Instagram (Foto: @lukevz / Unsplash)

Lifestyle Apps Instagram: Neue Funktionen im Kampf gegen Mobbing

Instagram hat jetzt neue Anti-Mobbing-Funktionen. Bevor jemand Hate-Kommentare postet, wird er gefragt, ob er das wirklich posten möchte.

Hate-Kommentare im Netz kennt jeder. Oft stecken dahinter Fake-Profile, die so ganz anonym ihren Hass verbreiten können. Instagram versucht jetzt mit zwei neuen Funktionen gegen Cyber-Mobbing vorzugehen.

Bist du sicher, dass du das posten möchtest?

Diese Frage wird Nutzern gestellt, die gemeine Kommentare posten. Anhand von einer künstlichen Intelligenz werden diese Kommentare erkannt. Du darfst dann trotzdem posten - manchmal ist es ja auch nur Spaß oder man benutzt die Wörter in einem anderen Zusammenhang - aber du wirst eben nochmal explizit gefragt, ob du dir sicher bist.

Anti-Mobbing-Funktion bei Instagram. (Foto: Instagram)
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Das hindert natürlich nicht jeden Hater daran seinen Hass zu verbreiten. Aber sie müssen einen Schritt mehr machen und sich bewusst dazu entscheiden, dass sie das jetzt wirklich posten wollen.

Personen einschränken anstatt direkt blockieren

Es gibt noch ein zweites neues Feature. Hier kannst du bestimmte Nutzer, die dir öfter negativ auffallen, einschränken. Du blockierst sie also nicht direkt. Sie können deine Posts sehen und auch kommentieren, aber ihre Kommentare sind solang nur für dich sichtbar, bis du sie freigibst. So kannst du selbst entscheiden, was diese Person auf deinem Profil veröffentlichen darf.

Neue Einschränkungs-Funktion bei Instagram. (Foto: Instagram)
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Bringen die Anti-Mobbing-Funktionen von Instagram was?!

Laut Instagram-Chef Adam Mosseri hat das in frühen Testphasen schon gut funktioniert. Einige böse Kommentare wurden wegen dieser Nachfrage wohl schon nicht gepostet. Aber:

1.) Die künstliche Intelligenz kann nicht alle Hate-Kommentare erkennen. Oft werden ja auch Worte einfach anders geschrieben oder es werden Emojis benutzt, die von Instagram selbst nicht automatisch als anstößig erkannt werden können.

2.) Jemand, der wirklich haten will, kann das weiterhin. Er muss zwar einmal noch bestätigen, dass er sich sicher ist, dass er mobben will, aber dann sind ihm keine Grenzen gesetzt. (Außer natürlich man meldet oder blockiert ihn.)

3.) Die Einschränkungsfunktion schützt dich leider nicht davor, die Hatekommentare der Person zu lesen. Du kannst dann nur selber entscheiden, ob sie öffentlich sichtbar sein sollen, oder nicht. Die Beleidigungen sind dann aber natürlich schon bei dir persönlich angekommen.

Ist das Anti-Mobbing-Update nun gut oder schlecht?

Allgemein ist es natürlich super, dass Instagram versucht gegen Mobbing auf ihrer Plattform vorzugehen. Vielleicht bringt der extra Schritt eine bestimmte Hemmschwelle, weswegen es zumindest weniger Hass auf Instagram gibt. Die Einschränkungs-Funktion gibt dir nochmal mehr Kontrolle, was auf deinem Profil passiert. Das sind alles gute neue Features. Im Kampf gegen Hatekommentare und Cyber-Mobbing braucht es aber sicher noch mehr.

Das sind die letzten größeren Updates:

Musiksticker bei Insta kennst du vermutlich schon, jetzt gibt es zum Song auch noch den richtigen Songtext.

So funktioniert's:

Wie vorher auch kannst du ganz normal den Musiksticker auswählen und dort direkt die weitere Optionen, also Schriftarten und Farbe, anpassen. Du kannst dann mit dem Regler aussuchen, welche Stelle du willst und automatisch wird der Text dazu generiert. Wenn du das mit dem Songtext gar nicht willst, kannst du es aber auch ausstellen und nur das Cover anzeigen.

Lena Meyer-Landrut macht in Deutschland die Promo für dieses neue Tool und findet es super praktisch, weil das "den Songtext in der Vordergrund stelle", wie Instagram berichtet. Wir fragen uns aber: Sowas macht man vermutlich eher nicht um den Songtext in den Vordergrund zu stellen, sondern sich selbst, oder? 😅

Insta Lyriks in der Story (Foto: Instagram)
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Spenden-Sticker

Das ist mal wirklich eine coole und sinnvolle Neuerung! Mit dem Spenden-Sticker können die User jetzt über ihre Stories zu Spenden aufrufen. Allerdings nur für Non-Profit-Organisationen. Bisher ist dieses neue Feature nur in den USA möglich. Einige Stars haben das direkt mal ausprobiert. Unter anderem Miley Cyrus. Respekt!

Screenshot Miley Cyrus. (Foto: Screenshot Miley Cyrus Instagram.)
Screenshot Miley Cyrus Instagram.

Shopping-Funktion

Mit diesem Update geht für viele Influencer wohl ein Traum in Erfüllung. Ab kommender Woche soll es für die User möglich sein direkt in der App zu shoppen. Bisher wurde man ja erst auf andere Seiten geleitet und musste dafür Instagram verlassen. Mit dem Update kann man jetzt direkt in der App shoppen. Problem: Die Funktion gibt's vorerst nur bei einigen ausgewählten Content-Creatern.

Neuer Kreativ-Modus

In den kommenden Wochen wird sich auch der Story-Bereich verändern: neue Effekte und interaktive Sticker sind am Start. Was genau dahinter steckt, ist aber noch unklar. So soll das Ganze aber aussehen:

Neues Feature bei Instagram. (Foto: Instagram)
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Achja, und dieses Gerücht schwirrt immer noch im Netz rum. 👇