Konzert. (Foto: Unsplash/@nainoa)

Lifestyle Musik Eine App, die Songs schreibt, hat jetzt einen Plattenvertrag

Schon mal was von dem Musiker "Endel" gehört? Den gibt es auch nicht. Aber: Endel ist eine App, die durch einen Algorithmus ganze Songs schreibt. Was dafür gebraucht wird: Jede Menge deiner Daten.

Es gibt Tage, da sind wir alle richtig gestresst und es gibt nur eines, das uns runterbringt: Chillige Mucke. Und die könnte in Zukunft nicht mehr von Songwritern geliefert werden, sondern von einem Algorithmus!

Klingt krass, ist aber schon ein Stück weit Realität. Die App Endel wurde in Berlin entwickelt, um DIE Songs zu schreiben, die wir in bestimmten Situationen brauchen. Und das läuft bisher ziemlich gut. Ganze fünf Alben hat der Algorithmus schon geschrieben und hat jetzt bei Warner Music einen Plattenvertrag! WTF?! 😳 Bisher haben alle Alben den Zusatz "Sleep". In Zukunft soll es noch "Relax", "Focus" und "On-The-Go" geben.

Das Problem mit dem Algorithmus

Damit ein Algorithmus die passende Musik für uns schreiben kann, braucht er natürlich jede Menge Daten. Zum Beispiel den Standort, das Wetter oder sogar unsere Pulsfrequenz! Dadurch checkt die App, ob wir gerade liegen, ob wir angespannt sind und wie das Wetter bei uns ist. Anhand dieser Daten schreibt der Algorithmus dann den perfekten Song für uns.

Wie klingen die Songs?

Ehrlich gesagt klingen sie ziemlich langweilig. Beinahe JEDER Song auf den fünf Alben beginnt gleich. Erst danach ändert sich die Musik etwas. Betonung liegt auf ETWAS. Unser Gefühl: Hat man einen Song gehört, hat man alle Songs gehört. Hier mal ein Beispiel:

Sind Künstler mit "echter" Musik bald Geschichte?

Unserer Meinung nach: Nein. Zumindest noch nicht. Dafür klingen die bisher veröffentlichten Songs zu generisch. Wenn der Algorithmus aber weiterentwickelt wird, könnten die Songs zumindest in reinen Instrumental-Playlists problemlos reinpassen.