Gianni Infantino (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Christian Charisius/dpa)

Lifestyle Meinung Gianni Infantino zum FIFA-Präsident wiedergewählt: Eine lächerliche Wahl

Die FIFA hat ihren neuen, alten Präsidenten gewählt: Gianni Infantino. Dabei war seine Wiederwahl bereits lange davor schon klar. Für DASDING Redakteur Flo absolut lächerlich.

Schon die Formulierung ist falsch. "Die FIFA wählt einen neuen Präsidenten." Zum Wesen einer Wahl gehört es, dass es mehrere Kandidaten gibt, die sich bewerben und dann anonym abgestimmt wird, wer gewinnt.

Bei der FIFA gibt's nur EINEN Kandidaten. Gianni Infantino, den amtierenden Präsidenten. Der wird heute offiziell im Amt bestätigt, wenn heute bei der FIFA-Vollversammlung alle Funktionäre brav applaudieren. Das gibt's sonst nur beim Poetry Slam, aber so steht’s tatsächlich offiziell in den FIFA-Statuten. Aber das ist nicht der einzige Punkt, an dem's in der FIFA zugeht, wie in 'ner Bananenrepublik.

"Für das Spiel. Für die Welt." Das ist das offizielle Motto der FIFA. Eigentlich müsste es heißen: "Für das Spiel. Für das Geld." Der FIFA geht es nicht um den Fußball oder die Fans oder die Sportlerinnen und Sportler. Sondern einfach nur darum, maximal viel Geld zu verdienen.

Beispiele, an denen man das sehen kann, gibt's genug:

Die WM-Vergabe an einen Unrechtsstaat wie Katar, dem Menschenrechte völlig egal sind. Oder die Aufblähung der WM auf insgesamt 48 Teams! Das führt zu Kracherspielen wie Honduras gegen Angola - aber der FIFA ist das wurscht. Mehr Mannschaften heißt mehr Geld.

Und nicht zuletzt schlicht die Tatsache, dass alle Menschen, die in den letzten Jahren an den korrupten Geschäftspraktiken der FIFA was ändern wollten, nach und nach alle entfernt wurden. Unter anderem durch Gianni Infantino persönlich.

Da ist es eigentlich kaum überraschend, dass dieser Laden seinen Präsidenten per kollektivem Applaus wählt.