Greta Thunberg, Malala Yousafzai, Emma González (Foto: Imago, Agencia EFE/ZUMA Press)

Lifestyle Vorbilder Diese jungen Frauen engagieren sich mehr als die meisten Erwachsenen

Egal wie alt du bist und woher du kommst, du kannst immer etwas in der Welt bewegen. Kaum jemand zeigt das so gut wie Greta Thunberg, Malala Yousafzai, Emma González und Divina Maloum.

Diese Mädchen sind eigentlich noch Kinder und zeigen uns, was man alles erreichen kann, wenn man dahinter steht!

👉 Greta Thunberg

Greta Thunberg ist das Gesicht aller jungen Europäer, die sich für das Klima einsetzen! Denn sie demonstriert seit Sommer 2018 jeden Freitag für mehr Klimaschutz. Mittlerweile nimmt sie sogar an internationalen bedeutsamen Veranstaltungen wie dem UN-Klimagipfel teil. Dort hat sie im September eine bewegende Rede gehalten:

„Wie könnt ihr es wagen?“ - Mit Tränen in den Augen hat Greta Thunberg in einer wütenden Rede Politikern aus aller Welt eklatantes Versagen beim Klimaschutz vorgeworfen. UN-Generalsekretär António Guterres hatte Thunberg bereits in seiner Eröffnungsrede des UN-Klimagipfels in New York Recht gegeben. Die jungen Klimaaktivisten hätten Recht, wenn sie „sofortiges Handeln“ verlangten, sagte Guterres. Die ältere Generation habe bislang bei der Aufgabe versagt, das Klima zu schützen. Bei dem eintägigen Gipfel, an dem rund 60 Staats- und Regierungschefs teilnehmen, sollen Regierungsvertreter ihre Klimaschutzprogramme vorstellen. Guterres will durch den Gipfel erreichen, dass die Weltgemeinschaft mit verschärftem Nachdruck darauf hinarbeitet, die im Pariser Klimaschutzabkommen vereinbarten Ziele zur Reduktion des Kohlendioxidausstoßes zu erreichen. #Greta #FridaysForFuture #ClimateActionSummit #NYC #NewYork #tagesschau

Greta ist sich bewusst, dass sie durch ihre Reden nicht unbedingt von Politikern besser gehört wird. Deswegen hat sie ihre Ansprache wohl auch mit den Worten beendet: "Wir sind hierher gekommen, um euch wissen zu lassen, dass die Veränderung kommt, ob es euch gefällt oder nicht. Die echte Macht liegt bei den Menschen. Danke."

Unter #FridaysforFuture postet die Klimaaktivistin Greta Bilder von den Protesten auf Social Media. Schüler, Eltern, Lehrer und auch einige Politiker unterstützen Greta Thunberg. Mittlerweile gibt es auch in Deutschland in mehreren Städten Freitags Schülerproteste für mehr Klimawandel. Die Aktionen sind umstritten, weil Schüler damit unentschuldigte Fehltage riskieren.

Heute haben über 400 Schüler und einige Studierende in Tübingen für einen besseren Klimaschutz demonstriert. Fridays for Future Tübingen

Martin Sonneborn, Mitglied des europäischen Parlaments, hat den Schülerinnen und Schülern deshalb eine Entschuldigung geschrieben, die sie immer vorzeigen können:

Martin Sonneborn, Mitglied des Europäischen Parlaments, hat den für den Klimaschutz demonstrierenden Schülerinnen und Schülern eine Entschuldigung geschrieben. #Sonneborn #DiePartei #Klimaschutz #tagesschau

Greta Thunberg hat den alternativen Friedensnobelpreis erhalten

Mit ihren 16 Jahren wurde sie in Schweden bereits zur wichtigsten Frau des Jahres 2019 gewählt. Neben weiteren Auszeichnungen bekam sie im September außerdem den alternativen Friedensnobelpreis. Schon im Oktober folgt die nächste Auszeichnung: Greta hat gemeinsam mit der Kamerunerin Divina Maloum den Kinder-Friedenspreis verliehen bekommen. Sie könnte jetzt auch noch den internationalen Friedensnobelpreis abstauben.

👉 Malala Yousafzai

I started blogging at age 11. It was a way for me to share my challenges, my dreams, my world - and a way to let others know what girls in my community were facing. Today I want to help girls like me share their stories. Please subscribe to Assembly - a for girls, by girls platform - to meet a new generation of young leaders. Link in my bio.

Malala setzt sich für die Bildung von Mädchen in Pakistan ein. Das ist ziemlich gefährlich, denn Mädchen und Frauen haben dort nur wenige Rechte. Deswegen versuchten Terroristen sogar Malala zu töten.

An ihrem 16. Geburtstag, etwa ein Jahr nach dem Angriff auf Malala, hat sie vor allem wegen ihrer Rede vor den Vereinten Nationen für Aufsehen gesorgt:

Am 9. Oktober 2012 haben die Taliban auf mich geschossen und meine linke Stirn getroffen. Auch auf meine Freunde haben sie geschossen. Sie haben gedacht, dass die Kugeln uns zum Schweigen bringen würden, aber sie sind gescheitert. Denn aus der Stille kamen tausende Stimmen.

Malala Yousafzai

Kurz nach der Rede, im Oktober 2013, bekam Malala übrigens den internationalen Friedenspreis. Denn Malala ist es wichtig, sich nicht persönlich zu rächen. Malala wolle lediglich ihre Meinung zum Recht auf Bildung auszudrücken: "Ich wünsche mir Bildung für die Söhne und Töchter der Taliban und aller Terroristen und Extremisten."

👉 Emma González

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Die amerikanische Schülerin hat Schlimmes erlebt. Im Februar 2018 hatte sie das Schulmassaker in Florida überlebt. Sie kämpft seit dem gegen die Waffenlobby. Für eine klare Botschaft braucht sie kaum Worte. Bei der Demo "March for Our Lives" stand sie über sechs Minuten schweigend auf der Bühne. Sechs Minuten und zwanzig Sekunden um genau zu sein: So lange, wie auch die Schüsse beim Massaker gingen. Am Ende sagte sie nur:

Kämpft für euer Leben, bevor es andere machen müssen.

Emma González beim "March for Our Lives"

Emma kämpft immer wieder gegen den Einfluss der Waffenlobby auf die Politik. Beim "March for Our Lives" schloss sie sich der Protestbewegung an, die sich für wirksame Maßnahmen zur Kontrolle von Schusswaffen in privaten Händen einsetzt.

Diese Mädchen beweisen: Engagement hat kein Alter, keine Hautfarbe und kein Geschlecht!

👉 Divina Maloum

Divina ist gerade mal 14 Jahre alt, setzt sich aber schon erfolgreich für die Rechte von Kindern in Kamerun ein. Dort gibt es seit 2014 viele Terroranschläge, die Opfer sind oft Kinder. Divina hat deshalb eine Organisation namens "Children for Peace" oder kurz "C4P" gegründet, um Kinder vor dem Eintritt in bewaffnete Gruppen zu warnen.

"Den Einfluss, den Greta und Divina auf die Zukunft so vieler Kinder haben, ist unverkennbar. Sie sind die rechtmäßigen Gewinner des Internationalen Kinder-Friedenspreises 2019"

Marc Dullaert, Gründer von KidsRights

Über 100 Kinder aus allen zehn Regionen Kameruns umfasst Divinas Netzwerk mittlerweile. Zu ihren Aktivitäten gehört die Etablierung eines Kinder-Friedenslagers und mehrerer Friedensclubs in Moscheen. Zusätzlich hat sie zusammen mit anderen Kindern eine Erklärung gegen gewalttätigen Extremismus verfasst.

Der internationale Kinder-Friedenspreis

Der Preis wird jedes Jahr von der internationalen Kinderrechtsorganisation KidsRights verliehen. Dieses Jahr gab es 137 Bewerber aus 56 Ländern, der Preis an sich feiert mittlerweile sein 15 jähriges Jubiläum. Am 20. November (Weltkindertag) wird der Preis in Den Haag verliehen.