Digitalradiotag (Foto: Digitalradio.de)

Lifestyle Digital Alle Infos zu DAB+ und Digitalradio

Ein Digitalradio hat gegenüber dem UKW-Radio vor allem eins: viele Vorteile – zum Beispiel beim Katastrophenschutz.

Die Vorteile des Digitalradio DAB+ sind schon lange bekannt: höchste Ton-Qualität, kein Rauschen, mehr Sender. Auch die Verkehrsdienste fürs Auto-Navi sind schneller und damit auch genauer. Und gerade im Katastrophenfall bietet das Digitalradio große Neuerungen: Es zeigt mir zum Beispiel besonders wichtige Warnungen in meiner derzeitigen Umgebung an - dann schaltet sich das Radio sogar automatisch an, wenn es auf Standby war.

Auch im Elektromarkt gibt es kaum noch reine UKW-Geräte zu kaufen, die Netzabdeckung von DAB+ liegt deutschlandweit bei 95% – besser als jedes Handynetz. Die Deutschen hören trotzdem lieber über UKW, ganz im Gegensatz zu anderen EU-Ländern.

Digitalradio im Ausland

Besonders in Großbritannien wurde das Digitalradio ganz schnell akzeptiert und gekauft, weil dort viele Sender nur digital zu empfangen sind. In Norwegen hat man schon begonnen, UKW großflächig abzuschalten, in Großbritannien wird es auch in den nächsten Jahren soweit sein. In einigen Nachbarländern, die bald UKW abschalten wollen, ist das Ziel, dass mindestens 50% aller Hörer bereits digitales Radio hören. Davon ist Deutschland noch weit entfernt.

Gerade für die Privatradios rentiert sich DAB+ noch nicht. Digital senden zu können kostet Geld - und diese Gebühr lohnt sich für werbefinanzierte Sender erst, wenn auch eine ausreichend große Zielgruppe erreicht wird. Solange das nicht der Fall ist, kann nicht einfach gewechselt werden - den Privatradios würden die Einnahmen wegbrechen. Die ARD Programme finanzieren den DAB+-Sendebetrieb über die Gebühren. Fünfzig Cent der Beitragsgebühr werden dafür verwendet.

Ein Anreiz für Nutzer wären mehr Programme, die nur digital empfangbar sind. Ursprünglich gab es davon bei uns nur wenige. Das hat sich mittlerweile etwas geändert - zum Beispiel mit SWR Aktuell.

Die Lösung: UKW abschalten?

Beim Fernsehen hat der Umstieg von analog auf digital ganz einfach per Abschalttermin funktioniert. Damals gab es zeitgleich allerdings auch einen Hype um die neuen flachen Fernseher und HD-Programme. Viele Leute wollten nicht nur unbedingt auf digital wechseln, um ein besseres Bild auf dem neuen TV zu haben. Sie waren auch bereit an die Privatsender extra Geld für das HD-Programm zu bezahlen.

Die Zukunft

Die größten Schwierigkeiten hat DAB+ derzeit noch im Auto-Markt. Noch nicht alle Neuwagen haben serienmäßig auch automatisch ein Digitalradio und eine Nachrüstung kostet natürlich erstmal Geld. Außerdem sind auch längst nicht alle Länder Europas bereit, das Digitalradio zu nutzen. Schweden schaltet DAB+ zum Beispiel wieder ab und bleibt erst mal bei UKW.

Garantiert überall, wo du eine Internetverbindung auf dem Handy hast, kannst du DASDING aber mit unserer App als Webstream hören. Lad' Dir jetzt die App runter und sei vollkommen unabhängig von DAB+, UKW und Co.