Die besten Eltern-Sprüche am PC (Foto: Maria Vaorin / photocase.com)

Lifestyle INTERNET Die Hälfte aller Jugendlichen stößt wöchentlich auf Fakenews

Das zeigt eine repräsentative Umfrage der Vodafone-Stiftung. Wie man Fakenews erkennt und damit richtig umgeht, weiß anscheinend nur jeder Dritte. Mit diesen Tipps fällst du in Zukunft nicht mehr auf Fakes herein.

Schüler gaben in der Umfrage der Vodafone-Stiftung an, sie fühlen sich nicht ausreichend über das Thema "Fakenews" aufgeklärt. Und das obwohl knapp ein Fünftel der 14- bis 24-Jährigen angab, täglich mit Hatespeech und Fakenews auf sozialen Netzwerken konfrontiert zu werden.

❗ Hier sind fünf Tipps, um Fakes zu erkennen ❗

1. Fake-Bilder
Wenn es um ein bestimmtes Bild geht, das zum Beispiel einen Attentäter zeigen soll, hilft es einen Screenshot zu machen und in der Google Bildersuche einzustellen. Google zeigt an, ob es das Bild schon im Netz gab und wenn ja, in welchem Zusammenhang. Karsten Schmehl von Buzzfeed hat viel Erfahrung mit Fakenews.

Er hat ein Foto bei Twitter gefunden, das angeblich den Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt zeigt. Die Bildersuche ergibt aber, dass es ein Foto von "MOK" ist, einem Berliner Rapper. In Google Chrome geht die Bildersuche noch einfacher mit einem Rechtsklick auf das Bild.

2. Es regt mich richtig auf oder ich freue mich total
Wenn es zu gut ist, um wahr zu sein oder wenn mich der Inhalt anders emotional aufbringt, sollte ich misstrauisch werden. Auch das ist für Karsten Schmehl ein Hinweis darauf, dass es eine Nachricht sein könnte, die nur zum Ziel hat, sich schnell zu verbreiten.

3. Impressum oder About-Seite checken
Schau nach, was da steht. Gibt es überhaupt ein Impressum? Jede seriöse Seite hat ein Impressum oder eine About-Seite. Auf Facebook gibt es die Info-Seite. Wenn dort sowieso steht, dass es sich zum Beispiel um eine Satire-Seite handelt, musst du die News nicht mehr ernst nehmen.

4. Wer meldet die Nachricht noch?
Melden es mehrere Medien? Du kannst auch immer nachschauen, ob die Tagesschau die Nachricht bestätigt. Unfehlbar ist natürlich niemand, aber das ARD-Nachrichtenformat hat zum Beispiel eines der größten internationalen Netzwerke an Korrespondenten und ist eine öffentlich-rechtliche Sendung. Außerdem melden sie eine News nur als Fakt, wenn die Info von mehreren passenden Quellen oder zum Beispiel von der Polizei bestätigt worden ist.

5. Quellen nicht genannt oder verlinkt?
Wenn nicht genannt wird, woher die News stammt: Definitiv ein Grund misstrauisch zu werden.

Warum setzen Menschen Fakenews ein?

Karsten Schmehl geht davon aus, dass Menschen nach Aufmerksamkeit suchen und geil auf den Fame im Netz sind, sie wollen retweetet oder gelikt werden. Wir sind uns sicher, dass auch versucht wird, politische Meinungen damit zu verbreiten und zu stärken. Fakes checken oder dann melden kann man übrigens auch auf diesen Seiten: