vor Ort Freiburg Todernst aber lebensfroh: Bestatterin Sandra Müller im Verhör

Opa war Bestatter, Vater auch, jetzt sie: Sandra Müller säubert Leichname, kleidet sie ein und entfernt manchmal OP-Schläuche oder Herzschrittmacher. Ihr Beruf ist kein gemütlicher Nine-to-five-Job. 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche muss sie erreichbar sein.

Vorher hat die 30-Jährige in einer Werbeagentur gearbeitet, dann wurde ihr gekündigt. Die neue Berufsperspektive war der Tod. 2014 ist sie ins Familienunternehmen eingestiegen und hat den Schritt nicht bereut. Von ihren Freunden wird sie oft „Last-Event-Managerin“ genannt. Den Begriff "Trauerfeier" mag sie nicht. Ihr ist es wichtig das Leben zu feiern.

Ich hatte nie Angst vor dem Tod. Als ich zum ersten Mal eine Tote gesehen habe, war das überhaupt nicht schlimm. Es war eine Erleichterung.

Sandra