Geld in der Hand (Foto: Unsplash @cdubo)

Lifestyle Ausbildung BAföG, BAB & Co. - So peppst du dein Azubi-Gehalt auf

Das Gute an einer Ausbildung: Du verdienst dein erstes eigenes Geld. Das Schlechte: Oft reicht das nicht aus, um deine Miete oder Arbeitsklamotten zu zahlen. Aber es gibt Hilfe! Wir verraten dir, wie du dein Ausbildungsgehalt aufstocken kannst.

Die zwei Klassiker, um dein Azubigehalt aufzupeppen sind BAB und BAföG. Der größte Unterschied: BAB (kurz für Berufsausbildungsbeihilfe) ist für Azubis, die eine duale Ausbildung machen. Soll heißen: Alle, bei denen sich Berufsschule und Ausbildung in einem festen Betrieb abwechseln. BAföG ist für schulische Ausbildungen gedacht. Bei einer schulischen Ausbildung gehst du hauptsächlich in die Schule und machst verschiedene Praktika.

BAB und BAföG - Die Unterschiede
BABBAföG
Für duale AusbildungenFür schulische Ausbildungen
Von der Agentur für ArbeitVom Amt für Ausbildungsförderung
Du solltest 18 Jahre alt sein. Solltest du noch nicht volljährig sein, bekommst du BAB nur, wenn du nicht mehr bei deinen Eltern wohnst. Du musst bei Ausbildungsbeginn unter 30 sein

Ansonsten sind sich BAB und BAföG sehr ähnlich - Beide kriegst du am ehesten, wenn es deine erste Ausbildung ist und beide werden mit deinem Einkommen und dem Einkommen deiner Eltern verrechnet.

Wenn dir BAB oder BAföG noch nicht reichen oder du keinen Anspruch darauf hast, gibt es aber noch einige Alternativen:

Nebenjobs - Arbeiten neben der Arbeit

Grundsätzlich darfst du auch einen Nebenjob haben. Du solltest das aber auf jeden Fall mit deinen Betreuern bei der Ausbildung absprechen. Und du musst aufpassen, dass du nicht mehr arbeitest, als dir erlaubt ist. Unter 18 darfst du nicht mehr als 40 Stunden in der Woche arbeiten, über 18 nicht mehr als 48 Stunden. Und natürlich solltest du auch nicht bei der Konkurrenz arbeiten – das gibt Ärger! Wenn du Beispiel Bäcker wirst, solltest du nicht gerade bei der Konkurrenz hinter der Kasse stehen. Du darfst mit dem Nebenjob übrigens auch Bafög und BAB aufstocken, wenn du einen 450-Euro Job hast! 

Kindergeld – für alle unter 25

Wenn du unter 25 bist und eine Ausbildung machst, können deine Eltern Kindergeld beantragen. Das sind je nach Anzahl deiner Geschwister zwischen 194 Euro und 225 Euro. Ab dem 1. Juli 2019 bekommst du eine Kindergelderhöhung von 10 €. Eigentlich bekommen deine Eltern das Geld, aber falls sie dir keinen oder nur unregelmäßig Unterhalt zahlen oder du nicht mehr zu Hause wohnst, kannst du dein Kindergeld „abzweigen“. Das heißt, dass du es direkt auf dein Konto überwiesen bekommst.

Wohngeld – Wenn weder BAB noch Bafög klappen

Wohngeld kriegst du in der Regel als letzten Ausweg. Du hast nämlich  nur Anspruch darauf, wenn dir das BAB oder das Bafög abgelehnt wurde. Du brauchst also den Ablehungsbescheid vom BAB oder BAföG, musst volljährig sein, und brauchst einen Nachweis, dass du nicht mehr zu Hause wohnst und deswegen selbst für deine Unterkunft zahlen musst. Wenn du also deine zweite Ausbildung machst oder einen staatlich nicht anerkannten Job lernst oder du aus sonstigen Gründen weder BAB noch Bafög kriegst, könntest du Wohngeld beantragen.

Bildungskredit – Geld leihen 

Wie der Name schon sagt, ist der Bildungskredit ein Kredit – das heißt, du musst ihn plus Zinsen zurückzahlen. Um den beantragen zu können, musst du über 18 sein und deine Ausbildung sollte Vollzeit und in der Endphase sein. Entweder du bekommst bis zu zwei Jahre lang zwischen 100 und 300 Euro monatlich oder mal eine Einmalauszahlung. Maximal gibt’s insgesamt 7.200 Euro. Der Bildungskredit lässt sich mit dem Bafög verbinden.

Stipendien – Für die Brains

Wenn du ins Ausland willst und gute Noten hast, könntest du dich auf ein Stipendium bewerben. Zum Beispiel gibt’s von der IHK Stuttgart jedes Jahr Stipendien für Kaufleute und Facharbeiter, die zwei bis sechs Monate im Ausland arbeiten. Für ein Stipendium brauchst du ziemlich viel Initiative und gute Noten. Hör dich einfach mal bei deiner Schule um! Wenn du mit deiner Ausbildung fertig bist und dich weiterbilden willst, wäre das Weiterbildungsstipendium was für dich. Dazu musst du unter 25 Jahre alt sein und gute Noten haben. Damit werden Weiterbildungen finanziert, die du berufsbegleitend machst

STAND