CSU-Video (Foto: Bildquelle: YouTube-Video CSYOU)

Lifestyle Netzreaktion Die CSU veröffentlicht Antwort auf Rezo-Video auf YouTube

Rezos Video, mit dem er einige Parteien ordentlich kritisiert hat, ist schon eine Weile her. Jetzt kam das womögliche Antwortvideo der CSU. Die Kritik der User ließ nicht lange auf sich warten.

Am Wochenende ging ein Video der CSU online, das als Antwort auf Rezos Video verstanden werden kann. Zwar geht es laut Einleitung des Videos um "Tagespolitik und Arbeit der Abgeordneten der Landesgruppe im Bundestag", das Video wurde aber mit diesem Tweet angekündigt:

"Die Antwort auf Rezo heißt Armin."

Die Antwort auf @rezomusik heißt Armin. Zur ersten Folge von #CSYOU geht es hier: https://t.co/EXKgvWvUuh https://t.co/GzVPeTbHrg

Armin sah übrigens vor dem CSYOU-Kanal noch etwas anders aus 😅:

Wenn du die Bosstransformation gebucht hast, aber nur noch Philipp Amthor als Coach frei war. #e

Die Reaktionen: Viel Kritik, aber auch Lob

Das Daumen hoch-/ Daumen runter-Verhältnis zeigt meistens ja schon ziemlich genau, was die User so vom Video halten, dass sie da gesehen haben. Für die CSU wären das 3.800 Daumen hoch, 159.000 Daumen runter. Klingt vernichtend. Aber checken wir das Video etwas genauer. Das Video ist auf jeden Fall eins: schrill. Im Video gibt es viele Geräusche, viel Farbe und noch viel mehr Effekte. Vielen Usern ist alleine das schon zu viel:

  • "Ein völlig effektüberladenes, überhebliches Video - die CSU Version von ´Jung und Hip` - der Quatsch wird dermaßen nach hinten losgehen." (Kommentar von subba tronvor)
  • "zu viele Schnitte und Effekte" (Kommentar von HardwareDanivor)

Andere User wiederum finden, dass das Video professionell produziert wurde und wünschen sich mehr:

Die @csu_bt startet heute mit wöchentlicher Nachrichten-Show für #diesejungenleute auf Insta & Facebook: #CSYOU 📺🎬 Mit Moderator @peymanmuc https://t.co/YA3SPIerRB Ich finde: Ziemlich flipping, etwas populistisch aber sehr professionell produziert. Und ihr? https://t.co/0uLzdkI6Pw

Auch der Inhalt des Videos sorgt für Aufregung

Einige User kommentierten, dass es leider keine Quellennachweise für die - in dem Fall - Behauptungen gebe:

(...) Inhaltlich war es leider reine Propaganda, ohne den geringsten Hauch Berichterstattung. Noch dazu kommen Beleidigungen und billige Scherze auf Kosten anderer Personen. Kindergartenargumente vom Feinsten. uvm.

Kommentar von "adtawesomevor"

Selbst prüfen können User also die "Fakten", die Achim aufzählt, nicht. Das macht das Video leider sehr unglaubwürdig, weil keine Argumente gecheckt werden können, auf die sich das Video bezieht.

Gelöschte Kommentare: Die User sind sauer

Das größte Thema für die User sind allerdings die anscheinend gelöschten Kommentare. Viele User schreiben, es seien Kommentare gelöscht worden oder testen sogar selbst, ob ihr Kommentar gleich wieder gelöscht wird.

Kommentare werden gelöscht. Super start. So wird das gemacht. Daumen hoch äh runter.

Kommentar von "Hab ́mich verlaufen"

So leer hier nach 100k Aufrufen. Werden wieder Kommentare gelöscht?

Kommentar von "Tarzipan100"

Bei inzwischen über 300.000 Aufrufen (Stand 02.09.2018) sind 108 Kommentare tatsächlich eher wenig. Die Kommentare,die es gibt, wurden teilweise mehrere Tausend Mal gelikt und es ist außerdem schon extrem ungewöhnlich, dass alle Kommentare alle ziemlich genau 22 Stunden alt sind.

Wie versuchen andere Parteien Jugendliche zu erreichen?

Das Video der CSU hat dem Großteil der User - wenn man den Likes und Kommentaren glaubt - überhaupt nicht gefallen. Was das Video aber zeigt: Parteien produzieren bisher auf YouTube nicht besonders gezielt für eine junge Community. Parteien (CDU/CSU, Bündnis 90 Die Grünen, Die Linke, AfD, SPD, FDP usw.) bieten bisher hauptsächlich kurze Ausschnitte aus Vorträgen, Pressekonferenzen oder Ähnlichem.

Der Versuch, sich mit dem Content mehr jugendlichen Formaten anzupassen, ist erst mal gar nicht so eine schlechte Idee. An der Umsetzung hat es allerdings gehapert. Wichtig: Das Angebot der anderen Parteien für Jugendliche muss ausgebaut werden. Denn fast jede Partei hat einen YouTube-Kanal, der bisher wenig für die Kommunikation mit einer jungen Zielgruppe ausgelegt ist.