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Nach dem furchtbaren Anschlag in Hanau, bei dem insgesamt elf Menschen getötet wurden, aktiviert der Hanauer Rapper Azzi Memo unter anderem auch Olexesh für seinen Mammut-Song zum Support für die Familien der Mordopfer.

Am 19. Februar sind bei einem rassistischen Anschlag in Hanau insgesamt elf Menschen getötet worden. Nun möchte der Hanauer Rapper Azzi Memo (bürgerl. Mehmet Seyitoglu) den Hinterbliebenen der Opfer helfen.

#Hanau #keinplatzfuerrassismus #charitysong https://t.co/na7yEwgE20

Per Twitter hat Memo verkündet, einen Rapsong mit Kollegen aus der Szene aufnehmen zu wollen. Dadurch soll vor allem den Familien der Todesopfer finanzielle Unterstützung zukommen. Außerdem möchte er damit ein Zeichen setzen und Zusammenhalt zeigen.

Die gesamten Einnahmen werden an die Familien gespendet, die ihre Kinder verloren haben, ihre Ehemänner, ihre Frauen.

Azzi Memo auf Twitter

Auch Memo scheint angehörige verloren zu haben

Azzi Memo war wohl auch direkt von dem Anschlag betroffen. Gegenüber dem Spiegel hat er erzählt, dass bei dem Vorfall auch ein Freund von ihm angeschossen wurde - der Sohn seines Cousins sei beim Anschlag gestorben.

Ausführlicher Aufruf auch auf Instagram

Auch auf Instagram hat sich Azzi Memo ausführlich gegen Rassismus positioniert und seine Rapper-Kollegen aufgerufen, bei seinem Song mitzumachen.

#keinplatzfürrassismus #fuckracism #hanau

Dass so etwas im 21. Jahrhundert noch passiert, […] dass so ein Fremdenhass noch existiert, ist nicht in Worte zu fassen.

Azzi Memo auf Instagram

Nach Azzi Memos Post hat sich auch HipHop-Journalist Rooz eingeschaltet, um durch seine Verbindungen in der Szene Künstler zusammen zu trommeln.

Ich habe den Beat am Start, kann jedem, der Bock hat, [den Beat] gerne zukommen lassen.

Rooz - HipHop-Journalist

Interessierte Rapper sollen sich einfach auf 6-8 Zeilen zu dem Thema äußern und die Aufnahme dem Management von Azzi Memo senden.

Mois, Manuellsen, Olexesh, Sierra Kidd und mehr sind schon dabei

Bisher wurden folgende Rapper bestätigt:

Mois, Manuellsen, Olexesh, Sierra Kidd, Nate57, Sinan-G, Maestro, Credibil, Soufian, Disarstar und Sängerin Rola.

Rapper Disarstar hat im Interview bei DASDING erzählt, warum er dabei ist:

Ich glaube nicht, dass die Ideologie oder die rassistischen Gedanken aus dem Nichts neu entstanden sind. Ich glaube aber, dass sich die Leute mittlerweile wieder trauen offen dazu zu stehen. Mir tut das wirklich weh!

Disarstar bei DASDING

Mit Sinan-G hat er dem verletzten Muhammed im Krankenhaus schon einen Besuch abgestattet.

Wir wünschen unserem Bruder Muhammed eine gute Besserung und viel kraft🙏 #keinplatzfürrassismus

Das ist die Pflicht von uns allen, etwas gegen Rassimus zu tun. […] Jeder von uns hat seinen Teil dazu beizutragen. […] Rassismus darf nicht toleriert werden!

Azzi Memo kürzlich in seiner Instagram Story
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