Altes Auto am Stadtrand. (Foto: Photo by Robin Benzrihem on Unsplash)

Lifestyle Auto kaufen Mit dieser Checkliste findest du einen günstigen und guten Gebrauchtwagen

Günstig soll es sein – aber eben auch was können und möglichst lange halten. Den richtigen Gebrauchtwagen für einen guten Preis zu bekommen, ist nicht ganz einfach. Mit dieser Checkliste wird's machbar.

Du bist noch ein bisschen planlos, was die Autosuche angeht? Dann einfach einen Screenshot vom Artikel machen, ausdrucken und die einzelnen Punkte durchgehen – und abhaken. ✅✅✅

1. Das richtige Auto finden

Das Internet ist heutzutage voller Autobörsen. Wer dort schon mal ein bisschen Preise verglichen hat, sieht aber schnell: Gleichwertige Modelle kosten da auch immer ungefähr gleich viel. Das ist nicht schlecht – zum Beispiel um schon mal eine Vorstellung von den Preisen für verschiedene Automodelle zu bekommen – aber richtige Schnäppchen sind auf solchen Plattformen eher selten. Deshalb gibt es hier ein paar Vorschläge, wo du sonst noch nach gebrauchten Autos schauen kannst:

In einer lokalen Werkstatt nachfragen: Viele Werkstätten in deiner Nähe kennen Leute, die ihr Auto verkaufen wollen – und können für dich einen guten Preis rausschlagen. Ein zusätzlicher Bonus dabei: Die KfZ-Mechaniker kennen sich super mit den Autos aus und können genau einschätzen, was ein fairer Preis wäre.

In der Zeitung schauen: Viele – vor allem auch ältere Menschen, die mit dem Internet nicht so viel anfangen können – stellen ihre gebrauchten Autos zum Verkauf in die Zeitung. Der Vorteil: Du musst nicht so weit fahren, um dir die Autos anzuschauen. Außerdem ist so die Wahrscheinlichkeit größer, auf ein Auto zu stoßen, das noch gar nicht so viele Kilometer drauf hat und die meiste Zeit in der Garage stand.

2. Das Auto besichtigen

Jemanden mitnehmen: Vier Augen sehen prinzipiell mehr als zwei – egal ob es um den Zustand des Autos geht oder darum, den Verkäufer richtig einzuschätzen. Außerdem macht es immer mehr Eindruck, wenn du ein bis zwei Leute zur Besichtigung mitbringst. Und: Du wirst automatisch selbstbewusster, wenn du deine Leute dabei hast.

Auf Probefahrt bestehen: Lass dich nicht vom Verkäufer des Autos unter Druck setzen. Der Verkäufer will was von dir und sollte dir dementsprechend Zeit lassen, deine Entscheidung zu treffen. Ein Auto einfach zu kaufen, ohne mal damit gefahren zu sein, ist ein NO-GO. 🚫

Alles einmal ausprobieren: Zunächst solltest du bei einer Probefahrt alles mal ausprobieren. Dazu gehören:

⭕ Wie ziehen die Bremsen an? Mach mal eine Vollbremsung.
⭕ Geht das Radio?
⭕ Gehen alle Lichter? (auch Parklicht, Fernlicht, Warnblinkanlage etc.)
⭕ Geht die Heizung/Klimaanlage? Und falls vorhanden: Geht die Sitzheizung?

Aber auch:
⭕ Hat das Auto krasse Lackschäden, die später rosten könnten?
⭕ Hat das Auto viele Beulen?
⭕ Sind die Lichter von innen beschlagen? Das heißt, dass die Gläser undicht sein könnten.
⭕ Sind die Dichtungen noch gut? (Wenn Fenster von innen beschlagen, spricht da einiges dagegen!)
⭕ Hat die Windschutzscheibe einen Steinschlag? Damit kommst du nicht durch den TÜV.
⭕ Wenn die Räder gerade sind: Fährt das Auto auch gerade? Wenn nicht, könnte was verzogen sein.
⭕ Sind die Reifen noch aktuell? Prüfe das Datum! Wenn du bald neue brauchst, kannst du vielleicht was am Preis verhandeln.

Eindruck schinden: Auch wenn du keinen Plan von Autos hast: LASS ES DIR NICHT ANMERKEN. Alleine schon die Motorhaube zu öffnen, kann dich informierter aussehen lassen, als du tatsächlich bist. 😈

Die richtigen Fragen stellen: Frage den Verkäufer auf jeden Fall,

⭕ wann der letzte TÜV war.
⭕ ob bei dem Auto Winterreifen/ Sommerreifen dabei wären.
⭕ ob das Auto mal einen Unfall hatte.

Keine Begeisterung zeigen: Auch wenn dir das Auto gefällt – lass es dir nicht anmerken. Sonst denkt der Verkäufer, dass er keine Kompromisse mehr mit dir eingehen muss.

3. Das Auto kaufen

Wuhu! 🎊 Du hast das richtige Auto gefunden, ein gutes Gefühl dabei und würdest es jetzt gerne kaufen. Auch hier gibt's wichtige Hinweise, die dir eine ganz schöne Vergünstigung schaffen können.

Immer verhandeln: Du denkst der Preis ist schon angemessen? Egal, trotzdem verhandeln. Ein paar Euro sind fast immer zu machen. Denn: Der Verkäufer hat meist ein bisschen zu viel angesetzt und will das Auto im Zweifel jetzt los haben – dann ist er meist auch bereit, noch mal ein bisschen runterzugehen.

Der Verkäufer will den Preis nicht verhandeln? Dann handel zum Beispiel aus, dass er dir für den Preis noch die nächste Hauptuntersuchung oder den nächsten TÜV mitmacht, oder dir noch Reifen mitgibt. Sollte das Auto noch kleine Macken haben, die dich stören, kannst du auch aushandeln, dass der Verkäufer die noch vorher machen lässt.

Bar bezahlen: Gerade bei Autohäusern, die auch Gebrauchtwagen vermitteln oder verkaufen, lohnt es sich, eine Barzahlung anzubieten. Das kann dir im Zweifel eine Vergünstigung von bis zu zehn Prozent bringen. Also: zumindest fragen!