Anastasia steht auf der Alten Brücke in Heidelberg und schaut auf den Neckar. (Foto: DASDING)

Russische Studentin gegen Ukraine Krieg

Anastasia hat Angst in Russland verhaftet zu werden

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AUTOR/IN
Désirée Kast
Désirée (Foto: SWR, DASDING)

Anastasia kommt aus Moskau, studiert aber seit einem Jahr an der Uni Heidelberg Informatik. Mit anderen russischen Studierenden hat sie sich klar gegen den Krieg positioniert.

Mit einem offenen Brief an die Uni Heidelberg und an die Studierenden, wollen Anastasia und ihre russischen Kommilitoninnen und Kommilitonen klar machen, dass sie Putins Politik nicht unterstützen und gegen den Krieg sind.

"Wir unterstützen weder den Standpunkt noch die Maßnahmen der Machthabenden in Russland."

Offener Brief mit klarem Standpunkt

In dem Brief schreiben die Studierenden unter anderem, dass sie sich keinen Krieg wünschen und sie selbst Verwandte in der Ukraine hätten. Nur weil man aus Russland kommt, hieße das nicht, dass man die Ansichten der Regierung teile.

Kann Anastasia dafür verhaftet werden?

Anastasia heißt übrigens gar nicht Anastasia. Sie möchte anonym bleiben, weil sie Angst vor dem russischen Regime hat. In Russland gibt es mehrere Gesetze die zum Beispiel besagen, dass man sich öffentlich nicht negativ gegen Russlands Politik äußern darf oder dass man das Wort "Krieg" nicht benutzen darf. Anastasia hat deshalb Angst, dass ihr Brief Konsequenzen für sie in Russland hat.

"Ich weiß nicht, wann ich nach Hause fliegen kann."

In Deutschland fühlt sie sich sicher

Eigentlich wollte Anastasia vor ein paar Tagen nach Moskau fliegen, um mit ihrem Papa Geburtstag zu feiern. Weil die Gefahr aber zu groß ist, dass sie in Russland Probleme bekommt, will sie die nächsten Monate erstmal in Deutschland bleiben. Hier fühlt sie sich sicherer.

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