Streaming (Foto: Unsplash/ @ freestocks)

Lifestyle Filme & Serien Disney+ gegen alle: Der Streaming-Krieg hat begonnen

Mit Disney+ will der mächtige Konzern Ende des Jahres Netflix und Co. angreifen. Jetzt hat Disney die Abo-Preise und ihr Angebot vorgestellt. Doch die Konkurrenz ist vorbereitet.

Am 12. November ist es soweit: Disney+ startet und wird den jetzt schon gigantischen Streaming-Markt wahrscheinlich gravierend verändern. Wie der mächtige Konzern Netflix, Amazon und Co. Konkurrenz machen will und was das für uns Konsumenten bedeutet, checkst du hier.

Die Hintergründe

Mit Netflix und Co. hat Disney gerade im Streaming-Bereich massiv Konkurrenz bekommen, die die Kinolandschaft enorm verändern könnte. Viele Regisseure schwärmen von der Zusammenarbeit und den Freiheiten bei Netflix und produzieren nicht mehr fürs Kino. Darauf musste Disney reagieren, um nicht den Anschluss zu verpassen. Mit Disney+ wollen sie jetzt die etablierten Anbieter angreifen.

Star Wars, Fox und Marvel: Die Filme bei Disney+

Disney will vor allem mit seinem eigenen Film-Angebot punkten. Und das ist wirklich krass: Immerhin können sie auf eine unfassbare Film-Bibliothek zurückgreifen. Neben klassichen Eigenproduktionen wie "König der Löwen" oder "Mulan", gehören seit der Übernahme von Pixar auch Filme wie "Toy Story" oder "Coco" zu ihrem Angebot. Auch das "Star Wars"-Franchise ist Teil von Disney. Doch es wird noch krasser...

Erst vor kurzem hat der Konzern Teile der amerikanischen Produktionsgesellschaft 20th Century Fox gekauft. Durch die Übernahme von Fox kann Disney+ jetzt exklusiv alle Star-Wars-Filme, das ganze Marvel-Franchise, sowie die Simpsons und Co. zeigen. Und das wirkt sich auch massiv auf das Angebot der Konkurrenz auf.

Schon seit längerem verschwinden immer häufiger Disney-Inhalte auf Netflix und Co. Und in Zukunft werden dann auch wahrscheinlich keine Disney-Filme mehr bei der Konkurrenz laufen.

Auch preislich sagen sie Netflix und Co. den Kampf an: Monatlich soll ein Abo bei Disney+ nur 6,20 Euro kosten, auch ein Jahres-Abo ist möglich. Das würde dann 62 Euro kosten. Im Vergleich: Netflix verlangt für die günstigste Variante 7,99 Euro. Amazon Prime kostet im Jahr knapp 69 Euro.

Wie reagiert Netflix und Co.?

Netflix hat die Bewegungen im Streaming-Markt schon vorhergesehen und ist vorbereitet: Mit den vielen Originals sind sie auf dem Markt längst etabliert und werden wahrscheinlich aufgrund ihres Serien-Angebots so schnell nicht von der Spitze verdrängt. Auch Amazon setzt all seine Kraft in Eigenproduktionen. Der Fokus liegt dabei auf der Mega-Serie "Herr der Ringe", die sie insgesamt wahrscheinlich knapp 500 (!) Millionen Euro kosten wird.

Sky setzt dagegen vor allem auf die Kooperation mit HBO, die "Game of Thrones" oder auch "True Detective" produziert haben. Außerdem wurde im vergangenen Jahr eine Kooperation zwischen Sky und Netflix verkündet. Wer ein Sky-Abo besitzt, hat mit einem Zusatz-Abo die Möglichkeit, Zugriff zu allen Netflix-Inhalten zu bekommen.

Die Zukunft des Streamings

Der Streaming-Krieg hat wahrscheinlich erst begonnen. Neben Netflix, Amazon Prime, Sky, und Disney+ steigt Ende des Jahres auch noch Apple+ in das Streaming-Geschäft ein und hat schon Steven Spielberg und Aquaman-Star Jason Momoa exklusiv für Inhalte engagiert. Für uns Konsumenten heißt das ganz konkret: Wer alles sehen will, muss wahrscheinlich viel zahlen. Zwar kosten die einzelnen Streaming-Abos nicht viel, aber in der Summe sind die monatlichen Kosten dann doch hoch.

Wenn jemand wirklich alles sehen will, dann muss er mehrere Streaming-Dienste zahlen. Und da jetzt alle großen Studios ihr eigenes Ding machen, wird das Angebot der einzelnen Dienste eher geschmälert.

Daniel Herbig, IT-Redakteur

Und das ist wahrscheinlich nur der Anfang. Andere Filmstudios wie Warner Bros. haben schon angekündigt, dass auch sie eigene Streaming-Plattformen aufbauen wollen. Das heißt: Die Produktionen von Warner Bros. wie "Rick und Morty", "Friends" und "ES" wird es exklusiv auf deren Plattform geben... Und wer darauf keinen Bock hat: Der geht halt einfach wieder ins Kino. 🤷‍♂️