vor Ort Kaiserslautern Chlamy Yummy - die plastikfressende Alge

Einwegflaschen, Verpackungen oder Kaffeebecher - sie alle bestehen oft aus Plastik. Ein großes Problem für die Umwelt. Lautrer Studis forschen zurzeit an einer Alge, die dieses Problem lösen soll.

Einwegflaschen, Verpackungen oder Kaffeebecher - sie alle bestehen oft aus Plastik. Ein großes Problem für die Umwelt. Lautrer Studis forschen zurzeit an einer Alge, die dieses Problem lösen soll.

Eigentlich hat die Grünalge "Chlamydomonas reinhardtii" keinen Hunger auf Plastik. Das will eine Gruppe von Studenten an der Technischen Universität Kaiserslautern ändern. Sie wollen "Chlamy" so verändern, dass sie Appetit auf das bekommt, was wir Menschen oft sorglos in die Umwelt werfen.

Alge Chlamy zerschneidet Plastik

Das geht mit Hilfe von bestimmten Enzymen, die die Studenten der Alge einpflanzen. Diese Enzyme funktionieren wie Schneidwerkzeuge, mit denen die Alge das Plastik zerlegen kann. Dabei kommen zwei Grundstoffe heraus, aus denen wieder neues Plastik und ein Bio-Treibstoff produziert werden sollen.

Unsere Alge wird niemans eine Plastikflasche einfach "zerschreddern", sie wird aber eine bessere Alternative sein, als das Plastik einfach zu verbrennen.

Laura, forscht an Chlamy der Alge

Kann Chlamy die Weltmeere vom Plastikmüll befreien?

Leider ist auch Chlamy keine Lösung für die Millionen von Plastikteilen, die auf den Weltmeeren schwimmen. Chlamy fühlt sich nur in Seen und Teichen wohl und würde im Meer nicht überleben. Außerdem darf man genetisch veränderte Pflanzen nicht einfach in die Natur setzen. Das Team aus zehn Studenten hofft aber, dass ihre Alge zumindest einen kleinen Teil dazu beitragen kann, dass wir die Flut an Plastikmüll besser bewältigen können.

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