vor Ort Karlsruhe Aisha rappt gegen die drohende Abschiebung

Über Schleuser kam Aisha von Nigeria nach Frankreich. Um die 60.000 Euro zurückzuzahlen, musste sie anschaffen gehen. Versprochen wurde ihre eine bessere Zukunft und ein Studium.

Große Hoffnung - dann Prostitution

Vielleicht naiv, vielleicht zu optimistisch? Aisha hat den falschen Leuten vertraut, die ihr versprachen, ihr zu einem besseren Leben in Europa zu verhelfen. Um ihre Schulden zu bezahlen, arbeitet Aisha zuerst als Prostituierte in Frankreich.

Flucht vor den Schleusern

Nachdem sie den Schleusern entkommen war, holte sie in Deutschland ihren Abschluss nach und lernte binnen kürzester Zeit Deutsch. Auch die Suche nach einem Ausbildungsplatz war eigentlich ein Erfolg. Doch sie bekam keine Arbeitserlaubnis. Stattdessen droht ihr die Abschiebung, denn Nigeria gilt als sicheres Herkunftsland.

Vor lauter Frust und Angst schrieb Aisha zusammen mit Freunden einen Rap über ihre Situation.

Regierungspräsidium prüft Identität

Als Nigerianerin hat Aisha grundsätzlich schlechtere Chancen auf Asyl als beispielsweise Menschen aus einem Kriegsgebiet. Außerdem ist für das Regierungspräsidium Karlsruhe die Identität von Aisha nicht ganz klar. Um sich vor der Verfolgung durch ihre Schleuser zu schützen, hatte sie zuerst einen falschen Namen angegeben. Jetzt muss sie beweisen, wer sie wirklich ist.

Wenn sie einen Identitätsnachweis liefert, stehen ihre Chancen auf eine Aufenthaltsgenehmigung ganz gut.

Regierungspräsidium Karlsruhe

Aisha würde gerne in Karlsruhe bleiben, weiter Musik machen und vor allem eine Ausbildung zur Hauswirtschafterin beginnen.