auch deutsche Vereine geben richtig viel Kohle für ihr Team aus - der FC Bayern zum Beispiel. Mittelstürmer Robert Lewandowski ist Bayerns Spieler mit dem höchsten Marktwert - und der liegt gerade bei 85 Millionen Euro.

Gute Spieler bedeuten viele Siege... 🏆

...und viele Siege bedeuten eine Menge Geld für den Verein. Denn wer am erfolgreichsten ist, bekommt in Deutschland am meisten von dem großen Batzen der TV-Gelder ab. Damit machen die Vereine der ersten und zweiten Bundesliga einen Großteil ihrer Kohle - pro Saison insgesamt 1,16 Milliarden Euro.

wenig Geld = wenig Chancen 😥

Vereine mit weniger Geld und ohne richtig krasse Spieler haben also quasi keine Chance die Großen zu schlagen. Keine Luxus-Spieler heißt keine Siege, heißt keine Kohle. Und so geht das immer weiter.

➡ Aber es geht auch anders ⬅

Und zwar in den amerikanischen Profiligen. Hier werden die TV-Einnahmen sehr viel gleichmäßiger verteilt. Das heißt: Auch weniger erfolgreiche Vereine haben eine echte Chance an Geld und damit an gute Spieler zu kommen. Und es funktioniert! Hier gibt es viel mehr Wechsel an der Fußballspitze, als bei uns.

Vielleicht ist das gerechter? Auf jeden Fall ist es für uns Zuschauer spannender: Stell dir vor, es steht nicht schon vor Saisonbeginn fest, wer Deutscher Meister wird...