Handy mit Instagram (Foto: Unsplash/ Georgie de Lotz)

Lifestyle Instagram Gekaufte Likes, falsche Follower: So viel Schaden richten Fake Influencer an

Likes und Follower gelten online als Währung. Aber was ist die wert, wenn man sie ziemlich leicht faken kann?

Wirtschaftsprofessor Roberto Cavazos von der University of Baltimore hat jetzt in einem Bericht zusammengefasst, warum Fakes in der Insta-Welt ein riesen Problem sind.

Von der Win-Win-Situation zur wirtschaftlichen Katastrophe

Influencer-Marketing ist auf den ersten Blick eine klassische Win-Win-Situation: Gut für Firmen, unterhaltsam für User und eine Goldgrube für erfolgreiche Instagrammer, Youtuber und Promis. Kim Kardashian zum Beispiel bekommt angeblich bis zu 500.000 Dollar pro bezahltem Instagram-Posting. Und dafür muss sie nicht wirklich viel machen...👇

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Dass immer mehr erfolgreiche Influencer von ihren Postings leben können, hat dazu geführt, dass immer mehr User das auch wollen. Das funktioniert aber nur mit genügend Followern und Likes, denn: Je höher die Zahlen, umso mehr Geld gibt's fürs Posting. Ein Kreislauf, bei dem Nachwuchs-Influencer gerne mal nachhelfen - vor allem, weil sie das auch relativ einfach können.

Das ist für Influencer zwar praktisch - aber eben auch Betrug.

Allein 2019 entsteht ein Schaden in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar

Laut dem Bericht von Professor Cavazos investieren Firmen Milliarden in Onlinemarketing und speziell in Influencer-Postings. Wenn es auf den jeweiligen Accounts aber gar keine realen Follower gibt, interessiert sich niemand für die bezahlten Postings. Und das heißt: Niemand kauft die Produkte der Firmen.

So heimsen die angeblichen Influencer zwar ordentlich Geld ein, die Unternehmen schmeißen das aber quasi zum Fenster raus: Es entsteht ein Schaden in Milliardenhöhe.

Macht Influencer-Marketing dann überhaupt noch Sinn?

Fake Influencer können der Onlinebranche und allen Beteiligten also richtig schaden: Denn wenn User in die Irre geführt werden und Unternehmen betrogen werden, weil sie ihr Geld ins Nichts investieren, stellt das logischerweise das ganze Konzept in Frage.

Das ist mega Schade, denn das Potential von Influencer-Marketing ist riesig. Laut Professor Cavazos vertrauen wir trotz allem unseren liebsten Influencern viel mehr als anderen Formen der Werbung. Sein Vorschlag:

Gegen Fake Influencer vorgehen und den Weg für guten Content frei machen. Eine genaue Idee, wie das aussehen soll, liefert er aber leider nicht mit.

Einen Versuch haben Instagram und Facebook ja immerhin schonmal gestartet: