iPhone WhatsApp (Foto: Imago / Rene Traut)

Lifestyle Messenger Update: WhatsApp testet selbstzerstörende Nachrichten

WhatsApp rollt ständig neue Funktionen aus. Das neueste Update: In Zukunft sollen sich Nachrichten in Chats nach einer gewissen Zeit von selbst löschen. Noch ist die Funktion aber nur in der Beta-Version verfügbar.

WhatsApp haut regelmäßig Updates raus. Manche kommen gut an, manche überhaupt nicht. Und manche jucken einfach niemanden. Wir checken für dich immer, was die Updates im Alltag bedeuten.

Snapchat macht es schon immer, Facebook hat nachgezogen und andere Messenger, wie Telegram und Signal, können das schon längst - jetzt zieht WhatsApp nach. Laut WABetaInfo arbeitet der Messenger an einer Funktion mit der Nachrichten nach einer bestimmten Zeit von selbst verschwinden. Dieses Update gebe es bisher aber nur in der Android-Betaversion.

Die Funktion soll zu Beginn vorerst nur in den Gruppenchats ausgerollt werden. So könnte das Ganze dann aussehen:

WhatsApp Beta (Foto: WABetaInfo)
WABetaInfo

Laut den Informationen von WABetaInfo kannst du die Zeit, wann die Nachricht verschwinden soll, in den Gruppeneinstellungen manuell einstellen. Allerdings gibt es Stand jetzt nur zwei Optionen: Fünf Sekunden oder eine Stunde. 👇

WhatsApp Beta 2 (Foto: WABetaInfo)
WABetaInfo

Diese Updates kamen kürzlich!

👉 WhatsApp ordnet Statusvideos mit einem Algorithmus

WhatsApp testet mal wieder eine Funktion: Dieses Mal geht es um den Status (die zugegeben vor allem unsere Eltern benutzen). 😅

Was soll sich ändern? Momentan wird der WhatsApp-Status chronologich geordnet. Heißt: Wer zuletzt seinen Status aktualisiert hat, der wird ganz vorne angezeigt.

Genau das soll sich aber ändern. In einer Testvervsion probiert WhatsApp laut dem Technikblog "Mashable" gerade aus, die Reihenfolge der Statusvideos in Zukunft mit einem Algorithmus zu ordnen. Damit würden wir dann immer den Status von dem Kontakt zuerst sehen, von dem der Algorithmus denkt, dass wir ihn am interessantesten finden. Das bedeutet, dass wir immer die Story der Leute zuerst sehen, mit denen wir viel zu tun haben.

Kommt dir bekannt vor? Kein Wunder: Bei Instagram, Facebook und YouTube ist das schon so – und da WhatsApp ja auch Facebook gehört, ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis der Algorithmus auch in die WhatsApp-Status kommt.

👉 WhatsApp-Gruppe? Nein, danke!

Momentan testet WhatsApp in der aktuellen Beta-Software gerade eine Funktion, die uns entscheiden lässt, ob wir in eine WhatsApp-Gruppe einfach hinzugefügt werden können. Momentan ist es ja so: Wer eine Gruppe erstellt, der kann praktisch jeden in die Gruppe hinzufügen – und zack, sind wir drin.

Wie funktionieren WhatsApp-Gruppen in Zukunft?

Weil Gruppen uns aber oft zuspamen, wäre es doch ganz cool, sich aussuchen zu können, ob wir in die Gruppen überhaupt rein wollen. So auch der Gedanke der WhatsApp-Entwickler: Wenn es die Funktion der Beta-Version also in das nächste Update schafft, könnten wir bald drei Möglichkeiten bekommen, wer uns zu Gruppen hinzufügen darf – alle, niemand oder nur Kontakte, die in unserer Kontaktliste sind.

Der Nachteil: Wir müssen die Einstellung vorher einmal wählen und sie gilt ab dann für alle Gruppenchats. Heißt: Wir können nicht für einzelne Gruppenunterhaltungen entscheiden, ob wir dabei sein wollen.

Dementsprechend ist die Funktion wohl noch nicht ganz ausgereift, denn wer sich (zwangsläufig) nicht für alle Gruppen sperren will, der kann nach wie vor von jedem hinzugefügt werden – auch von Leuten, die die eigene Nummer von anderen bekommen haben.

Und: Wir haben in Zukunft nur noch 72 Stunden Zeit, eine Einladung in eine Gruppe anzunehmen – danach verfällt sie. Wer dann noch unbedingt in die Gruppe will, muss den Admin noch mal fragen.

👉 "Entsperren" auf WhatsApp

Auch das letzte veröffentlichte Feature spaltet die Lager: Mit der neusten Version 2.19.20 von WhatsApp können wir jetzt nämlich unsere Nachrichten zusätzlich schützen. Und zwar mit dem Fingerabdruck oder dem Gesicht. So kann also kein nerviger Freund heimlich deine Nachrichten lesen.

Das Hintertürchen: der Code zum Entsperren

Vor allem wenn du WhatsApp vor deinem eifersüchtigen Partner schützen willst, ist das Update nicht so wirklich sicher. Mit dem falschen Fingerabdruck wirst du nach dem Sicherheitscode gefragt - und den kennt man ja doch meistens.

Und so klappt's mit Touch / Face ID:

Um mit deinem Fingerabdruck oder Face ID WhatsApp zu entsperren, musst du bei WhatsApp in die Einstellungen und dann auf Account. Dort öffnest du den Datenschutz. Bei der neuesten Version ist ganz unten die Bildschirmsperre neu aufgelistet. Dann kannst du die Touch ID für WhatsApp aktivieren.

Das Feature gibt's bisher aber nur für iOS. Für Android soll es aber auch noch kommen. Um das Feature nutzen zu können, braucht dein Handy natürlich einen Fingerabdrucksensor oder eine Gesichtserkennung.

👉 Werbung in den Statusmeldungen

Eine weitere Neuerung ist das Anzeigen von Werbung in den Statusmeldungen. Ohoh, wie das die User wohl finden... 👇

👉 Nur der Admin darf in Gruppen schreiben

Wir kennen es alle: Wenn du es mal schaffst 20 Minuten nicht auf dein Handy zu schauen und du dann aber 67 ungelesene Nachrichten in einem Gruppenchat hast. 🙄🙄🙄 Damit ist Schluss, zumindest, wenn du das willst.
Du kannst jetzt nämlich einstellen, wer alles in einer Gruppe Nachrichten schreiben darf, wenn du die Gruppe selbst erstellst oder Admin der Gruppe bist. Du hast quasi die Macht über die Nachrichten - perfekt zum Beispiel für die Planung einer Party, wenn du der Organisator bist.

So stellst du das ein:

Wer keine Lust auf Spam hat, wählt "Nur Admins" aus. Dazu gehst du in der Gruppe auf "Gruppeninfo", dann auf "Gruppeneinstellungen" und da kannst du auswählen, wer Nachrichten senden darf - alle oder eben nur die Admins:

Screenshot WhatsApp, auf dem man erkennt, wie man einstellt, dass in Gruppe nur der Admin Nachrichten senden darf (Foto: DASDING)
So stellst du ein, dass in einer Gruppe nur der Admin Nachrichten senden darf

👉 Wie werde ich auch Beta-Tester?

Du hast keine Lust mehr, immer ewig auf neue Features bei WhatsApp zu warten? Dann kannst du Beta-Tester werden. Du brauchst ein Android-Handy und kannst dich dann ganz einfach über den Google-Play-Store als Tester anmelden. Mit dem iPhone geht das leider nicht.

Der Nachteil: Viele Features gibt es auch in den Beta-Versionen für Tester noch nicht sofort, da sie erst nach und nach freigeschaltet werden. Außerdem musst du damit leben, dass die App deutlich öfter abstürzen kann. Dann doch besser ein paar Wochen länger warten, oder?!

Was soll es demnächst noch bei WhatsApp geben?

Urlaubs- und Ruhemodus: WhatsApp hat angekündigt, dass es einen Urlaubs- und Ruhemodus geben wird. Damit sollen wir selbst bestimmen können, wann wir über die neue Nachricht aus einem unserer Gruppenchats benachrichtigt werden wollen.