Stars die bei #unfollowme dabei sind (Foto: DASDING/Ronny Timmermann//Imago/epd)

Lifestyle Social Media #unfollowme: Trettmann Nura und Co. wollen, dass rechte Follower ihnen entfolgen

Unter #unfollowme wollen Stars, dass ihnen Follower mit rechten Ideen entfolgen. Was die Kampagne bringen soll und welche Stars neben Nura von SXTN und Trettmann die Kampagne unterstützen, checkst du hier.

Eigentlich will doch jeder, dass ihm gefolgt und nicht entfolgt wird!? Einige Stars rufen jetzt aber dazu auf, dass alle Follower ihnen entfolgen sollen, die rechte Ideen verfolgen. Genauer gesagt, alle Leute, auf die das zutrifft:

Von wem kommt die #unfollowme Aktion?

Die Organisation "Laut gegen Rechts" hat #unfollowme als Zeichen gegen Rechts in die Welt gerufen. Laut Mitteilung der Organisation werden sie von Schauspielern, Musikern, Sportlern, Influencern und Organisationen unterstützt.

#unfollowme: Diese Stars sind dabei:

Wegen den Followern nichts zu sagen, ist für mich die krasseste Arsch****einstellung überhaupt.

Nura im Video

Mein Profil soll keine Plattform für deinen Hass sein!

Antje Schomaker im Video von "Laut gegen Nazis"

Bisher sind im Video der Organisaton schon viele Stars zu sehen, die sich für die Kampagne aussprechen: Mit am Start sind Trettmann, Kool Savas, Nura, Namika, Visa Vie, Fynn Kliemann, Smudo und viele andere Stars.

Fynn Kliemann hat auf Instagram gepostet: "Sortiert bei euch doch auch mal aus. Manchen kann man es nicht anders erklären und man muss der Welt zeigen wo man steht!"

Smudo erklärte, warum die Aktion für ihn wichtig ist:

Die Zukunft hat den Nachteil, dass sie unbekannt ist und daher hervorragend geeignet, Angst zu erzeugen. In der Gegenwart gibt es aber immer Populisten, die die Besorgten mobilisieren. Das Ergebnis ist ein Trend zu verbaler Gewalt, die tätlicher Gewalt vorausgeht. Das darf nicht passieren.

Smudo

Diese Stars haben auch schon gepostet:

NAMIKA

BRKN

JENNIFER WEIST

STEVEN GAETJEN

MINE

So machst du mit:

Unter der Webadresse unfollowme.org stehen ab dem 9. November verschiedene Statements zur Auswahl, die zusammen mit einem Selfie auf Instagram hochgeladen bzw. auf Facebook und Twitter geteilt werden können.

KRITIK an #unfollowme

Es gibt auch schon Einiges an Kritik. Wenn man zum ersten Mal von der Aktion hört, denkt man natürlich "Gut! Die setzen sich gegen Rassisten und für Toleranz ein". Allerdings kann es laut mancher Instagramer auch nach hinten los gehen. @warnemuend postet das hier zum Beispiel:

Nein, #followme, wenn du Rassist, Faschist oder Rechtspopulist bist, damit du aus deiner Filterblase rauskommst, damit du siehst, was das wahre Leben ist, damit du siehst, dass es Menschen gibt die Weltoffenheit leben und lieben. Wer Rechte ignoriert, blockiert und löscht, ermutigt jene uns als Linksgrünverblendet abzustempeln. 

Daniel (@warnemuend) auf Instagram

Deswegen hat zum Beispiel Hiphop-Journalistin Visa Vie auch unter ihrem Post dazu geschrieben, dass nicht möchte, dass Leute entfolgen, die in der Lage sind zivilisiert zu diskutieren. Selbst wenn sie anderer Meinung sind. Sie würde das nicht sagen, weil sie Angst hätte Follower zu verlieren, sondern weil sie keine Menschen ausgrenzen will, die vielleicht verunsichert sind oder falschen Einflüssen ausgesetzt werden. Denen könne sie im Austausch vielleicht noch ein Vorbild für ein friedliches, offenes Weltbild sein.