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Am 9. Februar, wurden in Hollywood die Oscars verliehen. Die Gewinner und welche Regeln hinter der Oscar-Verleihung stecken, gibt es hier.

Das sind die Gewinner der Oscars 2020:

Bester Film:Parasite
Bester Hauptdarsteller:Joaquin Phoenix, Joker
Beste Hauptdarstellerin:Renee Zellweger, Judy
Bester Nebendarsteller:Brad Pitt, Once Upon a Time...In Hollywood
Beste Nebendarstellerin:Laura Derm, Marriage Story
Bester internationaler Film:Parasite
Beste Regie:Parasite, Bong Joon Ho
Bestes Originaldrehbuch:Parasite
Bestes adaptiertes Drehbuch:Jojo Rabbit
Beste Kamera:1917
Bestes Szenebild:Once Upon a Time...In Hollywood
Bestes Kostümdesign:Little Women
Beste Filmmusik:Joker
Bester Filmsong:"Love Me Again" aus Rocketman (Musik von Elton John, Text von Bernie Taupin)

Billie Eilish singt Yesterday bei den Oscars 2020

Emotional wurde es bei den Oscars, als Sängerin Billie Eilish in Ehren der vielen verstorbenen Filmschaffenden eine Cover-Version des Songs "Yesterday" performte:

Und plötzlich stand Eminem auf der Bühne...

Neben "Parasites" Oscar-Sieg war vor allem der Überraschungs-Auftritt der Rap-Legende Eminem einer der Höhepunkte. 18 Jahre nach seinem Oscar-Gewinn für den besten Soundtrack im Film "8 Mile" rappte er live "Lose Yourself". Auf Twitter postete er dazu:

Look, if you had another shot, another opportunity... Thanks for having me @TheAcademy. Sorry it took me 18 years to get here. https://t.co/CmSw2hmcZo

So klang der Oscar-Auftritt:

Wer war Favorit für die Oscar-Gewinner 2020?

Als wichtigste Kategorie gilt - neben "Bester Hauptdarsteller" und "Beste Hauptdarstellerin" - die Kategorie "Bester Film". Die Favoriten für den besten Film waren dieses Jahr vor allem "Joker", das One-Take-Kriegsdrama "1917" oder Quentin Tarantinos "Once Upon a Time in Hollywood".

Die größte Überraschung wurde aber der südkoreanische Film "Parasite", der für insgesamt sechs Oscars nominiert wurde - inklusive für den besten Film. Als fremdsprachiger Film ist das eine außergewöhnliche Leistung, denn normalerweise werden in dieser Kategorie nur Filme in amerikanischer/englischer Sprache gelistet.

Warum heißen die Oscars eigentlich Oscars?

Erstmal der wichtigste Fact vorab: Die Preisverleihung heißt offiziell gar nicht "Oscars", sondern "Academy Award of Merit". Gerüchten zufolge hat damals die Vorstadtssekretärin beim Anblick der Statue gesagt: "Der sieht ja aus wie mein Onkel Oscar!" Immer noch besser als der sperrige Titel "Academy Award of Merit", oder? 😂

So, jetzt aber zum Wesentlichen.

Welche Regeln muss ein Film einhalten, um für einen Oscar nominiert zu werden?

Damit ein Film für einen Oscar nominiert werden kann, muss er mindestens 40 Minuten lang sein UND im Vorjahr in einem Kino im Umkreis von L.A. (Hollywood) gezeigt worden sein. Und das mindestens für eine Woche.

In den letzten Jahren gab es deswegen immer wieder Streit zwischen den großen Hollywood-Firmen und Netflix, die sich bei den Oscars vernachlässigt fühlen. Problem: Netflix haut seine Originals immer direkt auf ihrer Streaming-Plattform raus und damit entsprechen die Filme nicht den Oscar-Regeln.

Aber: Netflix umgeht das Ganze, indem sie einzelne Filme nur ganz kurz in die Kinos in L.A. bringen. Dadurch konnten dieses Jahr auch die Netflix-Filme "The Irishman", "Marriage Story" oder "Two Popes" nominiert werden. Amazon Studios bringt die Filmen an denen sie die Rechte haben, wie "The Report" mit Adam Driver, ganz regulär und für längere Zeit in die Kinos.

Aber wer stimmt eigentlich bei den Oscars ab?

Über 9.000 Menschen bilden die Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Die besteht vor allem aus ehemaligen Preisträgern, die in diesen exklusiven "Club" eingeladen werden: Regisseure und Regisseurinnen, Kameramänner und -frauen und Schauspieler und Schauspielerinnen. Auch aus Deutschland stammen einige Academy-Mitglieder: Zum Beispiel Daniel Brühl oder der Regisseur Fatih Akin.

Die Academy steht aber schon länger in der Kritik, da sie zu großen Teilen aus weißen und männlichen Mitgliedern besteht. In den letzten Jahren wurde daher verstärkt auf mehr Diversität bei der Auswahl der Mitglieder geachtet.

Jedes Mitglied darf bis zu fünf Nominierungen abgeben. Und zwar jeder nur für die Kategorie, in der er auch arbeitet. Also ein Regisseur nominiert nur in der Kategorie "Beste Regie" oder Schauspieler andere Schauspieler. Außer bei der Kategorie "Bester Film": Da darf jeder abstimmen. Problem: 2015 kam raus, dass über fünf Prozent der Mitglieder nicht alle Filme der Kategorie "Bester Film" gesehen haben. 😱 Das hat Hollywood Reporter berichtet. Ob alle Mitglieder überhaupt alle Filme gesehen haben, wird demnach nicht kontrolliert.

Wer moderierte bei den Oscars 2020?

Keiner. Und das zum zweiten Mal in Folge. Nachdem 2019 der ursprüngliche Moderator Kevin Hart aufgrund von fragwürdigen Tweets wieder abgesetzt wurde, lief die Show ohne festen Moderator. Und das kam beim Publikum gut an. Deshalb wurde wohl auch dieses Jahr auf den Moderator verzichtet.

Und hier noch ein paar witzige Oscar-Fun Facts für die nächste Party:

👉 Die Oscar-Statue ist gar nicht so leicht, wie sie aussieht. Sie wiegt fast vier Kilo! 😳

👉 "Ben Hur", "Titanic" und "Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs" haben alle jeweils elf Oscars abgeräumt, die meisten ever!

👉 Bei den Oscars 2017 wurde fälschlicherweise "La La Land" als bester Film ausgerufen - erst kurz danach wurde der Fehler korrigiert und der Oscar den Machern von "Moonlight" überreicht.

👉 Die längste Dankesrede gab es bei den Oscars 1943 und ging fünf Minuten und 30 Sekunden. Die kürzeste Rede hielt dagegen Patty Duke 1962. Sie sagte lediglich "Thank you!"