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Alon studiert in Pforzheim und ist Jude. Nach dem Anschlag in Halle macht der 20-Jährige sich Gedanken: ,,Es hätte mich genauso treffen können", sagt er. Verstecken will er sich aber nicht.

Alon studiert in Pforzheim und ist Jude. Nach dem Anschlag in Halle macht der 20-Jährige sich Gedanken: ,,Es hätte mich genauso treffen können", sagt er.

Nach dem Anschlag auf eine Synagoge in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt fühlt sich Alon bedroht. Der 20-jährige Jude studiert in Pforzheim. Wenn er mit seiner Kippa herumlaufe oder zur Synagoge gehe, schwinge immer die Angst mit, sagt er.

Wenn ich mir vorstelle, dass sich jemand ganz gezielt dafür entscheidet, einen Anschlag am heiligsten Feiertag im Judentum zu verüben, wenn sehr viele Juden da sind, dann ist das ein ganz komisches Gefühl. Es hätte mich genauso treffen können.

Alon

Täter in Halle plante ein Massaker an Juden

Der Anschlag am 9. Oktober auf eine Synagoge in Halle sollte ein Massaker an Juden werden. Doch der Attentäter schaffte es nicht in die Synagoge. Er tötete zwei Unbeteiligte. Seit dem Anschlag stehen vor vielen Synagogen in Deutschland Streifenwagen der Polizei.

Blöde Sprüche, Beleidigungen und sogar Schläge - weil sie Juden sind

Nach dem Anschlag in Halle ist das Thema Antisemitismus wieder super aktuell. Alon ist Jude, lebt in Pforzheim und wird dort regelmäßig aufgrund seiner Religion diskriminiert. Über Antisemitismus zu sprechen ist @alondattner besonders wichtig. #dasdingkarlsruhe #karlsruhe #wirsindkarlsruhe #dasding #karlsruhecity #welovekarlsruhe #badischbynature #religion #sukkot #sukkah #laubhüttenfest #tradition #pforzheim

Alon selbst musste Antisemitismus schon häufiger erleben: zum Beispiel in Form von Beleidigungen oder blöden Sprüchen. Er hat aber auch Freunde, die schon mal geschlagen wurden - einfach nur deshalb, weil sie Juden sind.

Ich würde mir einfach wünschen, dass in der Zukunft alle Menschen alle Menschen respektieren würden, ganz egal, welche Herkunft und ganz egal, welche Religion.

Alon

Alon will sich nicht einschüchtern lassen

Einschüchtern lassen will sich Alon aber nicht. Er sagt, es dürfe nicht die Message des Anschlags sein, dass sich Juden plötzlich verstecken müssen. Seinen Glauben will er weiterhin zeigen - obwohl er auf der Straße zurückhaltend damit umgeht. Seiner Gemeinde in Pforzheim ist es wichtig, ihren Glauben auch den Mitmenschen zu zeigen und zu Festen einzuladen. Das wollen sie auch nach dem Anschlag in Halle weiterhin tun.

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