Karlsruhe

Feuerwehrfrau Zoé rettet Leben

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Feuerwehrfrau Zoé ist seit neun Jahren bei der freiwilligen Feuerwehr und dort eine von wenigen Frauen. Das Ehrenamt ist für sie mehr als nur ein Hobby.

Alarm, Alarm!

Er vibriert und piepst extrem laut. Man wacht halt direkt davon auf.

Das Leben um einen kleiner Piepser herum zu gestalten, wäre sicherlich nicht für jede*n etwas. Das ist auch Zoé klar. Dennoch ist es ihr ein Anliegen jederzeit für andere Menschen da zu sein. Der Piepser ist ein kleines, unauffälliges Gerät mit schwarz-weiß Bildschirm und zwei Knöpfen. So unauffällig ist er aber nur, solange es keinen Feuerwehreinsatz gibt. Gibt es einen Notfall, dann piepst das Gerät extrem laut und vibriert dabei. Und das macht der Piepser im Notfall natürlich auch mitten in der Nacht, während des schönsten Traumdates oder beim Treffen mit Freunden. Zoés Umfeld kennt das natürlich schon. Sie respektieren es, wenn Zoé plötzlich gehen muss, aber einfach ist es nicht immer.

Jeder muss in dem Moment wissen, was er machen muss, um so schnell wie möglich zu helfen.

Die freiwillige Feuerwehr ist eben kein Hobby, das dann ansteht, wenn man selbst gerade Freizeit oder Langeweile hat. Wenn ein Einsatz ruft, dann muss alles laufen. Piepst es, fährt Zoé sofort los zum Feuerwehrhaus, zieht sich dort die Ausrüstung in Höchstgeschwindigkeit an, steigt mit ihren Kolleginnen und Kollegen aufs Auto und fährt an den Einsatzort. Währenddessen ist zu keinem Zeitpunkt viel Zeit, um sich noch zu besprechen. Was vorher geübt wurde, muss im Ernstfall möglichst fehler- und wortlos ablaufen.

Brandgefährlich

Ganz gefahrlos ist das auch für die Feuerwehrfrauen und -männer nicht immer. Die Lage vor Ort ist vor dem Einsatz selten klar. Oft gibt es auch Ungewissheiten: Ist da noch jemand drin? Wie komme ich zum Menschen, der da meine Hilfe braucht ohne mich selbst in Gefahr zu bringen? Solche Fragen sind Zoé da schon durch den Kopf gegangen. Im Ernstfall, so sagt sie, blendet man das aber aus und funktioniert einfach. Vor allem bei Nachteinsätzen. Da ist das Adrenalin nach dem Aufwachen so hoch, dass sie manchmal erst auf dem Weg zum Einsatzort realisiert, was passiert.

Die schönen Seiten

Was das Ehrenamt bei der freiwilligen Feuerwehr für Zoé von anderen Ehrenämtern, Vereinen und Hobbies unterscheidet und damit so schön für sie macht, das fasst sie in einem Wort zusammen: Dankbarkeit. Die ist für sie das Schönste am Hobby. Außerdem ist es ihr einfach wichtig Menschen zu helfen und für sie da zu sein, wenn sie sich selbst nicht mehr helfen können.

Ich mach das eigentlich hauptsächlich, um den Leuten was zurückzugeben. Das gibt mir persönlich extrem viel!

Außerdem schweißt die Arbeit bei der Feuerwehr extrem zusammen. Zoé und ihre Kolleg*innen sehen sich sehr oft, müssen bei ihren Einsätzen kameradschaftlich denken, um erfolgreich zu sein, und leben ihr Ehrenamt. Und genau deshalb liebt Zoé es bei der freiwilligen Feuerwehr zu sein.

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