Schlangefrauen Zirkus Brühl  (Foto: DASDING)

Vor Ort

Zirkus in Brühl nimmt Schlangenfrauen aus der Ukraine auf

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AUTOR/IN
Maite Kerski

Lana und Tanja sind Akrobatinnen aus der Ukraine und sie sind vor dem Krieg geflüchtet. Beim Zirkus in Brühl können sie auf unbestimmte Zeit bleiben.

Zirkusshows in Deutschland

Lana und Tanja aus der Ukraine können ihre Körper so extrem verbiegen, dass sie elastisch erscheinen. Durch tägliches und hartes Training können sie Bewegungen ausführen, die für uns unerreichbar scheinen.

Die beiden Akrobatinnen haben ihre Ausbildung in der Zirkusschule in Kiew gemacht. Unter normalen Umständen kommen sie nur zu Gastauftritten in verschiedenen Zirkussen nach Deutschland. Lana war im letzten Jahr schon einmal im Zirkus Fantasia in Brühl und hat dort an der Weihnachtsshow mitgearbeitet.

Als sich die Lage in der Ukraine durch den Krieg immer mehr zuspitzte, beschließen sie, dass es zu gefährlich ist, um zu bleiben.

Der Zirkus Fantasia nimmt geflüchtete Ukrainerinnen auf

Als Stefanie Sperlich, die Direktorin des Zirkus Fantasia, mitbekommt, dass die beiden Frauen Hilfe suchen, nimmt sie sie ohne zu zögern auf. Seitdem dürfen die beiden Schlangenfrauen auf unbestimmte Zeit in ihrem Zirkus auftreten. Sie trainieren hier täglich für die Shows an den Wochenenden.

In den ersten Tagen war es sehr komisch. Man kommt aus dem Kriegsgebiet, fährt nur 5 Stunden und sieht Menschen, die ihr ganz normales Leben leben.

Sie vermissen ihr Zuhause

Sie können selber gar nicht fassen, was in der Ukraine momentan passiert, sind aber froh, dass sie hier in Sicherheit sind und dankbar, dass der Zirkus sie aufgenommen hat. Trotz der Ablenkung durch ihre Arbeit sind sie mit den Gedanken oft in ihrer Heimat bei ihren Freund*innen und Familie und versuchen so oft es geht, mit ihnen in Kontakt zu bleiben.

Hier fühle ich mich Sicher und bekomme Unterstützung für mich und meine Freunde.

Zirkus hofft auf Spenden

Obwohl der Fantasia Zirkus durch die Folgen der Corona-Pandemie, aber auch durch den Anstieg der Sprit- und Lebensmittelpreise selbst zu kämpfen hat, war es für Stefanie Sperlich eine klare Sache, die beide Akrobatinnen sofort aufzunehmen. Sie erhofft sich, dass in den nächsten Wochen die Besucher*innenzahlen steigen und sich die Lage bessert. Außerdem sind sie auf der Suche nach einem extra Wohnmobil, damit Lana und ihre Mutter, die momentan in einem Hotel übernachten, auch endlich zum Zirkus ziehen können.

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AUTOR/IN
Maite Kerski

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  2. Sack Reis Sonderfolge mit Melina Borčak

    +++ HINWEIS ZUR FOLGE +++
    Es war ein Fehler, die Podcast-Folge „Kurz vor Krieg? Der zerbrechliche Frieden in Bosnien-Herzegowina“ zu veröffentlichen. Wir hätten erkennen müssen, dass diese die Gefühle von Menschen verletzt, schlimmer noch, sie retraumatisiert hat. Der Genozid von Srebrenica ist ein furchtbares Kriegsverbrechen, mithin ein historischer Fakt. Unsere Einordnung der Aussagen unserer Gesprächspartnerin dazu war unzureichend. Dafür bitten wir ausdrücklich um Entschuldigung.



    Wir bedauern auch, dass das Gespräch mit Melina Borčak so unversöhnlich endete. Sie hatte die Ausgabe dieses Podcasts bereits im April kritisiert. Wir nehmen ihre und Eure Kritik sehr ernst und setzen uns nochmals intensiv mit den Vorwürfen und damit, was sie für unsere Arbeit bedeuten, auseinander. Bis wir das alles aufgearbeitet haben, wollen wir mit unserem Podcast “Sack Reis” pausieren.

    Wir haben uns im Sinne der Transparenz entschieden, die Folge zu Bosnien-Herzegowina sowie die Sonderfolge mit Melina Borčak weiterhin online vorzuhalten.

    +++

    Vor fast zwei Jahren haben wir den Podcast „Sack Reis – Was geht dich die Welt an?“ gestartet, weil wir eine neue Form der Auslandsberichterstattung ausprobieren wollten: Wir schauen hinter die Schlagzeilen, begegnen jungen Leuten aus der ganzen Welt, die das erleben, was wir nur aus den Nachrichten kennen. Statt über Menschen sprechen wir mit ihnen und lernen ihren Alltag kennen.
    Um die Folge „Kurz vor Krieg? Der zerbrechliche Frieden in Bosnien-Herzegowina“ hatte sich eine Diskussion entfacht. Insbesondere die Journalistin Melina Borčak hatte sie scharf kritisiert und deshalb haben wir mit ihr gesprochen.
    Hier geht es zur Folge, die die Kritik ausgelöst hat: https://www.ardaudiothek.de/episode/sack-reis/kurz-vor-krieg-der-zerbrechliche-frieden-in-bosnien-herzegowina/dasding/10383273/
    Hinweis: Direkt nach der Veröffentlichung im März hatte uns Melina Borčak auf sachliche Fehler hingewiesen. Das politische System Bosnien-Herzegowinas war von uns im Text falsch beschrieben worden. Solche Fehler nehmen wir ernst, sie dürfen nicht passieren. Wir haben diese Stelle herausgeschnitten und den Podcast neu hochgeladen.  mehr...

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