Matthias Opdenhövel verrät das Geheimnis hinter der Sportschau

Die Sportschau am Samstag gehört für viele genauso zum Wochenende, wie Matthias Opdenhövel zur Sendung. In einem exklusiven Interview hat er uns jetzt verraten, wie seine Vorbereitung eigentlich genau aussieht und wie sein Tag vor der Sendung abläuft.

Er hat unendlich viele Sendungen mit Stefan Raab moderiert. Er war für "Das Erste" bei der Fußball Weltmeisterschaft in Brasilien, bei der EM in Frankreich aber auch Moderator bei der US-Wahlnacht 2016. Matthias Opdenhövel hat gefühlt jedes große TV-Ereignis schon mal vor der Kamera erlebt und wurde dafür auch schon als "bester Sportmoderator 2015" ausgezeichnet.

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50 Mann für eine Sendung - "Die Vorbereitung fängt am Dienstag an"

Für viele Fans ist Opdenhövel vor allem fester Bestandteil der Sportschau. Egal ob bei großen Turnieren oder einfach am Samstagabend zur Bundesliga-Berichterstattung. "Wenn samstags Sendung ist, dann fängt meine Vorbereitung schon am Dienstag an", erklärt der 46-Jährige im Interview seinen Wochenablauf. "Ich bespreche dann mit meinen Teams schon die Themen für die Sendung. Aber natürlich recherchiert man die ganze Woche in Zeitungen und online."

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"So richtig zur Sache geht es dann ab Freitag. Da schreibe ich dann meine Texte. Da werden dann auch die einzelnen Kommentatoren der Spiele informiert, wie ich sie anmoderiere", so Opdenhövel über die genauen Schritte vor der Sendung. "Samstags treffen wir uns dann schon um 11 Uhr zu einer großen Besprechung. Da sind wir dann ungefähr 50 Leute inklusive aller Techniker und Redakteure. Ich spreche vor der Sendung auch nochmal mit den Reportern in den Stadien, die mir dann von vor Ort sagen können, ob es etwas Neues gibt und ich meine Moderation nochmal ändern muss."

Rudel-Gucken bei der Sportschau - "Da fiebern wir dann ganz normal mit"

Das "Schlaraffenland für jeden Fußballfan", wie es Opdenhövel selbst nennt, findet dann ab 15:30 Uhr im Studio in Köln statt. "Wir sitzen vor einer riesigen Wand aus Fernsehern, auf denen alle Spiele zu sehen sind. In der Mitte läuft dann die Konferenz und wir können so parallel alle Spiele verfolgen und fiebern dann natürlich auch mit. Wir sehen dann direkt, ob wir unsere Moderationen nochmal anpassen müssen."

Das wichtigste an der Sportschau am Samstagabend: "Der Zuschauer weiß von nichts - das ist der rote Faden der Sendung. Nur so ist es möglich, dass sowohl Fußballfans, die sich die Überraschung für die Sportschau am Abend aufheben wollen genauso unterhalten werden wie diejenigen, die die Ergebnisse schon gelesen haben." So fasst Opdenhövel auch das Erfolgsrezept der Sendung am Wochenende zusammen.

Das komplette Interview mit Matthias Opdenhövel zum Nachhören:


Stand: 17.05.2017 Autor: Marcel Hildmann