Lifestyle Social Media Alles TikTok oder was?! - das steckt hinter der Hype-App

Seit der Übernahme von Musical.ly hat sich TikTok zum neuesten Social Media Hype entwickelt. Hinter der Plattform steht "Bytedance", ein milliardenschweres StartUp aus China. Was das für den Datenschutz bedeutet und ob der Hype real ist, erfährst du hier.

Walulis, seines Zeichens funk-YouTuber, hat sich mit der neuen Hype-App beschäftigt. Er erklärt den Hype und die möglichen Gefahren von TikTok. Aber was ist diese App überhaupt?

TikTok kurz erklärt

TikTok war früher mal Musical.ly, diese Karaoke-App mit Benefits, die "Lisa und Lena" zu Stars gemacht hat. In erster Linie geht es bei TikTok um kurze Videos, meistens mit Musik und Filtern bestückt.

Kurz gesagt, TikTok ist sowas wie eine Insta-Story nur eben als Feed(s) aufgebaut. Von diesen Feeds gibt es dann zwei. Einer nennt sich "Für dich" und füttert dich mit vorgeschlagenen Videos. Der andere heißt "Folge ich" und beinhaltet Videos von Accounts, denen man folgt.

TikTok in Zahlen

TikTok gehört dem chinesischen Unternehmen "Bytedance". Kennt man hier bei uns nicht wirklich, ist aber das erfolgreichste StartUp der Welt mit einem Wert von ca. 75 Milliarden US-Dollar. Neben TikTok gehören der Firma auch mehrere Videoplattformen und andere Apps, die vor allem in Asien verbreitet sind.

TikTok - das Beste aus allen Welten oder alles nur geklaut?

Die Neuerfindung des Rades ist TikTok schon mal nicht. Kurze Videos kennt man von der mittlerweile geschlossenen Plattform Vine, das Design und die Oberfläche kennt man von Instagram, die Filter kennt man von Snapchat. In der Kombination macht das aber sowohl Sinn, als auch Spaß.

Gleichzeitig sind die Schnittstellen zwischen TikTok, Youtube und Instagram sehr benutzerfreundlich aufgebaut, man kann seine Inhalte also relativ gut auf den Socials verbreiten.

TikTok und der Datenschutz

Die App darf deine Videos für Werbe- & Marketingkampagnen nutzen (sofern du eingewilligt hast), ansonsten bleiben die Nutzungsrechte der Videos laut TikTok beim Nutzer selbst.

TikTok überträgt deine Nutzerdaten an andere Unternehmen. Alles, was TikTok über dich sammelt, kann auch weiter gegeben werden. An Tochtergesellschaften oder Unternehmen, mit denen TikTok in Verbindung steht, aber auch an Dritte (beispielsweise Werbekunden). Das passiert vor allem, um dir zugeschnittene Werbung ausspielen zu können.

TikTok erhält Daten deiner Telefonkontakte (wie Name, Telefonnummer, Adresse usw.), wenn du über deine Telefonkontakte Freunde auf TikTok suchen möchtest.
Bei der Registrierung wird außerdem gecheckt, ob es sich bei deiner Telefonnummer um eine Deutsche Nummer handelt. Deine Nummer selbst wird laut Datenschutzerklärung nicht gespeichert.

TikTok speichert deine Nachrichten und kann sie auch lesen. Hierbei geht es natürlich nur um Nachrichten, die du in der App verschickst. Es werden auch Infos gespeichert, wann diese Nachrichten gelesen wurden.

Eine Anmeldung ist erst ab 13 Jahren zulässig, kann aber schwer kontrolliert werden. TikTok ist dazu verpflichtet zu überprüfen, ob du wirklich über 13 Jahre alt bist. Gibst du an, dass du über 18 Jahre alt bist, werden vermutlich keine weiteren Schritte eingeleitet. Gibst du ein Alter zwischen 13 und 17 Jahren an, müssen deine Eltern oder ein Erziehungsberechtigter eine offizielle Erlaubnis an TikTok schicken, damit du die App nutzen kannst.
Außerdem gibt es laut TikTok die Möglichkeit für Eltern, die App auf dem Handy über eine Kindersicherung zu blockieren, da die App im Store mit einer Bewertung von über 12 Jahren festgelegt ist.

Mit der Nutzung von TikTok werden automatisch folgende Daten von dir erhoben:
- IP-Adresse (ohne GPS-Daten zu sammeln & wird wohl nur einmalig bei der Registrierung erhoben)
- Browserverlauf
- Mobilfunkanbieter
- Zeitzonen- & lokale Einstellungen
- Gerätemodell (zum Beispiel von deinem Handy)
- Cookies (müssen extra akzeptiert werden und laufen nach maximal 90 Tagen ab)
- nutzergenerierte Inhalte (z.B. Kommentare, die du hinterlässt)
- außerdem gibst du Infos, die du zum Beispiel bei Facebook, Twitter, Google oder Instagram angegeben hast, teilweise an TikTok weiter (wenn du dich über eins der Netzwerke anmeldest)

Ist der Hype real oder nicht?

TikTok ist bestimmt eine der unterhaltsamsten und abwechslungsreichsten Social Media Plattformen. Wenn man sich schon von den "großen Brüdern" Facebook, Instagram und Snapchat was abschauen kann, warum nicht auch tun. Gerade die Kombi von jungen Usern und Datenschutz-Schwierigkeiten sind dagegen semi-geil.

Auf dem TikTok-Channel von DASDING bekommst du die besten Statements und lustigsten Zitate aus unseren Star-Interviews. Garantiert jugendfrei! 🤫

Update 15.05.2019 / 14:51 Uhr:
In einer früheren Version des Artikels haben wir davon berichtet, dass TikTok deine Videos auf anderen Seiten und zu Werbezwecken nutzen darf, ohne vorher zu fragen. Diese Aussage haben wir korrigiert.
Wir haben berichtet, dass TikTok eine halbe Milliarde Nutzer weltweit pro Monat hätte. Diese Info ist laut TikTok nicht korrekt. Zur Zeit werden von dem Unternehmen keine Nutzerzahlen rausgegeben.
Außerdem berichteten wir, dass die App Infos über deine SIM-Kartennummer und Telefonnummer hätte und dass auf deine SMS zugegriffen würde. TikTok sagt, dass sie ein Hash-Verfahren nutzen würden. Einfach gesagt, kann man sich das so vorstellen, dass du als Nutzer (mit Handynummer und Co.) einen Code zugewiesen bekommst. Wenn jetzt ein Freund über z.B. seine Kontakte nach dir sucht, wird sein Code mit deinem abgeglichen und so eine Verknüpfung zwischen euch hergestellt. Das passiert alles im Hintergrund und diese Daten werden nicht an Nutzer von TikTok weiter gegeben.