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Nach der Konferenz der Bundesregierung zusammen mit den Ministerpräsidenten der Länder sollen die Corona-Regeln in ganz Deutschland einheitlicher werden.

Ob strengere Kontrollen der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen oder die Abschaffung der Pflichttests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten: Wir haben zusammengefasst, was du in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg jetzt wissen solltest.

Bevor wir ins Detail gehen, vorab eine wichtige Info: Was gilt in allen Ländern im Moment allgemein?

Diese Themen findest du im Artikel:

Wie viele Menschen darf ich in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz treffen?

Strengere Kontrollen der Maskenpflicht und Warnung vor falschen Masken-Attesten

Corona-Testpflicht für Urlauber aus Risikogebieten

Sport in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

Wann gibt es wieder Festivals, Konzerte und Veranstaltungen?

Das gilt in Zoos, Museen, Freizeitparks, Schwimmbädern und Badeseen

Wie viele Menschen darf ich in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz treffen?

In Baden-Württemberg dürfen bis zu 20 Personen zusammenkommen, egal aus wie vielen Haushalten sie stammen. Wenn die Leute miteinander verwandt sind oder im gleichen Haushalt leben, dürfen es auch mehr Personen sein.

In Rheinland-Pfalz dürfen sich bis zu zehn Personen oder zwei Haushalte im öffentlichen Raum treffen.

Im öffentlichen Raum muss weiterhin zu anderen Menschen ein Abstand von mindestens 1,50m eingehalten werden.

Neuer Drei-Stufen-Plan in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg soll jetzt ein dreistufiges Alarm-System eingeführt werden, um so eine zweite Corona-Welle zu verhindern. Die jeweiligen Stufen hängen dabei von der aktuellen Zahl der Neuinfektionen ab.

Stufe 1: Stabile Phase
Hier befinden wir uns momentan. In dieser Phase gibt es nur wenige Einschränkungen, das Ausbruchsgeschehen ist lokal abgrenzbar und die Infektionsketten sind nachvollziehbar. In dem Fall liegen die Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner bei unter zehn.

Stufe 2: Anstiegsphase
Falls es in den letzten sieben Tagen mehr als zehn Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gab, dann tritt Stufe 2 in Kraft. Die beinhaltet strengere Kontrollen der schon geltenden Regeln und verstärkte Appelle an die Bevölkerung.

Stufe 3: Kritische Phase
Diese Stufe tritt in Kraft, wenn im landesweiten Durchschnitt innerhalb von sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet werden. Dann können weitere Maßnahmen getroffen werden. Zum Beispiel:

  • Das Tragen von Masken im Unterricht.
  • Menschen dürfen nur in den Außenbereichen der Gastronomie sitzen und essen
  • Die Kundenzahlen in Geschäften werden begrenzt.
  • Dann sind auch lokale Lockdowns möglich.

Strengere Kontrollen der Maskenpflicht und Warnung vor falschen Masken-Attesten

Seit dem 13. August kontrolliert die Polizei in Baden-Württemberg, ob sich in Bussen und Bahnen alle an die Maskenpflicht halten. Laut dem Innenminister Thomas Strobl liegt das an den steigenden Corona-Zahlen in den letzten Wochen. Wer keine Maske trägt, muss mit hohen Bußgeldern rechnen: Laut der Deutschen Presse-Agentur wurden die Bußgelder auf mindestens 100 Euro angehoben. Die Obergrenze liegt weiterhin bei 250 Euro.

Auch Rheinland-Pfalz will die Bußgelder bei Maskenverstößen erhöhen: Laut Ministerpräsidentin Malu Dreyer müssen Personen, die den Mund-Nasen-Schutz falsch oder gar nicht tragen, zukünftig 50 Euro (statt bisher zehn) bezahlen.

Bei Menschen, die sich rücksichtslos verhalten und andere gefährden, sind wir klar und konsequent.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer

Außerdem weist die Bundespolizei darauf hin, dass ein selbst ausgedrucktes Online-Attest nicht von der Maskenpflicht befreit. In letzter Zeit seien Polizeibeamten bei Kontrollen mehrfach Schreiben vorgelegt worden, die als Attest gelten sollten. Ermittlungen hätten aber ergeben, dass das Schreiben einfach als Blanko-Formular von der Internetseite eines Arztes heruntergeladen wurde. User hätten lediglich Name und Adresse eingetragen - ohne vorherige Untersuchung.

Die Bundespolizei hat deshalb erklärt, dass man sich mit dem Gebrauch unrichtiger Gesundheitszeugnisse strafbar mache und zusätzlich gegen die Coronaschutzverordnung verstoße.

In Rheinland-Pfalz dürfen seit dem 16. September mehr Menschen in Läden einkaufen: Fünf Quadratmeter Verkaufsfläche pro Person gilt ab jetzt. Das bedeutet: Doppelt so viele Menschen wie bisher.

Corona-Testpflicht für Urlauber aus Risikogebieten

Wer aus einem Risikogebiet kommt und nach Rheinland-Pfalz einreist, muss sich unverzüglich beim zuständigen Gesundheitsamt melden und innerhalb von 72 Stunden testen lassen. Wer positiv getestet wird, muss 14 Tage in häusliche Quarantäne. Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten können sich freiwillig testen lassen.

Bis zum 15. September war das kostenlos.

Auch in Baden-Württemberg gilt seit dem 8. August eine Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Ein freiwilliger Test ist auch hier möglich.

Eine Übersicht über aktuelle Risikogebiete gibt es zum Beispiel auf der Seite des Robert Koch-Instituts.

Corona-Regeln beim Sport

Rheinland-Pfalz: Training mit bis zu 30 Personen wieder erlaubt

Bis zu 30 Menschen dürfen wieder zusammen trainieren und Wettkämpfe austragen. Handball- Fußball- und Volleyball-Teams können jetzt also wieder trainieren. Neu ist aber auch, dass jetzt die Kontaktdaten der Sportlerinnen und Sportler erfasst werden müssen.

Alle Sportarten, bei denen die Abstandsregeln eingehalten werden können, sind sowieso erlaubt.

Corona: Wie sieht es mit Sport in Baden-Württemberg aus?

In Baden-Württemberg darf seit dem 2. Juni jede Sportart, bei der die Abstandsregeln eingehalten werden können, wieder gemacht werden. Das gilt für Ourdoorsportarten wie zum Beispiel Tennis, Leichtathletik oder Golf - aber auch Yogastudios, Tanzschulen und Kletterhallen oder Indoorsporthallen dürfen wieder öffnen. Seit dem 1. Juli sind dann Mannschaftssportarten wie Handball, Fußball, Volleyball und Basketball auch ohne Abstandsregeln erlaubt.

Großveranstaltungen während der Corona-Krise: Wann wird es wieder Festivals, Konzerte und Veranstaltungen geben?

Großveranstaltungen bleiben bis Ende Dezember verboten. Das wurde am 27. August bei einem Treffen der Ministerpräsidenten und der Kanzlerin beschlossen. Das betrifft zum Beispiel auch Volksfeste und Weinfeste. Einzelne Ausnahmen könne es aber geben, wenn man Infektionen durch personalisierte Tickets zurückverfolgen kann.

Seit dem 1. Juli sollen sogar private Veranstaltungen mit bis zu 250 Personen möglich sein, wenn die Teilnehmer feste Sitzplätze haben. Private Feiern wie Hochzeiten oder Geburtstagspartys brauchen dann auch kein Hygienekonzept mehr, wenn es nicht mehr als 100 Gäste sind. Auch Tanzen soll dann erlaubt sein.

In Rheinland-Pfalz sind seit dem 16. September Veranstaltungen im Außenbereich mit bis zu 500 Personen erlaubt. Bei Veranstaltungen, die drinnen stattfinden, fällt die Personenzahl natürlich etwas kleiner aus. Bei Innenveranstaltungen sind bis zu 250 Menschen erlaubt.

Clubs und Diskos bleiben in Rheinland-Pfalz weiterhin geschlossen. In Baden-Württemberg dürfen Clubs öffnen, wenn sie unter ähnlichen Auflagen wie Restaurants und Bars Essen oder Getränke anbieten und Hygieneregeln beachten. Das gilt als eine Art Zwischenlösung. Reine Tanzveranstaltungen sind aber weiterhin nicht erlaubt.

Gutscheine statt Geld zurück bei Tickets für abgesagte Konzerte?

Wenn Konzerte wegen der Corona-Krise abgesagt wurden, kriegen Ticket-Besitzer ihr Geld vorerst nicht zurück. Der Bundestag hat eine Gutschein-Lösung beschlossen. Sie gilt auch für Theater, Museen und Sportevents. Die Bundesregierung will damit den Veranstaltern helfen. Vielen hätte bei einer Ticket-Erstattung die Pleite gedroht. Die Gutscheine gelten bis Ende 2021. Wer sie nicht einlöst, kriegt sein Geld zurück.

Diese Corona-Maßnahmen gelten für Zoos, Museen, Freizeitparks und Galerien

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und Botanische Gärten dürfen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg seit dem 11. Mai wieder öffnen. Aufgrund von regionalen Unterschieden können die Öffnungstermine aber abweichen. Wenn du einen Besuch planst, informierst du dich am besten vorab schon auf der Seite des Museums, der Ausstellung, des Zoos oder des Botanischen Gartens über die aktuelle Situation vor Ort.

Seit dem 29. Mai dürfen auch Freizeitparks in Baden-Württemberg, in Rheinland Pfalz seit dem 10. Juni, wieder öffnen. Unter Auflagen natürlich. Kinos dürfen seit dem 27. Mai in Rheinland-Pfalz wieder Vorstellungen durchführen. Ab dem 16. September gilt: Bei festen Sitzplätzen und Stuhlreihen dürfen der Nebenplatz sowie die Plätze davor und dahinter frei bleiben. Für Besucher entfällt am Platz die Maskenpflicht. In Baden-Württemberg sind die Kinos seit dem 1. Juni wieder geöffnet für "maximal 100 Teilnehmende".

Corona und Schwimmbäder, Badeseen und Co.

Hallen- und Freibäder, Badeseen und Wellnessbereiche in Hotels - alles darf jetzt wieder öffnen.

Corona und Fastnacht in Rheinland-Pfalz

Für den Fastnachtsauftakt am 11. November darf unter besonderen Regeln Fastnacht gefeiert werden. Die klassischen Sitzungen der Saalfastnacht oder närrische Großveranstaltungen seien aber laut Ministerpräsidentin Malu Dreyer nicht möglich sein. Vielmehr hoffe sie auf mehr neue Formate der Fastnachtsvereine. Denn: Gemeinsames Singen und Schunkeln auf engstem Raum über vier bis sechs Stunden sei nicht vorstellbar, erklärte Dreyer.

Weihnachtsmärkte während Corona in Rheinland-Pfalz

Stand jetzt sollen in Rheinland-Pfalz Weihnachtsmärkte stattfinden - nur in etwas anderer Form. Zum Beispiel müssten die Weihnachtsbuden mit größerem Abstand in der Stadt verteilt sein.

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