Smartphone mit byte-App (Foto: DASDING)

Lifestyle Social Media Byte - Was kann die "TikTok-Konkurrenz"?

Am Wochenende war sie plötzlich da: die neue Social-Media-App Byte. Angeblich soll sie die neue TikTok-Konkurrenz sein. Wir haben für dich gecheckt, was die App kann und ob sie wirklich eine echte TikTok-Alternative ist.

Was kann Byte?

Die Videos auf Byte sind maximal 6 Sekunden lang und werden immer als Loop in Endlosschleife abgespielt. Wenn du ein Video filmst, gibt es eine Stop-Motion-Funktion. Das heißt, du kannst den Aufnahme-Button gedrückt halten, loslassen, um die Aufnahme zu pausieren und dann wieder weiterführen. Byte erinnert also schon mal stark an TikTok!

Auch die Inhalte sind ähnlich: Ein Typ, der filmt, wie er fette Beats bastelt oder eine junge Frau, die sich ihre Kopfhörer um den Kopf wickelt, um den Wackelkontakt loszuwerden: Das alles sind Clips, die du beim Durchscrollen im Feed findest. 🧐

Im Gegensatz zu TikTok gibt es eine rebyte-Funktion. Damit kannst du Postings von anderen weiterverbreiten. Wenn du also einen Clip rebytest, wird er anderen Usern in deren Feed angezeigt. 💪

Aber es gibt auch Funktionen, die momentan fehlen:

Wie sieht es mit Datenschutz aus?

TikTok ist immer wieder für ihren Umgang mit Daten in der Kritik. In Sachen Datenschutz scheint es bei Byte ähnlich wie bei TikTok auszusehen. Mit der Nutzung der App wird automatisch deine IP-Adresse, dein Browserverlauf und dein Gerätemodell erhoben. Außerdem werden nutzergenerierte Inhalte, Cookies und Infos von Drittplattformen wie Facebook oder Instagram gesammelt, wenn du dich über eine dieser Plattformen bei Byte anmeldest. Eben genau wie bei TikTok.

Auch bei Byte muss man, wie bei TikTok, mindestens 13 Jahre alt sein, um die App nutzen zu können. Ob und wie das kontrolliert werden soll, ist aber noch nicht bekannt. Zensur, wie sie der chinesichen App TikTok vorgeworfen wird, ist bislang bei Byte nicht zu erkennen.

Ist Byte also einfach nur TikTok in kürzer und ohne fremde, lustige Tonspuren und kreative Filter? Eigentlich ja.

Influencer-Bonus bei Byte?

Wie bekommt eine neue Social-Media-App plötzlich so viel Aufmerksamkeit? In den Charts im App-Store und im Google Play Store war die App zeitweise auf Platz 1.

Was man dafür braucht: Influencer, die viel Content produzieren und ihre Fans am besten mit zu der neuen App bringen. Wir erinnern uns an den Hype um Vero. Aus dem Nichts kam diese App und wurde als DER neue Social Media-Hit gefeiert. Leute wie Marteria haben dafür geworben, dass man doch lieber die App nutzen soll, anstelle der bekannten. Und was war? Genau so schnell, wie die Leute hin gerannt sind, sind sie auch wieder weg gerannt. Also alles heiße Luft. Das könnte bei Byte jetzt natürlich auch der Fall sein.

Byte hat sich aber was Schlaues ausgedacht, um Influencer anzulocken: Die Byte-Entwickler haben bei Twitter angekündigt, dass sie Creators und Influencer finanziell unterstützen möchten. 💰

Sehr bald werden wir ein Partner-Programm einführen, mit dem wir Creators bezahlen wollen.

@byte_app (Twitter)

Zwar ist noch nicht klar, wie viel Geld die Social-Media-Stars bei Byte bekommen, die angeblichen Pläne stehen aber wohl schon mal. Ist natürlich auch ein schönes Versprechen, um noch mehr Leute auf die Plattform zu kriegen.

Bei TikTok kann man bislang kein Geld verdienen, bzw. wenn, dann nur indirekt. Bestimmte Personen haben die Möglichkeit einen Merch-Shop oder ähnliches in der Bio oder in den Videos zu verlinken. 

Fazit: Ist byte das neue TikTok oder nicht?

Byte hat seit dem Wochenende einen ordentlichen Start hingelegt. Welche Werbemaßnahmen dahinter stecken oder ob der Hype gerade tatsächlich echt ist, das weiß nur Byte selbst.

Aktuell bietet Byte noch keinen Mehrwert gegenüber TikTok. Byte hat sogar deutlich weniger zu bieten: Keine fremden Sounds, keine Filter, keine Spezialeffekte und auch der Datenschutz lässt zu wünschen übrig.