Coachella (Foto: picture-alliance / dpa, Steven C. Mitchell;)

Lifestyle Festivals Sechs Gründe, warum du beim Coachella nichts verpasst hast

Auf Instagram gab es während der letzten Woche vor allem ein Thema: das Coachella-Festival in Kalifornien. Das ist in Wirklichkeit mehr Schein als Sein – sagt zumindest die deutsche Bloggerin Masha Sedgwick und ist damit nicht ganz alleine.

Du bist genervt von den ganzen Coachella-Bildern und das kommt dir doch alles zu rosig vor? Dann dürfte das Balsam für deine FOMO-Seele sein. 😝

Sie geht bewusst nicht hin: Masha Sedgwick

Masha Sedgwick boykottiert das Coachella dieses Jahr nun schon zum zweiten Mal. Und das nicht etwa, weil sie sich nicht leisten könnte hinzugehen. Mit rund 171.000 Followern auf Instagram gehört sie zu den bekanntesten Bloggern Deutschlands.

In einem Kommentar für das Magazin "Ze.tt" erklärt sie ihre Gründe und beschreibt, wie sie die Atmosphäre auf dem Wüsten-Festival in den vergangenen Jahren erlebt hat.

Grund 1: Es geht nur um das perfekte Bild

Wir bekommen immer nur perfekte Bilder von Coachella präsentiert. Und zugegeben: Die sehen auch immer nach Spaß aus.

So locker und spaßig sei das Ganze aber gar nicht, sagt Masha. Das Coachella sei nämlich eine einzige Shooting-Location für Stars und Influencer.

Grund 2: Die Musik ist den Meisten egal

Beyoncé, The Weeknd, Cardi B und Post Malone - keine Frage, beim Coachella sind immer mega krasse Acts am Start. Aber den meisten Festivalbesuchern ginge es gar nicht um Musik, schreibt Bloggerin Masha weiter.

Pünktlich gegen 17 Uhr, wenn die Main Acts auftreten, verwandelt sich das Coachella in eine riesige Fotokulisse, in der jeder Fleck fleißig von Influencer*innen-Bienchen wegfotografiert wird.

Masha Sedgwick

Die echten Festivalbesucher - also die, die tatsächlich für die Musik da sind - seien davon dann nur noch genervt. Stimmung komme so dann auch keine auf.

Grund 3: Viel zu viel Security

Sicherheit ist gut, Sicherheit ist wichtig - aber braucht man echt sechs Securitykontrollen nacheinander? Masha findet zumindest, dass auch darunter die Stimmung ganz schön leidet, dass an jeder Ecke noch zusätzlich eine Sicherheitsperson steht. Aber sie sagt auch:

Das Sicherheitsgefühl bezahlt man zwar mit dem Fehlen der ausgelassenen Stimmung und der Freiheit, aber in den USA kann man sich schließlich nicht beschützt genug fühlen.

Masha Sedgwick

Grund 4: Viel zu teuer für uns Normalos

Masha Sedgewick bezeichnet das Coachella als "Luxus-Festival". Und tatsächlich: Wer hinfahren will, der muss schon eine ganze Stange Geld hinlegen, um bei dem Spektakel dabei zu sein.

Das Festival ist unheimlich teuer: Tickets, Anreise, Verpflegung, Übernachtung, da ist man schnell mal bei über 5.000 Euro – für ein Wochenende.

Masha Sedgewick

Das Krasse daran: Durch den stolzen Preis des Festivals können auch nur die hingehen, die sich das leisten können. Und deshalb sind dann auch vor allem die da, die Bilder schießen und ihr teures Outfit präsentieren wollen. 🙄

Mashas Tipp: Für das Geld könnte man sich eine Asien-Rundreise gönnen - und uns würde da sonst noch so Einiges einfallen. 🤭

Grund 5: Von wegen Stars treffen ...

Auf dem Coachella sind gefühlt mehr Promis als normale Festivalbesucher unterwegs. Ja - aber eben doch nicht im selben Bereich. Denn: Wer Rang und Namen hat, verbringt den Tag an exklusiven Pools und die Nacht auf hippen Insiderpartys. Das schreibt ein Reporter von "Vip.de", der dieses Jahr dabei war. Auf dem Festival selbst zögen sich diese Leute dann eher in die abgesperrten VIP-Bereiche und den Backstagebereich zurück.

Grund 6: Wüstensand, Hitze, Nüchternheit

Die Autofahrt von Palm Springs, der nächsten großen Stadt mit Übernachtungsmöglichkeit, dauert stolze 45 Minuten. Puh! Aber als wäre das nicht schon lange genug, muss man vom Parkplatz des Festivals nochmal 30 Minuten laufen. Vorausgesetzt, man ist eben kein VIP.

Alles dann natürlich bei 30 Grad in der prallen Wüstensonne. Zusammen mit dem Wüstensand in Augen und Lunge sei das ganz schön angstrengend, so der VIP.de-Reporter weiter.

Und Alkohol? Gibt's scheinbar auch nur in abgegrenzten Bereichen, für die man sich an 'ID Check'-Zelten akkreditieren lassen müsse. Und von da aus habe man dann wiederrum keinen guten Blick auf die Konzerte.

#Nochella: Stars gegen Coachella

Mittlerweile haben sich auch Sophia Thomalla und Cara Delevigne gegen das Festival ausgesprochen.

Aber hey - wir haben hier doch eh geilere Festivals, oder? 😈