Lifestyle Klimaschutz Der wissenschaftliche Plan gegen die Klimakrise

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Am Freitag, den 20. September, soll der dritte globale Klimastreik stattfinden. Die YouTuberin Mai Thi ruft in ihrem neuen Video ihre Follower dazu auf, bei den Demos mitzumachen.

Ihr Video stellt aber keinen bloßen Aufruf dar. Da sich am Freitag außerdem das Klimakabinett in Berlin zusammensetzt, um konkrete Maßnahmen für den Klimaschutz festzulegen, soll das Video vor allem eins: informieren. Zusammen mit dem YouTuber Joul und dem Wirtschaftsprofessor Ottmar Edenhofer, gibt Mai Thi im Video Antworten darauf, was die Politik gegen den Klimawandel tun muss und was man als Einzelperson tun kann.

Was die Politik tun muss

Die Aussagen beruhen dabei auf handfesten Fakten. So beruft sie sich auf Experten aus verschiedensten Fachbereichen, die übereinstimmend zu fünf Maßnahmen gekommen sind, die die Politik in Gang bringen soll:

1. Es muss eine CO2-Bepreisung geben

Dadurch kann man als Verbraucher sehen, wie hoch der CO2-Verbrauch eines Produktes ist.

2. Diese Bepreisung muss sozial gerecht sein

Die Bepreisung sollte sich auf alle Bürger gleichmäßig verteilen.

3. Eine solche Bepreisung schadet der Wirtschaft nicht

Im Gegenteil. Laut Ottmar Edenhofer würde der ungebremste Klimawandel höhere ökonomische Schäden anrichten, als die zusätzlichen Kosten beim Reduzieren der Emissionen.

4. Eine CO2-Bepreisung alleine reicht nicht aus

Die CO2-Bepreisung bewirkt nur dann etwas, wenn sie durch Zusatzmaßnahmen begleitet wird. Wie durch die Schaffung von emissionsfreien Alternativen. Also Investitionen und Subventionen in Bereichen wie den öffentlichen Verkehrsmitteln und technologischen Innovationen.

5. Nur politische Maßnahmen können große Veränderungen bringen

Ohne diese großen, kollektiven Veränderungen, ist alles, was wir als Einzelperson machen, pillepalle.

Mai Thi

Was kann ich gegen den Klimawandel tun?

Trotz dieser klaren Worte, hat Mai Thi auch Tipps, was man als Einzelperson gegen den Klimawandel tun kann. So warnt sie davor, nicht auf Scheinargumente von „Wissenschaftsverweigerern" reinzufallen. Stattdessen solle man an die Öffentlichkeit gehen. Durch den öffentlichen Druck, könnten Politiker die Klimapolitik nicht mehr vernachlässigen und seien gezwungen, sich damit auseinanderzusetzen. Andernfalls würden sie die Akzeptanz und die Stimmen ihrer Wähler verlieren.

Durch Fridays for Future sind die Parteien aufgewacht.

Ottmar Edenhofer

Update: Die Koalition hat das Klimapaket verabschiedet

Am Freitag war es dann schließlich so weit. Nach einer stundenlangen Sitzung einigte sich die Koalition auf ein Klimapaket, mit dem es gelingen soll, die Klimaziele bis 2030 einzuhalten.

Kritiker zeigen sich empört

Die Politiker sind überzeugt von ihrem Plan - Kritiker hingegen können nur die Köpfe schütteln. So auch Mai Thi die in ihrem neuesten Video informiert, warum das Paket nicht ausreichend ist:

Anschaulich erklärt sie darin, warum die CO2-Bepreisung zu niedrig festgelegt wurde und dass es wohl am besten wäre, wenn sich die Regierung noch einmal zusammensetzen würde. Ob sich die Koalition diesen Rat zu Herzen nimmt, bleibt abzuwarten.

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