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Hilflos gefesselt, das Gesicht in den Asphalt gedrückt, brutale Tritte - der Tod von George Floyd durch rassistische Polizeigewalt bestürzt Rapper Cossu. Er widmet George Floyd einen berührenden Song.

Hilflos gefesselt, das Gesicht in den Asphalt gedrückt, brutale Tritte - der Tod von George Floyd durch rassistische Polizeigewalt bestürzt Rapper Cossu.

Tatort Minneapolis. Ein weißer Polizist drückt sein Knie fast neun Minuten lang an den Hals von George Floyd - solange bis er nicht mehr atmen kann. "Please, I can't breathe.", die letzten Worte von George Floyd.

Weltweite Proteste nach Polizeigewalt in den USA

Der gewaltsame Tod des Afroamerikaners löst weltweit Protest, Wut und Empörung aus. Auch Rapper Cossu will ein Zeichen setzen und schreibt den Song "Ich bin George Floyd". 52 Sekunden lang fühlt sich Cossu in die letzten Minuten des Afroamerikaners ein.

"Ich kann nicht mehr atmen, das Knie von den Bullen in meinem Nacken, ich spüre, das war's jetzt."

Zitat aus "Ich bin George Floyd"

Cossu hat selbst Diskriminierung erleben müssen...

Cossu ist nur ein Pseudonym, eigentlich heißt der Rapper Lukas Staier. Er ist in Haslach im Kinzigtal aufgewachsen und selbst schwarz. Als Jugendlicher macht er viele rassistische Erfahrungen. Auf dem Fußballplatz, so erzählt er, hätten Trainer oder andere Väter das rassistische N-Wort benutzt.

...und auch Gewalt

Bei verbalen Angriffen blieb es aber nicht: Als 13-Jähriger wurde ihm der Kiefer gebrochen, dreifach. Weil er schwarz war. Der Täter, so Staier, sei freigesprochen wurden. Für ihn ist das ein Beispiel für strukturellen Rassismus.

"Ich bin George Floyd" wird tausendfach gehört

Den Song "Ich bin George Floyd" hat Cossu auf Instagram, Facebook und Youtube hochgeladen. Innerhalb kürzester Zeit wurde er schon mehr als 30.000 Mal angehört und von vielen geteilt.

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