Lifestyle Umwelt Ciao, Einwegplastik: Das ändert sich für uns!

Jetzt ist es sicher: Plastikteller, Trinkhalme und andere Wegwerfprodukte aus Plastik werden in der EU verboten. Aber was heißt das jetzt? Und: Was können wir tun, um möglichst wenig Plastikmüll zu produzieren?

Meeresvögel und Wale werden angespült – ihre Mägen voller Plastik. Denn: Mehr als 80 Prozent des kompletten Mülls in den Meeren ist laut der EU-Kommission Plastik.

Genau deswegen hat die EU-Kommission schon im Mai vorgeschlagen, Einmalgeschirr, Strohhalme, Wattestäbchen und andere Wegwerfartikel aus Plastik zu verbieten. Das soll innerhalb der nächsten zwei Jahre jetzt auch passieren: Das EU-Parlament und die EU-Staaten haben sich jetzt darauf geeinigt, den Vorschlag in einer Richtlinie festzuschreiben. An die müssen sich dann alle EU-Mitgliedsländer halten.

Diese Plastikprodukte werden verboten

Bestimmte Kunststoffprodukte wie Besteck und Geschirr aus Plastik, Strohhalme, Luftballonstäbe, Rührstäbchen und Wattestäbchen – also Produkte, für die es Alternativen gibt – sollen bis 2021 vom Markt verschwinden.

Weniger Plastikmüll will die EU-Kommission und fängt mit sechs Sachen aus Kunststoff an. Wir produzieren übrigens jährlich pro Kopf 37 Kilo Verpackungsmüll aus Plastik. @eukommission #swr #swraktuell #plastik #plastikfrei #plastikmüll #umweltschutz #einwegplastik #strohhalm #wattestäbchen #plastikgeschirr #plastikbesteck #luftballon #coffeetogo #stick #noplastic #plasticfree #europeanunion #recycling #nature #umweltverschmutzung

Außerdem sollen Einmal-Produkte, in denen ein gewisser Kunststoffgehalt drin ist, dementsprechend gekennzeichnet werden. Heißt: Produkte wie Feuchttücher enthalten auch Plastik – durch so eine Kennzeichnung soll uns das auch mehr bewusst werden. (Und uns eventuell abschrecken! 😅

Und kleine Plastikdeckel auf Trinkflaschen? Auch die werden bald der Vergangenheit angehören. Zumindest innerhalb der nächsten sieben Jahre. Denn: Die EU und die EU-Staaten haben für ihre Richtlinie beschlossen, dass die Deckelchen fünf Jahre nach dem Inkrafttreten der Regelung – also 2026 – nur noch in Umlauf gebracht werden dürfen, wenn sie an der Flasche dran sind. Das hat den Sinn, dass die Deckel dann nicht mehr einzeln in der Umwelt landen können.

Wir schieben den Müll bloß ab

Das Problem bisher: Nur 30 Prozent des von uns produzierten Plastiks wird tatsächlich recycelt. Und der Rest? Der wird – zumindest teilweise – ins Ausland verkauft. Zum Beispiel an China.

China will aber nicht weiter die "Müllhalde der Welt" sein. Deshalb will China jetzt keinen Müll mehr aus der EU ankaufen – seit diesem Jahr gibt es deswegen einen kompletten Import-Stopp von Plastikmüll. ⛔

👆👆👆 Alle Infos dazu checkst du oben im Video! 👆👆👆

Jetzt müssen wir aber selbst was tun

Da wir in der EU gar nicht so viele Recyclinganlagen haben, müssen wir also versuchen, gar nicht erst so viel Müll zu produzieren. Zum Beispiel mit essbaren Alternativen.

Zum Beispiel Eislöffel zum Essen ...

Mjam! Eislöffel, die nach Schoko schmecken und essbar sind? Ein paar Stuttgarter Mädels haben sich da was ausgedacht ;)

... oder Schoko-Strohhalme.

Sieht illegal aus, aber kann man ganz legal kaufen und schützt dabei auch noch die Umwelt: die essbaren Trinkhalme von Eatapple hat Konstantin aus Stuttgart - meine Stadt erfunden. Geile Idee oder?


Auch wenn man diese Alternativen nicht essen kann, sparen sie trotzdem Plastik!