Lebensmittel im Müll (Foto: Imago, Mario Hösel)

Lifestyle Food-Waste Mit diesen 8 Tipps rettest du Lebensmittel ganz nebenbei

Wir zeigen dir coole Apps und Tipps, mit denen du Lebensmittel vor dem Müll retten kannst – und zwar ganz nebenbei.

85 Kilo – ungefähr zwei Einkaufswägen voll – so viele Lebensmittel wirft jeder Deutsche im Jahr weg, so die neueste Studie der Uni Stuttgart. 40% davon seien vermeidbar, hätten also gar nicht in der Tonne landen müssen – sondern in unserem Bauch.

Schluss mit den Zahlen und her mit den Tipps!

Was du konkret tun kannst, um gar nicht erst so viel wegschmeißen zu müssen und gegen den Food-Waste zu kämpfen, haben wir hier für dich aufgelistet:

1️⃣ Lebensmittel retten mit der App „Too Good To Go”

Bei „Too Good To Go" kannst du sehen, welche Bäckereien, Restaurants und Läden in deiner Nähe Essen übrig haben und sie zu einem mega günstigen Preis kaufen. Du bist also gleichzeitig noch ein Sparfuchs! Und noch ein Vorteil: Du musst nicht kochen können, weil du meist schon fertige Gerichte oder Produkte bekommst. 😋 Allerdings ist das Angebot momentan nur in größeren Städten richtig geil. In kleineren Städten machen leider noch nicht so viele Bäckereien oder Gaststätten mit.

2️⃣ Keine Panik vor dem MHD!

„Mindestens haltbar bis …“ heißt nicht, dass das Lebensmittel ein Tag danach giftig ist. Oft kann man das Mindesthaltbarkeitsdatum lockerer sehen. Wenn Produkte abgelaufen sind, solltest du aber immer checken, ob noch alles normal aussieht und riecht. Hier hast du eine Übersicht, wie lange du das Datum überschreiten kannst:

So lange halten Lebensmittel über das MHD hinaus (Foto: DASDING)

3️⃣ Öfter in den Kühlschrank schauen & Wochenplan erstellen:

Wenn du Langeweile hast, nimm dir 'ne Minute und schau einfach mal in deinen Kühlschrank! (Jaaa, auch in die hintersten Ecken, wo schon seit Wochen geöffnete Dosen rumstehen!😅)

Am besten schreibst du auf, was demnächst raus muss, so bekommst du einen Überblick und kannst dir vielleicht schon mal überlegen, was du aus den Zutaten zaubern könntest. Für die richtigen Haushalts-Pros: In einem Wochenplan ergänzen, wann welches Gericht auf den Tisch kommen soll. So kannst du super planen und einkaufen.

Wochenplan schreiben (Foto: DASDING)

4️⃣ Reste verwerten per App

Du hast keine Ahnung, was du mit den übriggebliebenen Karotten, Speckwürfeln oder älteren Erdbeeren machen sollst? Fast alle Koch-Apps bieten eine Zutatensuche an, bei der du einfach nur deine Zutaten in das Suchfeld eingeben kannst und Rezeptvorschläge bekommst. „Zu gut für die Tonne“ ist eine App, die extra gegen Lebensmittelverschwendung entwickelt wurde. Dort kannst du dir aus deinen Resten Gerichte zusammenklicken. Allerdings gibt es nicht ganz so viele Rezepte ("nur" 700) und oft braucht man noch mehr Zutaten, die man nicht zu Hause hat. Zur Inspiration ist die App aber top!

🍎🥝 🍌 Obst mit braunen Stellen kannst du auch immer super zu einem leckeren Smoothie verarbeiten!

5️⃣ Everybody freeze!

Wusstest du, dass du so gut wie alles einfrieren kannst? Brot, Würstchen oder Soßenreste kannst du zum Beispiel einfach in das Gefrierfach schmeißen! So hast du immer was auf Vorrat da, wenn du mal keine Zeit zum Kochen hast. Eingefrorenes Obst kannst du zu einem richtig leckeren und sogar gesunden Eis pürieren. Auch Reis kann man einfrieren: Abgekocht und in kleinen Portionen in das Gefrierfach legen und zack, hast du immer die perfekte Menge für ein Gericht parat!

6️⃣ Einkaufsliste schreiben

Wenn du dir aufschreibst, was du kaufen willst und im Idealfall davor schon in den Kühlschrank geschaut und einen Wochenplan geschrieben hast, bist du perfekt vorbereitet! Dann ist das Risiko nicht so groß, dass du irgendwas Unnötiges kaufst, das zu Hause dann nur vor sich hin schimmelt.

Zu faul zum Schreiben? Hol‘ dir die App „Bring!“ und klick‘ dir die Liste schnell zusammen! Spartipp für alle Studenten: In der App findest du auch alle aktuellen Angebotshefte und kannst auf Schnäppchenjagd gehen.

Auch mit der App „Out of Milk“ kannst du super easy deine Einkaufsliste erstellen – oder gleich für die ganze WG. Listen können hier geteilt werden und jeder kann eintragen, was gerade fehlt – mega praktisch! Und so organisiert ist sonst garantiert keine WG! 😎 

Außerdem ist es besser, öfter einkaufen zu gehen und dafür nicht zu viel zu kaufen. Gemüse oder Obst wird dann auch nicht so schnell schlecht.

7️⃣ Richtig lagern

Ganz wichtig ist auch, wie du dein Essen lagerst. Nicht alles hält sich im Kühlschrank länger, vieles verdirbt darin sogar noch schneller. Das sollte NICHT in den Kühlschrank:

  • Tomaten
  • Karotten
  • Brot
  • Kartoffeln
  • Zwiebeln & Knoblauch
  • Avocados
  • Bananen
  • Zitronen
  • Honig

8️⃣Teilen mit Foodsharing

Wir teilen alles, warum nicht auch Lebensmittel? Bei Foodsharing kannst du eintragen, wenn du Lebensmittel übrig hast und sie anderen Menschen anbieten. Auf einer Karte sieht man dann, wo welche Lebensmittel „gerettet“ werden können.

In fast allen größeren Städten gibt es mittlerweile auch sogenannte „Fairteiler“. Das sind Schränke und Regale an öffentlich zugänglichen Plätzen, wo du gerettete Lebensmittel auch abgeben oder mitnehmen kannst.

Du kannst aber auch einfach deinen Nachbar fragen, ob er deine übrigen Lebensmittel verbrauchen kann, wenn du wegfährst oder zu viel eingekauft hast. So bereitest du deinen Mitmenschen noch eine kleine Freude! 😊

Weniger Food-Waste, mehr Umweltliebe!

Für die Umwelt ist unser verschwenderisches Verhalten ganz und gar nicht gut: Energie, Wasser, etliche Rohstoffe – bis Lebensmittel hergestellt sind, werden mega viele Ressourcen gebraucht. Mit den Tipps können wir jetzt aber easy jeden Tag zu Lebensmittel-Rettern werden. 😍