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Anna setzt sich gegen die hohen Steuern für sogenannte Kampfhunde ein. Die wurden Anfang 2020 in Koblenz von 108 Euro auf 700 Euro erhöht.

Anna setzt sich gegen die hohen Steuern für sogenannte Kampfhunde ein. Die wurden Anfang 2020 in Koblenz von 108 Euro auf 700 Euro erhöht.

Anna soll seit Anfang des Jahres 700 Euro Hundesteuern im Jahr für ihren Listenhund Kira bezahlen. Kira ist ein American Staffordshireterrier Mix. Vor der Steuererhöhung musste Anna jährlich 108 Euro Hundesteuern zahlen. Sie findet es ungerecht, dass sie für ihren Hund nun deutlich mehr zahlen muss, weil er zu einer Rasse gehört, die als potentiell gefährlich gilt.

Ziele der Stadt: Weniger Listenhunde, aber mehr Einnahmen

Die Stadt Koblenz möchte nach eigenen Angaben erreichen, dass weniger Listenhunde gehalten werden. Außerdem sollen die erhöhten Steuern mehr Einnahmen für die Stadt bringen. Die Stadt rechnet damit, rund 20.000 Euro mehr im Jahr einzunehmen.

"Kampfhund" Kira ist total kuschelbedürftig und friedlich

Ihren Hund Kira hat Anna vor rund drei Jahren aus dem Tierheim geholt. Das Zusammenleben mit ihrer Familie, auch mit ihrem kleinen Sohn, ist mit Kira kein Problem, sagt sie. Einen besseren Hund als Kira - empathisch und kuschelbedürftig - kann sich die Koblenzerin nicht vorstellen. Gerade deswegen findet sie es so unfair, dass Listenhunde pauschal als gefährlich gelten.

Listenhunde sollen nicht im Tierheim landen

Wegen der stark erhöhten "Kampfhundesteuer", fürchtet Anna auch, dass sich einige Menschen ihre Hunde nicht mehr leisten können. Wenn die Hunde dann im Tierheim landen, sei damit auch niemandem geholfen, sagt sie.

Tierheim kritisiert die sogenannte Kampfhundesteuer

Auch das Tierheim sieht die Erhöhung kritisch. Durch die hohen Steuern könnten Halter von Listenhunden in die Illegalität gedrängt werden, sagt Kirstin Höfer. Sie leitet das Tierheim in Koblenz und befürchtet, dass Hundehalter, die eigentlich alles richtig machen wollen, durch die Kosten davor zurückschrecken. So würden eventuell weniger Hunde offiziell angemeldet oder zum Wesenstest angemeldet werden.

Diese Liste auf der vermeintlich gefährliche Hunderassen geführt werden, gibt es schon seit dem Jahr 2000. Und jetzt - 20 Jahre später - erhöht Koblenz die Steuern drastisch. Ich finde das merkwürdig.

Kirstin Höfer (Tierheim Koblenz)

Im Tierheim Koblenz wurden bisher keine Listenhunde abgegeben. Trotzdem geht die Tierheimleitung davon aus, dass es noch dazu kommen könnte. Die Steuererhöhung sei ja noch relativ neu, die Auswirkungen könnten noch nicht abgesehen werden.

Petition für die Senkung der Steuer

Anna hat eine Petition gestartet, damit die Stadt Koblenz die Steuern für Listenhunde wieder senkt. Stand Anfang April haben mehr als 1200 Menschen unterschrieben - die Stadt hat aber noch nicht darauf reagiert.

Anna: "Ich gebe meine Kira niemals ab!"

Für Anna steht in jedem Fall fest: Egal ob die Steuern gesenkt werden oder nicht, sie wird das Geld aufbringen und alles dafür tun, damit Kira weiterhin bei ihr bleiben kann.

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