Eminem droppt neues Album Kamikaze  (Foto: DASDING, imago/ZUMA Press)

Musik Eminem Eminem droppt Überraschungs-Album "Kamikaze"

Guess who's back?! Eminem! Aus dem Nichts haut der gute Marshall Mathers seine neue Platte "Kamikaze" raus. Vielleicht sogar seine Beste seit Anfang der 2000er.

Dass Eminem nicht mehr der unangefochtene König im Rap-Game ist, wurde spätestens nach seinem letzten Album im Dezember 2017 klar. „Revival“ war seine erste Solo-Platte nach vier Jahren und hat nicht nur den Kritikern nicht gut gefallen, sondern wurde auch von der Mehrheit seiner Fans nicht so wirklich gefeiert. Acht Monate später können wir das Ganze also guten Gewissens maximal im durchschnittlichen Leistungsniveau ansiedeln. Wahrscheinlich wird‘s wohl auch das gewesen sein, was Em dazu gebracht hat, ziemlich schnell neues Material nachzuschießen. Zwei Alben innerhalb von acht Monaten gab’s nämlich selbst in der über 20-jährigen Karriere von Eminem bis dato noch nicht.

Die zehnte Platte von Shady

Hier ist sie jetzt: Die zehnte Platte von „Shady“. Ohne irgendwelche Promo-Moves im Vorfeld und ohne eine einzige Ankündigung serviert uns die Rap-Legende aus Detroit also „Kamikaze“. Er selbst twittert dazu, dass er sich einfach mal nicht den Kopf zerbrechen wollte, wie es sonst wohl immer der Fall war.

13 Songs in 45 Minuten, dazu Features von Joyner Lucas, Jessie Reyez, Royce Da 5’9” und Bon Ivers Justin Vernon. Besonders ist auch, dass nur Eminem selbst und Dr. Dre aka „sein Brudi seit Tag Eins“ als Executive Producer gearbeitet haben. Quasi das gleiche Tag-Team wie damals auf den legendären Alben „The Slim Shady LP“, „The Marshall Mathers LP“ oder „The Eminem Show“. Vielleicht ist das auch der Grund dafür, dass Eminem wieder so klingt wie zu seiner absoluten Hochphase Ende der 90er bzw. Anfang der 2000er. Deutschlands Rap-König Kool Savas sieht das genauso und twittert:

Eminem knöpft sich auf „Kamikaze“ vor allen Dingen seine Negativ-Kritiker vor und seziert sie Stück für Stück. Also gerade die, die sein 2017er-Album zerrissen haben, geraten jetzt in sein Kreuzfeuer. Außerdem stellt er viele seiner Rap-Kollegen an den Pranger, analysiert den Status Quo von HipHop im Jahr 2018 und rappt über Trump, die Grammys und eben alles, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist. Noch bevor Em aber auf dem allerersten Song des Albums überhaupt anfängt zu rappen, sagt er mit ziemlich angepisster Stimme, dass er der ganzen Welt am liebsten in die Fresse schlagen würde. Man merkt also direkt, dass Slim Shady einiges loswerden will!

Warum heißt das Album "Kamikaze"?

Er will so viel loswerden, dass man zwischen den Songs sogar zwei Mal seinen Manager Paul Rosenberg hört. Der hat sich nämlich in der Album-Entstehungsphase per WhatsApp-Sprachmemo bei seinem Schützling gemeldet. Darin fragt er Eminem, ob er es wirklich für so eine gute Idee hält, einfach mal alles Mögliche in Grund und Boden zu rappen. Die Antwort ist spätestens nach dem Release des Albums klar. Warum es so heißt, wie es heißt, übrigens auch.