vor Ort Freiburg Porno mal fair und feministisch

Bye-Bye Schmuddel-Pornos - Hello alternative Sexfilme: Das studentische Start-up "feuer.zeug" hat seinen ersten fairen und feministischen Porno abgedreht. Vor einigen Tagen war Premiere in Freiburg. Das Herz klopft immer noch.

Faire, feministische Pornos - ein Widerspruch in sich? Nö, dachten sich die Studierenden Kira und Leon aus Freiburg und gründeten vor einem Jahr "feuer.zeug", ein Start-up, das alternative Pornos produziert.

Wenn man an den klassischen Mainstream-Porno denkt, dann denkt man an einen Mann, der immer kann und an eine Frau, die alles geil findet. Von diesen Klischee-Bildern wollen wir weg, wir wollen keine genormten Körper zeigen, sondern Vielfalt, natürlichen Sex und Safersex.

Kira

Keine gescripteten Sexszenen

Mit 800 Euro haben sie vor einigen Monaten ihren ersten Porno "Retour" gedreht. Die Darsteller haben sie mithilfe eines Instagram-Aufrufs gefunden. 15 Minuten lang zeigt der Film zwei junge Leute, die sich beim Trampen kennenlernen und dann in der Kiste landen. Ein Drehbuch für die Sexszenen gab es nicht. Die Darsteller hatten so Sex, wie sie wollten. Eine sogenannte "Sorgenbeauftragte" am Set hat immer wieder Rücksprache mit den Protagonisten gehalten. Es sollte fair und offen zugehen.

Fair bedeutet auch, dass es klare Absprachen, faire Verträge und einen fairen, familiären Umgang beim Dreh gibt.

Leon

Freiburger Porno bald auch auf Pornoplattformen

In einigen Monaten soll "Retour" für rund drei Euro auf verschiedenen Streaming-Plattformen zu sehen sein. Weitere faire, feministische Pornofilme folgen.