Die Bundeswehr-Kampagne auf der Gamescom sorft für große Kritik (Foto: Twitter @bundeswehrInfo)

Lifestyle Netzreaktionen Gamescom: So geschmacklos präsentiert sich die Bundeswehr auf der Gamingmesse

Auf der Gamescom, der größten Gamingmesse der Welt, macht die Bundeswehr gerade ziemlich dämliche Werbung, um neue Rekruten zu finden. Viele Twitter-User finden das absolut scheiße.

Die Bundeswehr ist immer auf der Suche nach neuen Rekruten - auch auf der Messe für Computer- und Videospiele in Köln.

Ich verachte Gamescom und Bundeswehr dafür. Von ganzem Herzen. https://t.co/K9sT560R5e

Die Plakate sind sehr geschmacklos und werden zu recht kritisiert. In der Werbekampagne wird den Leuten die Arbeit der Bundeswehr quasi als "real life Computerspiel" verkauft. Dadurch würde Krieg verherrlicht und als "cool" dargestellt.

Schon unsere Werbung zur #Gamescom gesehen? Wir wollen zum Nachdenken darüber anregen, was wirklich zählt: Krieg spielen oder Frieden sichern? #Gamescom2018 #GC18 #Bundeswehr https://t.co/SL5X6C1vBA

Was sagt die Bundeswehr zu ihren Plakaten auf der Gamescom?

Auf Twitter hat die Bundeswehr zwei ihrer Plakate selbst gepostet, um den Leuten ihre neue Werbung von der Gamescom zu zeigen. Dazu schreiben sie:

Wir wollen zum Nachdenken darüber anregen, was wirklich zählt: Krieg spielen oder Frieden sichern?

@bundeswehrInfo auf Twitter

Dem Onlinemagazin "Bento" sagte ein Pressesprecher der Bundeswehr, dass sie mit der Plakatierung junge Erwachsene im Umfeld der Gamescom zum Nachdenken bringen wollen, wofür sie ihre Zeit bzw. Zukunft einsetzen.

Twitter-User kritisieren die Werbekampagne der Bundeswehr scharf:

@bundeswehrInfo Auf diesen Plakaten geht es doch nicht um "Frieden sichern". Die Aussage ist: "Bei uns bekommt ihr echte Waffen, mit denen ihr herumballern und töten könnt." Die Bundeswehr kämpft ja manchmal um ein besseres Image. Aber mit solchen Plakaten ist klar, wie sie sich selbst sieht.

@bundeswehrInfo Aber Game Over ist bei Euch Game Over. Kein Neustart möglich. https://t.co/e9rZShF9av

@bundeswehrInfo Bitte die Werbung gleich wieder in der Versenkung verschwinden lassen. Jede Assoziation zu „Krieg spielen“ ist keine gute PR für die #Bundeswehr und einfach unangebracht. Oder gilt any publicity is good publicity? #keinarbeitgeberwiejederandere

Die Satireseite "Schlecky Silberstein" zeigt ganz gut, wie die Plakatkampagne auf Viele wirkt:

Und noch ein tolles Bundeswehr-Plakat am Rande der Gamescom https://t.co/OiPnJEc3O7