Der Freiburger Influencer Hamudi sitzt vor einem Ringlicht.  (Foto: SWR, Jochen Sülberg)

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Freiburger TikToker bekommt Morddrohungen

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Hassnachrichten und Morddrohungen von Leuten, die man nicht mal kennt? Das ist dem Freiburger Influencer Hamudi passiert, der sich heute für den Kampf gegen Cybermobbing stark macht.

„Du dummer Hund“ ist schon fast eine der freundlicheren Nachrichten, die der 23-jährige Hamudi seit ca. einem Jahr von wildfremden Menschen bekommt. Der Grund: Eine befreundete TikTok-Influencerin trennt sich von ihrem Freund. Es entsteht das Gerücht, Hamudi sei für die Trennung verantwortlich. Der Hastag #alleswegenhamudi entsteht. Mittlerweile hat er über 35 Millionen Aufrufe.

Ich habe Instagram-Direktnachrichten bekommen, auf Snapchat, auf TikTok, per E-Mail, in den Kommentaren. Immer wenn ich mein Postfach aktualisiert habe, waren es hunderte Nachrichten mehr.

Die Auswirkungen von Cybermobbing

Als es anfängt, findet Hamudi die ganzen Spekulationen um seine Person fast noch witzig. Als die Flut an Hassnachrichten aber nicht abnimmt, macht er sich immer mehr Sorgen. Die Anzahl und Bösartigkeit der Beleidigungen verletzen ihn zunehmend, die Dynamik von Cybermobbing findet er erschreckend.

Da hat man irgendwas im Internet gehört. Keiner weiß, was wirklich war und dann schädigt man irgendjemanden, der dafür nicht viel kann.

Social-Media-Plattformen wie TikTok bieten für viele Menschen die optimalen Bedingungen, ihren Hass abzuladen. Informationen und Gerüchte verbreiten sich blitzartig. Die vermeintliche Anonymität des Internets befeuert das Cybermobbing. Hamudis Erfahrung nach ist die Schwelle, im Internet jemanden zu mobben, niedriger als im realen Leben.

Cybermobbing hört nicht im Internet auf

Hamudis Fall zeigt aber auch, wie Cybermobbing Auswirkungen auf das reale Leben haben kann. Hamudi erhält Morddrohungen, die ihn unter starken psychischen Druck setzen und sein Verhalten verändern.

Ich hatte schon Angst rauszugehen. Ich kann mich noch erinnern, da sind in Berlin 30 Leute auf mich zugegangen, die dumme Sprüche gemacht haben. Ich hatte Todesangst, weil ich dachte, die schlagen mich jetzt zusammen.

Was Hamudi dagegen tut

Hamudi zieht sich zurück, er holt sich Hilfe beim Arzt und entschließt sich, in seiner Community aktiv etwas gegen Cybermobbing zu unternehmen. Er ruft seine Follower*innen dazu auf, sich bei ihm zu melden, wenn sie auch betroffen waren. Durch den vielen Zuspruch und die Nachrichten wird ihm bewusst, wie umfassend das Problem ist, wie viele Opfer es gibt. Manche werden auch einfach nur wegen ihres Namens oder ihrer Herkunft gemobbt. Ihnen möchte er Hilfe anbieten.

Ich kannte auch niemanden, der das durchlebt hat. Ich hätte auch gerne gewusst, wie ich damit umgehen soll.

Tipps gegen Cybermobbing

Für Hamudi ist der wichtigste Ratschlag, das Problem auf keinen Fall zu ignorieren, sich schnell an andere zu wenden: seien es die Eltern, Freund*innen oder Beratungsstellen. Er rät aber auch dazu, zur Not zur Polizei zu gehen oder Accounts online zu melden. Hassnachrichten zu löschen und beleidigende Worte in den Kommentaren zu filtern, seien ebenfalls wichtige Tools, um Cybermobbing nicht zu nah an sich ranzulassen.

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