An einem zerstörten Haus in Marienthal ist "Danke an alle Helfer" auf die Fassade gesprayed. Aktion Deutshcland hilft hat eine Rekordsumme für die Flutopfer gesammelt.  (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

vor Ort

Hilfe für Betroffene im Ahrtal: Wie ihr noch helfen könnt und wie ihr selber Hilfe bekommt!

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AUTOR/IN
Jessica Schwandt

Auch ein Jahr nach der Flutkatastrophe im Ahrtal brauchen die Betroffenen vor Ort noch Hilfe beim Wiederaufbau. Zudem sind viele Betroffene immer noch traumatisiert.

Johanna hilft seit Beginn der Flutkatastrophe beim Helfer-Shuttle im Ahrtal. Zu Beginn der Katastrophe kamen noch super viele Helfer*innen aus ganz Deutschland ins Ahrtal. Durch diesen enormen Ansturm wurde das Camp des Helfer-Shuttles in der Grafschaft immer größer - mit einem Aufenthaltszelt, Werkzeughalle und Versorgungszelt.

Eine junge Frau steht in einem Zelt (Foto: DASDING)

Doch seit dem Winter kamen immer weniger Helfer*innen ins Ahrtal, sagt Johanna. Deshalb zog der Helfer-Shuttle um.

Das große Zelt hier lohnt sich leider auch nicht mehr. Daher schließen wir das Camp. Ich werde es sehr vermissen!

Zuletzt sind laut Johanna unter der Woche pro Tag nur noch etwa 20 Helfer*innen gekommen. Doch so ganz möchten der Helfer-Shuttle nicht aufhören. Auf einer Online-Plattform können Betroffene Aufträge einstellen und Helfer*innen suchen sich dann eigenständig die Aufträge aus.

Helfer*innen werden immer noch gebraucht

Auch Johanna möchte weiterhin ins Ahrtal fahren, um zu helfen. Denn Hilfe wird immer noch gebraucht - unter anderem bei Gartenarbeiten, zum Streichen oder für Stemmarbeiten.

Eine Frau sitzt an einem Schreibtisch (Foto: DASDING)

Alexandra hilft traumatisierten Betroffenen und Einsatzkräften

Alexandra ist Psychologin und arbeitet für das Deutsche Rote Kreuz. Zusammen mit ihren Kollegen*innen hilft sie traumatisierten Betroffenen und Einsatzkräften - unter anderem im Trauma Hilfe Zentrum im Ahrtal.

Aktuell würden durch den Jahrestag wieder mehr Menschen zu ihr kommen, sagt Alexandra. Besonders Jugendliche würden derzeit unter der Situation leiden.

Viele haben keinen Rückzugsort, müssen sich vielleicht ein Zimmer mit mehreren Personen teilen. Bei vielen sind dadurch auch die Noten schlechter geworden.

Viele Betroffene erzählen Alexandra von ihrer Angst vor Wasser. Gerade durch die Unwetter vor ein paar Wochen seien alte Wunden wieder aufgerissen worden, sagt sie.

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Jessica Schwandt

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