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Lifestyle Daten richtig speichern So erkennst du, ob dein USB-Stick oder deine Speicherkarte gefälscht sind

Du hast etwas auf deinem USB-Stick abgelegt, es wird dir auch angezeigt, du kannst es aber nicht öffnen? Dann könnte es sein, dass du ausversehen einen gefälschten USB-Stick gekauft hast.

Stichprobe: Mehr als jeder zweite Artikel Fake

Einen USB-Stick oder eine Speicherkarte fälschen? Ja, das geht – und ist scheinbar gar nicht so selten. Ein Test des SWR Marktcheck hat ergeben, dass in einer Stichprobe von insgesamt neun bei E-Bay gekauften Speicherkarten, fünf fake sind. 😲

Aber wie erkenne ich, dass mein Speichermedium gefälscht ist?

Das Problem ist, dass wir das auf Anhieb gar nicht sehen können. Es ist nämlich so: Die Fälschungen fassen statt – wie eigentlich versprochen – 64 Gigabyte nur beispielsweise acht Gigabyte. Alles, was dann auf diesen acht Gigabyte gespeichert ist, ist ganz normal abrufbar.

Dass wir möglicherweise ein gefälschtes Speichermedium gekauft haben, merken wir erst dann, wenn es im Prinzip zu spät ist. Nämlich dann, wenn wir auf die davor abgespeicherten Daten zugreifen wollen und sie sich dann nicht mehr öffnen lassen. Das liegt daran, dass entweder alte Daten überschrieben wurden oder die neuen Daten einfach ins Nichts verschwunden sind.

Haben wir die Daten nicht nochmal zur Sicherheit gespeichert, gibt es auch keine Chance mehr, sie zurückzubekommen. Das ist natürich super ärgerlich!

Wie kann ich verhindern, dass meine Daten unbrauchbar werden?

Damit wir gar nicht erst Teile unsere Daten verlieren, könnnen wir mithilfe zweier Systeme vorher testen, ob unsere Spreicherkarte oder unser USB-Stick auch das halten, was sie versprechen. Heißt: Das Programm checkt für dich, wie viel Speicherplatz dein Medium tatsächlich hat.

SWR (Foto: SWR, SWR)
So sieht die Meldung aus, wenn das Speichermedium weniger Speicherplatz hat, wie erwartet. SWR

❗ Dafür sollte der USB-Stick oder die Speicherkarte aber möglichst leer sein – sonst kann es sein, dass die Daten, die drauf sind, beim Testen kaputt gehen.

✅ Dazu gibt es für Microsoft Windows das kostenlose Programm "H2testw". Hier kannst du es runterladen.

✅ Für Apple- und Linux-Nutzer gibt es alternativ das Programm "F3" – ebenfalls kostenlos. Das kannst du hier runterladen.

Experte: "Speichermedien bei renommierten Händlern kaufen"

Generell sollte man mit sehr günstigen USB-Sticks immer vorsichtiger sein. Das meint auch IT-Fachmann Markus Czarny gegenüber SWR Marktcheck. Er rät sogar dazu, Speichermedien von vorne herein bei renommierten Händlern zu kaufen. Dann kann man zumindest die Chance vermindern, ein Fake-Produkt zu kaufen.