Bei Netflix kannst du problemlos deinen Account mit anderen teilen. Auch mit Nicht-Familienmitgliedern. (Foto: picture-alliance / dpa, Alexander Heinl)

Lifestyle Streaming Spotify, Netflix oder Sky: Darf man sich einen Account teilen?

Wir alle tun es: Wir teilen uns Accounts bei Netflix, Spotify und Co. und sparen dabei eine Menge Geld. Das Problem: Wir dürfen das gar nicht bei allen Streaming-Diensten. Wir erklären, wo es legal geht.

Es kommt immer darauf an mit wem und mit wie vielen Leuten du dein Konto teilst. Nicht alle Streaming-Dienste erlauben ihren Usern ihre Konten mit anderen zu teilen. ☝

Spotify

Beim Musikdienst Spotify ist das Teilen ausdrücklich nur innerhalb einer Familie erwünscht. Und zwar innerhalb einer Familie, die im selben Haus wohnt. In den AGBs von Spotify steht das auch ausdrücklich so drin.

Spotify hat jetzt sogar angekündigt, das mit GPS überprüfen zu wollen. Dafür verschickt Spotify laut verschiedenen Medien momentan E-Mails an Inhaber von Familien-Konten. In denen soll es heißen: "Um Spotify Premium weiterhin zu verwenden, musst du deine Anschrift bestätigen." Das soll dann über einen Link passieren - klickt man auf den, würde man aufgefordert werden, seinen Standort per GPS zu bestätigen.

Sobald der Streaming-Dienst dann herausfindet, dass die Leute, die sich einen Premium-Account teilen, aber nicht aus einem Haushalt kommen, soll das Konto dann gesperrt werden. 😶

Kann man Spotify den Standort verweigern? Scheinbar ja - das schreibt zumindest "Computer Bild". Wer seinen Standort nämlich in den Einstellungen unterdrückt hat, der würde nur dazu aufgefordert werden, seine Postleitzahl neu einzugeben. "Spiegel Online" schreibt außerdem, dass der Nutzer in manchen Browsern gefragt wird, ob der Standort abgerufen werden darf. Scheinbar kann man die Standortfreigabe also noch immer verweigern.

Fazit: Bisher verwirrt diese Mail von Spotify viele Nutzer. Ob das Konto tatsächlich gesperrt werden darf, wenn man den Standort verweigern, ist nicht klar - auch nicht, ob das überhaupt zulässig wäre. Spotify selbst habe scheinbar auf eine Anfrage von "Spiegel Online" geantwortet, dass es "keine Konsequenzen hat, wenn Nutzer die Mail ignorieren". Fälle, in denen Konten deshalb gesperrt wurden, sind bisher nicht bekannt.

Netflix

Bei Netflix sieht das Ganze schon wieder anders auf. Der Streaming-Dienst weist die User ausdrücklich darauf hin, seinen Account mit mehreren zu teilen. Egal ob Freunde, Familie oder Nachbarn: Bei Netflix darf jeder teilen mit wem er will. Eine begrenzte Anzahl an Profilen gibt es nicht. Allerdings erlaubt es dir der Streaming-Dienst nicht, mit mehr als vier Personen gleichzeitig auf verschiedenen Geräten zu streamen.

Bei Netflix kannst du mehrere Profile erstellen. Dabei ist es egal ob ihr in einem Haushalt wohnt oder nicht. (Foto: Screenshot Netflix)
Bei Netflix kannst du mehrere Profile erstellen. Dabei ist es egal ob ihr in einem Haushalt wohnt oder nicht. Screenshot Netflix

Sky

Bei Sky Go sind die Regeln wieder strenger. Die Weitergabe an Dritte ist ausdrücklich nicht erwünscht. In den AGB ist festgeschrieben, dass Sky Go nur von dem jeweiligen Abonnenten genutzt werden darf. Bei Sky Online sind die Richtlinien etwas lockerer: Alle Personen aus einem Haushalt dürfen sich einen Account teilen.

Amazon Prime Video

Bei Amazon Prime Video sieht es ähnlich aus. Hier besteht keine Möglichkeit gleich mehrere Accounts unter einem Usernamen zu sammeln. Das Teilen einer Mitgliedschaft ist also nicht legal. Ansonsten riskierst du unter Umständen, dass dein Account gesperrt wird.