Der Diversity-Tag bei DASDING (Foto: DASDING)

DASDING Spezial

Diversity: Weil Vielfalt zu uns gehört!

STAND
REDAKTEUR/IN
Sophie Klein

Was wäre die Welt ohne Diversität? Wenn alle Dinge und Menschen gleich wären? Das wäre doch ziemlich langweilig, oder? Wir von DASDING, wir feiern Unterschiede. Das machen wir 365 Tage im Jahr. Heute, am 31.05.22, wollen wir Diversität aber ganz besonders feiern.  

Egal welche Religion, Sexualität, Herkunft oder körperliche und geistige Fähigkeiten ihr habt: Ihr seid genug und gut so wie ihr seid! Dafür stehen wir. Uns ist aber natürlich auch bewusst, dass diverse Menschen in ihrem Alltag oft mit Ausgrenzung, Rassismus, Homophobie und Mobbing zu kämpfen haben. Damit sich das ändert, muss man Betroffenen zuhören. Vorurteile und Barrieren müssen abgebaut werden. Genau dafür haben wir heute am Diversity Day fünf Menschen zu uns eingeladen. Wir möchten bei DASDING nicht über, sondern mit den Menschen quatschen.  

Heute findet bei DASDING von 13-18 Uhr eine Diversity Spezial-Sendung statt. Moderiert wird diese Sendung von unserem Moderator Simon.  

DASDING Spezial Diversity Day - Simon (Foto: DASDING)

Wir brauchen Menschen, die unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben. Sie machen unsere Welt bunter. Und weil ich nun mal selbst behindert bin, weiß ich, wie sich das anfühlt, nicht gesehen und nicht gehört zu werden.

Simon hat fünf unterschiedliche Menschen zu sich in die Sendung eingeladen, die wir euch gerne kurz vorstellen wollen:

Malayika - Afro-europäische Künstlerin aus Tübingen

DASDING Spezial: Diversity Day - Malayika (Foto: Amina Ousman-Daouda)
Amina Ousman-Daouda

Mich mit meinen Themen auf künstlerische Weise auszudrücken und 'gesehen' und/oder 'gehört' zu werden, Impulse zu geben, hilft mir meinen 'Platz einzunehmen'.

Malayika Angelika Mbasse ist mit ihrem Künstlerinnen-Namen 'AKEVA! Malayika' als Singer-Songerwriterin unterwegs. Vor Kurzem hat sie auch ein Theaterprojekt gemacht und noch in diesem Jahr will sie ihr Studium abschließen.

Ihren deutschen Vornamen, den sie von ihrer Mutter bekommen hat, benutzt Malayika eigentlich nur noch offiziell. Den aktuellen Namen bekam sie als Erwachsene von ihrem Vater, der aus dem Kongo (DRC) stammt, wie sie uns erzählt hat. Für Malayika seien Namen Teil der Identität und Kreativität, sagt sie. Als Afro-Europäerin setzt sie sich schon immer mit innerlicher 'Vielfalt' auseinander:

"In Deutschland gab es früher kein Vielfalts-Bewusstsein, eher das Streben nach 'Einheit(lichkeit)', was für mich in diesem Zusammenhang das 'Weißsein' bedeutete. In diesem Klima bin ich im Schwarzwald aufgewachsen, als die ewig 'andere', zeitweise mit negativer, dann wieder mit positiver Sonderstellung. Das prägt Verhaltensmuster."

Mehr zu Malayika und ihrer Story gibt's von 13-14 Uhr im Radio!

SUNG UN: Queerer asiatischer Podcaster 

Sung Un beim DASDING Diversity Day (Foto: Marlen Stahlhuth)
Marlen Stahlhuth

Wenn ich zwei Mal im Monat rassistisch oder homophob beleidigt werde, dann ist es ein guter Monat. 

Sung Un ist ein schwuler Mann aus Korea. Dass er Männer gut findet, hat er schon als Teenager gemerkt. Ausgelebt hat er seine Sexualität allerdings erst Jahre später. Wieso?

In Korea sind viele junge Menschen, egal ob queer oder straight, sehr leistungsorientiert. Viele Asiatinnen und Asiaten konzentrieren sich deswegen erst einmal auf die Schule. Genauso war das auch bei Sung Un. Bis er 16 Jahre alt wurde. Da vertraute er sich dann seiner besten Freundin an. Das war sein aller erstes Coming-out. Seine beste Freundin war die einzige (!!!), der er es erzählte. Niemand sonst wusste es, und auch sonst lebte er seine Sexualität in Korea nicht aus.  

Sung Un konzentrierte sich zu diesem Zeitpunkt wieder weiter auf die Schule. Bis er mit Anfang 20 im Auslandssemester in Deutschland anfing, online zu daten. Und ähnlich wie heute waren auf den Onlinedating-Plattformen viele Weirdos unterwegs. Mit einem Mann hatte Sung Un dann aber ein ziemlich schönes Date. Ein Date, das den Anfang einer andauernden Liebesgeschichte machte. Sung Uns Eltern wussten zu diesem Zeitpunkt nichts davon. Auch nachdem die beiden mehrere Jahre zusammen waren und sich gegenseitig in Korea und Deutschland besucht hatten, verhielt sich Sung Un weiter verhalten und erzählte seinen Eltern nichts. Erst nach knapp 10 Jahren Beziehung und kurz vor der Hochzeit der beiden outete sich Sung Un bei seinen Eltern.

Heute hat Sung Un einen Podcast, indem er queere Menschen interviewt, um aufzuklären und Visibility zu schaffen.  

Mehr zu Sung Un gibt es von 14-15 Uhr bei DASDING. 

Marie: Blinde Aktivistin

DASDING Spezial: Diversity Day - Marie (Foto: privat)
privat

Marie ist eine junge blinde Frau, die sich bei den Sozialhelden für andere behinderte Menschen einsetzt. Wer die Sozialhelden sind? Das ist ein Verein, der sich zur Aufgabe gemacht hat, Unternehmen und Menschen dafür zu sensibilisieren, behinderte Menschen miteinzubeziehen. Marie ist ein Teil von ihnen. Sie hat bei den Sozialhelden nach ihrem Abitur ein FSJ gemacht, auch wenn ihr viele Lehrerinnen und Lehrer sehr klar davon abrieten. Wie solle sie als blinde Frau das schaffen? Marie lies sich nicht abbringen und macht ihr FSJ. Dieses Beispiel ist nur ein einziges von vielen. Marie wird ständig von anderen unterschätzt oder bevormundet. Oft verhalten sich Menschen ihr gegenüber auch übergriffig, wenn sie zum Beispiel eine öffentliche Treppe runtergeht oder aus der Bahn aussteigen will.

Was mich an diesem System nervt, ist, dass man nicht mitgenommen wird als behinderter Mensch. Du hast nur die Wahl zwischen Sonderschule und Regelschule. Statt Menschen zu integrieren, werden sie separiert.

Marie setzt sich dafür ein, dass Behinderte nicht als Menschen mit besonderen Bedürfnisse gesehen werden. Man solle Behinderten etwas zutrauen und im Hinterkopf haben, dass sie manchmal vielleicht einfach etwas mehr Zeit oder Technik brauchen als Mensche, die nicht behindert sind.  

Du möchtest mehr über Marie erfahren? Schalte DASDING ein. Sie ist heute von 15-16 Uhr unsere Gästin.  

Theo: Transmann und katholischer Religionslehrer 

Ich unterrichte als Transmann katholische Religion. Meine äußere Hülle meiner inneren Wahrnehmung anzupassen hat nichts an meinem Glauben geändert. Ich stehe als Lehrer hinter der katholischen Kirche. Aber hinter der Bürokratie und einzelnen Personen der katholischen Kirche stehe ich nicht.

DASDING Spezial: Diversity Day - Theo (Foto: Johanna Unternährer)
Johanna Unternährer

Theo ist ein junger Transmann, der gerade katholischer Religionslehrer wird. 18 Monate wusste Theo allerdings nicht, ob er das wirklich werden würde. Theo outet sich 2020 kurz vor seinem Referendariat als Transmann. Dieses Outing hätte das Aus als Religionslehrer für Theo bedeuten können. Denn um katholischer Religionslehrer zu werden, braucht man die Erlaubnis von einem Erzbischof.

Theo wurde nach seinem Outing mitgeteilt, er solle erst mal weitermachen. Theo absolvierte sein Referendariat, ohne zu wissen, ob er danach wirklich als katholischer Religionslehrer arbeiten dürfe. Erst vor Kurzem wurde ihm mitgeteilt: Ja, du darfst nach deinem Referendariat als Transmann katholische Religion unterrichten. Diese Entscheidung sei aber eine Einzelfallentscheidung und keine Grundsatzentscheid gewesen.  

Ihr habt Fragen an Theo? Die könnt ihr heute per WhatsApp an die 0172 1010 951 stellen. Theo ist heute von 16-17 Uhr unser Gast in der Show.  

Angelina erfuhr als Erwachsene, dass sie ADHS hat

DASDING Spezial: Diversity Day - Angelina (Foto: Annika Fußwinkel)
Annika Fußwinkel

Ich habe mein Leben lang gestruggelt und gefühlt 'da ist etwas'. Ich habe aber erst mit 28 erfahren, dass es ADHS ist. Vorher wurde mir oft eingeredet, dass ich mich einfach mehr anstrengen muss, wenn ich etwas nicht geschafft habe. 

Angelina klärt auf ihrem Instagram-Account @kirmesimkopf über ADHS auf. 

Dass sie ADHS hat, hat sie mehr oder weniger durch Zufall erfahren. 2019 saß sie im Publikum bei einer Fernsehaufzeichnung. Bei dieser Aufzeichnung war eine Frau zu Gast, die über ADHS gesprochen hat. Angelina konnte sich in vielen ADHS-Merkmalen wiederfinden. Nach der Aufzeichnung ging Angelina zu einer Therapeutin, um zu überprüfen, ob sie wirklich ADHS hat. Sie bekam erstmal keinen Termin und lies sich auf etliche Wartelisten von Therapeutinnen und Therapeuten setzen. Sechs Monate später bekam sie endlich einen Termin und dann auch die ADHS-Diagnose. Da war Angelina 28 Jahre alt.

In der Medizin wird ADHS als neurobiologische Erkrankung definiert. Angelina sieht ADHS aber nicht als Krankheit oder Störung. Für Angelina ist es eine Form von Neurodiversität. Sie wünscht sich, dass andere Menschen und Firmen Verständnis für diese Neurodiversität aufbringen und anerkennen, dass lediglich das Gehirn von Menschen mit ADHS etwas anders funktioniert.  

Angelina ist heute von 17-18 Uhr unser Gast in der Show.  

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