Graffiti-Kunst in Karlsruhe (Foto: DASDING)

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Graffiti-Künstlerin Marija aus Karlsruhe zaubert Frauengesichter an Wände

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Von wegen nur Schmierereien: Marija sprüht bunte Frauengesichter auf Betonwände, spricht über die Graffiti-Szene in Karlsruhe und über absolute No-Gos beim Sprayen.

Von wegen nur Schmierereien: Marija sprüht bunte Frauengesichter auf Betonwände, spricht über die Graffiti-Szene in Karlsruhe und über absolute No-Gos beim sprayen.

Unter ihrem Künstlernamen "Emesa" hat Marija aus Karlsruhe schon einigen grauen Betonwänden einen neuen Look verpasst. Am liebsten sprüht sie Gesichter von Frauen in knalligen Farben. Vor allem entlang der Alb in der Günther-Klotz-Anlage und unter der Vogesenbrücke kann man einige ihrer Werke sehen. Für sie ist klar: Sprühen geht nur auf legalen Wänden. Aber wieso eigentlich Frauengesichter?

Andere schreiben ihren Namen und ich male gerne Gesichter. Vor allem Frauen. Man kann sie schön weich gestalten und mit der Schminke spielen.

Über einen Workshop vor mehreren Jahren ist Marija zum Graffiti gekommen. Am Anfang hat es sie nicht so gecatched, weil es nicht so einfach ist für Anfänger*innen ein cooles Motiv mit den Sprühdosen hinzubekommen. Aber Kunst war schon immer ein fester Bestandteil in ihrem Leben. In Karlsruhe studiert sie Malerei und kann sich heute mit der Graffiti-Kunst sogar ein kleines Taschengeld neben dem Studium verdienen: Marija wurde auch schon von Firmen oder Festivals wie dem Loolapaloosa gebucht.

Die Karlsruher Graffiti-Szene

Die Szene in Karlsruhe beschreibt sie als offen und dass es einen guten Zusammenhalt gibt. Bei einer Ausstellung im Sybelcentrum hat sie mit vielen verschiedenen Künstlern und Künstlerinnen zusammengearbeitet. Klar, in der Graffiti-Szene tummeln sich aktuell noch mehr Männer als Frauen, aber das ist für sie gar kein Ding.

Es sind noch sehr wenige Frauen, aber es werden mehr und das ist auch schön so. Ich mache einfach mein Ding und erfahre Respekt.

Anfängerfehler beim Sprühen

Um richtig coole Kunstwerke mit Sprühdosen zu erschaffen ist auf jeden Fall etwas Übung notwendig, sagt Marija. Grade Anfänger*innen kann aber der ein oder andere Fehler passieren.

Es sollte sich nicht einfach jeder eine Dose schnappen und 187 auf die Wand schreiben!

187 ist die Nummer des Paragraphen im kalifornischen Strafgesetzbuch, in dem es um Mord geht. Gangs nutzen sie als Drohung.

Andere Werke übersprühen: schwierig

Vor allem aufwendige Kunstwerke von anderen Sprayern einfach mit einer einzigen Farbe zu übersprühen, hält Marija für schwierig. Dabei geht es ihr vor allem um einen respektvollen Umgang untereinander.

Das ist immer eine Sache von Respekt zeigen. Erst wenn du Respekt zeigst, kannst du auch selbst welchen erfahren.

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