WG-Mitbewohner beim Einzug mit vielen Kisten (Foto: Imago, imago images / Westend61)

Lifestyle Lifestyle Darauf solltest du achten, wenn du einen Mietvertrag für eine WG unterschreibst

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Mietverträge für WGs können kompliziert sein – und sich maßgeblich unterscheiden. Wir fassen deshalb für dich zusammen, worauf du achten solltest, wenn du einen Mietvertrag für eine WG unterschreibst.

Ganz egal, ob du mit Freunden selbst eine WG gründen willst oder nur in ein WG-Zimmer ziehst – du solltest deine Rechte als Mieter kennen. Wir erklären, worauf du achten solltest.

💡 WG ist nicht gleich WG 💡

Nicht jeder WG-Mietvertrag ist gleich. Heißt: Was bei Freunden gilt, gilt bei deiner WG vielleicht nicht. Dabei hat jede Konstellation ihre Vor- und Nachteile. Wir fassen die drei gängigsten zusammen:

1️⃣ Alle Mitbewohner sind Hauptmieter: Bei dieser Art von Mietvertrag sind alle Mitbewohner Hauptmieter und damit gleichberechtigt. Das heißt: Jeder Mitbewohner unterschreibt auf dem gleichen Mietvertrag mit dem Vermieter.

➡️ Fazit: Dieser Mietvertrag ist etwas für Mitbewohner, die sich gegenseitig vertrauen und für einige Zeit planen in der Wohnung zu bleiben. Für Auszubildende oder Studenten, die erstmal ein bisschen rumprobieren wollen ist dieser Vertrag risikoreich, da sie nicht so einfach aus der WG rauskommen.

2️⃣Ein Hauptmieter und mehrere Untermieter: Hier schließt ein Mitbewohner alleine einen Mietvertrag mit dem Vermieter ab und ist sogenannter Hauptmieter. Der Hauptmieter vermietet dann einzelne Zimmer an die übrigen Mitbewohner unter und schließt mit ihnen Untermietverträge. Sie sind sogenannte Untermieter.

➡️ Fazit: Dieser Mietvertrag macht Sinn, wenn einer der Mitbewohner, nämlich der Hauptmieter, finanziell abgesichert ist und die Wohnung irgendwann einmal alleine bewohnen möchte. Für die Untermieter sind die Regelungen super, wenn sie sich mit ihrem Studium oder ihrer Ausbildung noch nicht ganz sicher sind: Sie kommen schnell aus der WG raus.

3️⃣ Der Vermieter schließt mit jedem Mitbewohner einen einzelnen Vertrag

Der Vermieter schließt bei dieser Konstellation mit jedem Mitbewohner einen separaten Mietvertrag. Es gibt also (beispielsweise) drei einzelne Mietverträge jeweils zwischen dem Vermieter und jedem einzelnen Mitbewohner.

➡️ Fazit: Diese Vertragsgestaltung bietet sich an, wenn die Mitbewohner planen, die Wohnung unterschiedlich lange zu mieten und sich noch nicht so gut kennen. Perfekt wird diese Gestaltung dann, wenn der Vermieter den Mitbewohnern freie Hand bei der Auswahl der neuen Mitbewohner lässt.

Du siehst also, es lohnt sich vor dem Einzug mal einen Blick in den Mietvertrag zu werfen, damit du dir eine böse Überraschung ersparst.