Tote Mädchen lügen nicht (Foto: Netflix)

Lifestyle Serien "Tote Mädchen lügen nicht": Die dritte Staffel kommt 2019

Seit Mitte Mai ist die zweite Staffel am Start und steht heftig in der Kritik. Wie wird das erst bei der dritten Staffel?

Vor rund einem Jahr startete eine der meistdiskutierten Serien aus dem letzten Jahr: "Tote Mädchen lügen nicht". Seit dem 18. Mai 2018 ist die Fortsetzung auf Netflix und wir können schon so viel darüber sagen: Krass! Aufgrund der kontroversen Themen sollte die zweite Staffel eigentlich verschoben oder gar verhindert werden. Das war offensichtlich nicht der Fall und nun soll sogar schon 2019 die dritte Staffel kommen!

Trotz gewaltiger Kritik an der zweiten Staffel, die zu negativ sei und Mobbing-Opfern jegliche Hoffnung auf eine Besserung ihrer Situation nehmen würde, wurde nun auch die Fortsetzung zur dritten Staffel bestätigt. Vielleicht auch um die Wogen zu glätten?

The story of Liberty High School continues: 13 Reasons Why has been renewed for a third season on Netflix.

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Worum geht es in "Tote Mädchen lügen nicht" überhaupt?

Staffel 1: Was auf den ersten Blick wie eine klassische Teenie-Serie aussieht, hat sich schnell als etwas ganz anderes herausgestellt. Es geht um Hannah Baker, ein junges Mädchen, das auf Kassetten 13 Gründe aufzählt, warum sie Selbstmord begangen hat. Diese Kassetten erreichen zwei Wochen nach ihrem Tod die Personen, die "Schuld" an ihrem letzten Schritt seien. Die Serie dokumentiert also fast Schritt für Schritt wie sich ein junges Mädchen in den Selbstmord stürzt.

Staffel 2: Die zweite Staffel handelt von der Zeit nach Hannahs Selbstmord, dem Gerichtsprozess gegen die Schule und wie die Hauptdarsteller damit umgehen. Auch diese Staffel beinhaltet 13 Folgen voller Spannung und Aufregung. Jedoch sind diesmal nicht Kasetten der Aufhänger sondern pikante Polaroid-Fotos. Alle Protagonisten wie Jessica, Clay und Bryce sind wieder mit dabei und auch einige Flashbacks mit Hannah machen die langersehnte Fortsetzung sehenswert.

Nun stellt sich die Frage, wie geht es weiter? Bekommen wir unser Happy End oder bestätigen sich die Gerüchte, dass sich alles verschlimmert an der Liberty High rund um Hannahs Story?

Warum die Kritik an der zweiten Staffel "Tote Mädchen lügen nicht"?

Das Parents Television Council aus den USA hat sich dafür eingesetzt, dass die zweite Staffel entweder gar nicht, später oder mit anderen Inhalten veröffentlicht werden sollte. Das Council ist eine von Eltern ins Leben gerufene Initiative, um Kinder vor ungewollten Inhalten zu schützen.

Denn gerade Jugendliche fühlen sich von dieser Serie angesprochen. "Wenn eine Serie in einer Highschool spielt, sind es natürlich Schülerinnen und Schüler, die sich als erstes angesprochen fühlen, nicht die Erwachsenen", erklärte Tim Winter vom Parents Television Council gegenüber The Spectrum.

Nachahmungsgefahr zum Suizid?

Hinzu kommt noch, dass der Selbstmord sehr detailliert dargestellt wurde. Kritiker bringen immer wieder an, dass diese Szenen und die gesamte Handlung weitere junge Menschen in den Suizid treiben könnte.

Die zweite Staffel "Tote Mädchen lügen nicht" ging trotzdem an den Start

Trotz aller Bemühungen: Auch die zweite Staffel "Tote Mädchen lügen nicht" wurde wie geplant ausgestrahlt. Seit dem 18. Mai ist die Serie online verfügbar. Einge Anforderungen des Parents Television Council wurden umgesetzt, zum Beispiel dass vor und nach jeder Folge eine Telefonhotline für Betroffene von Mobbing und Depressionen eingeblendet wird. Auch wird immer darauf hingewiesen, dass diese Serie nicht unter 16 Jahren angeschaut werden darf und welche Thematik sie behandelt.

Ob es auch bei der dritten Staffel vor der Veröffentlichung so viel Kritik geben wird?

Medienforscher Markus Schäfer erklärt, wieso und warum, solche Serien eine Gefahr darstellen können.

Interview mit dem Medienpsychologen Markus Schäfer: