vor Ort Koblenz Leben ohne WLAN und Handynetz

Jan studiert in Koblenz, kommt aber aus dem kleinen Ort Elben im Westerwald. Kurz mal was Runterladen oder ein Video gucken ist für ihn nicht möglich. Denn sein Internet ist mega-langsam.

Im Bundestagswahlkampf ist der Breitbandausbau ein wichtiges Thema. Denn auf dem Land haben längst nicht alle schnelles Internet. Im Westerwald und der Eifel gibt es zum Beispiel ganze Orte, in denen noch kein Breitband-Netz angekommen ist.

15 MB in 20 Minuten

Jan sitzt zum Beispiel 20 Minuten vor dem Rechner, wenn er eine Datei mit gerade mal 15 MB herunterladen will. Videos gucken oder browserbasierte Software nutzen kann er oft komplett vergessen.

6,5 Millionen für Netzausbau

Der Kreis Altenkirchen, in dem Jan wohnt, bekommt von Land und Bund 6,5 Millionen Euro für den Breitbandausbau. Mindestens noch mal so viel zahlen die Internetanbieter, die die Netze ausbauen. Bis Ende 2018 sollen so 17.000 Haushalte mit Glasfaser versorgt werden. In den Wohnungen kann dann mit mindestens 50 Mbit gesurft werden.

Keine Hilfe für Jan

Jans Elternhaus steht aber im Elbener Ortsteil Weiselstein. Der ist so klein, dass es sich für die Internetanbieter nicht lohnt, Kabel für schnelles Internet dorthin zu verlegen. Für Jans Problem wird es also so schnell keine Lösung geben. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als für sein Master-Studium ganz nach Koblenz zu ziehen.

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