Rezo bei Jan Böhermann. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Julia Hütner/ZDF/dpa)

Lifestyle YouTube So war Rezos Auftritt bei Jan Böhmermann

Im Talk mit Jan Böhmermann spricht Rezo zum ersten Mal im Fernsehen über sein "Zerstörungs"-Video und reagiert auf die Vorwürfe, dass er von Unternehmen gekauft wurde.

Knapp einen Monat ist es schon her, dass der YouTuber Rezo DAS Video 2019 rausgehauen hat: "Die Zerstörung der CDU." 14 Millionen Mal wurde es bisher auf YouTube geklickt. Ruhig war es für Rezo in der Zeit nicht. Nicht nur Journalisten wollten wissen, warum er das Video gedreht hat. Manch einer behauptete sogar, er wäre von Unternehmen oder Parteien gekauft worden. Im Neo Magazin Royale bei Jan Böhmermann hat sich Rezo jetzt erstmals im Fernsehen zu der ganzen Geschichte geäußert.

"Hey Rezo, du alter Zerstörer" - so hat Jan Böhmermann seinen Gast begrüßt und damit auf das geplante Video des jungen CDU-Politikers Philipp Amthor angespielt. Das Video wurde nie veröffentlicht, angeblich soll das aber der erste Satz darin gewesen sein. 🙄

Das Interview im Neo Magazin Royale mit Rezo war groß angekündigt und viele wollten nur Eines wissen: Wird es die nächste Zerstörung geben? Kleiner Spoiler: Nein, die gab es nicht. Am Ende war es tatsächlich "nur" ein ganz normales und unaufgeregtes Gespräch zwischen zwei Menschen auf Augenhöhe. Jan Böhmermann hat direkt zu Beginn die wohl wichtigste Frage gestellt: Warum hast du das gemacht, Rezo?

Ich hatte einfach Bock darauf.

Rezo bei Jan Böhmermann

Er hätte einfach Bock darauf gehabt, sich in Themen "reinzufuchsen", die er nur grob kennt. Außerdem wollte er gleichzeitig andere Leute damit aufklären. Dass das Ganze so groß wird, hätte er nicht gedacht.

Für sein "Zerstörungs"-Video gab es von konservativen Parteien ordentlich Kritik. Vor allem der Vorwurf, er sei von Unternehmen bezahlt worden, kam häufiger.

Warum #Rezovideo #Werbung und uU verdeckte #Parteienfinanzierung sein könnte und warum @akk mit ihrer Forderung nach Regeln recht hatte. https://t.co/Xtlo8gN031

Rezos Reaktion:

Krass, dass sich das manche Menschen nicht vorstellen können, dass jemand was aus freien Stücken macht. Ohne dafür Geld zu bekommen.

Rezo

"Erstmal weniger Scheiße bauen"

Die große Zerstörung gab es dieses Mal nicht. Rezo hat die Zeit aber trotzdem genutzt und von den Politikern vor allem Eines gefordert: "Erstmal weniger Scheiße bauen."

Auch in ihrer Kommunikation müsse sich etwas ändern, so der YouTuber. Denn in der Politik würde zu viel "gelabert".

Parteien müssen einfach in ihrer Sprache ein bisschen menschlicher und klarer werden. Politiker müssen ihre Art, wie sie mit Menschen sprechen, auf eine menschliche Ebene bringen. Also nicht mehr dieses Abstrahierte oder Künstliche.

Rezo

Wir haben mit Medienpädagoge Jörn Precht geredet, der Rezos Kritik nachvollziehen kann:

Er legt da einen Finger in die Wunde. Es gibt in der Politik diese Ausweichtaktiken. Es ist aber nur nicht so leicht, wie sich Rezo das vorstellt. Politik ist komplizierter, als nur simpel festzustellen, dass sie sich nicht perfekt verhält.

Medienpädagoge Jörn Precht

Sein Tipp, dass die Politik ihre Kommunikation anpassen müsse, sei aber treffend. Gerade auf YouTube wären die Parteien aber noch nicht erfahren genug.