Michael Bohnmeyer steht in einem Hauseingang (Foto: picture-alliance / dpa)

DASDING Themenwoche Gerechtigkeit Ein Grundeinkommen für alle? Michael fände das gerecht!

Stell dir vor: Du kriegst jeden Monat Geld vom Staat - einfach so auf dein Konto, ohne dass du etwas dafür tun musst. Das ist die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens.

Und genau dafür setzt sich Michael ein. Momentan gibt es viele verschiedene Modelle für so ein bedingungsloses Grundeinkommen. Eines davon:

1000 Euro pro Monat für jeden

Jeder soll 1.000 Euro im Monat bekommen – Kinder 500 Euro. Einfach so. Wenn du arbeiten gehst, kommt dein Lohn noch oben drauf. Dafür würden dann alle Sozialleistungen wegfallen – also zum Beispiel Arbeitslosengeld oder Kindergeld – und auch die Steuern, wie wir sie heute kennen. In diesem Modell würde die Mehrwertsteuer krass erhöht werden, um das Grundeinkommen zu finanzieren.

Die Menschen würden durch das Grundeinkommen entspannter

Michael sorgt mit seiner Initiative "Mein Grundeinkommen" dafür, dass einige Menschen schon mal ein Jahr lang ein Grundeinkommen erhalten. Mehr als 200 Grundeinkommen konnte er durch Spenden schon verlosen. Er sagt:

Wir haben daraus gelernt, dass es die Menschen entspannter macht, sie besser schlafen lässt und dass es sie gesünder macht.

Michael

Außerdem würden die Menschen mutiger, weil sie sich auch mal was trauen. Sie bilden sich weiter oder machen sich selbstständig. Die allermeisten arbeiten trotzdem weiter, sagt Michael.

Kritiker sind überzeugt: Das funktioniert nicht!

Kritiker sagen, dass sich so ein Grundeinkommen nicht finanzieren lässt. Man würde zu viel Geld brauchen. Und sie befürchten, dass die Menschen doch faul werden. Schlechtbezahlte und unattraktive Jobs würden noch unattraktiver werden - keiner würde sie mehr machen wollen.

Mehr Infos zum bedingunglosen Grundeinkommen gibt's von MrWissen2Go: