Kummer (Felix Brummer) (Foto: Imago, imago images / Jannis Große)

Musik RAPNEWS Kummer, Ufo 361, Gringo & Fatoni: Rap, den du diese Woche nicht verpassen solltest

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Kummer legt den Finger in die Wunde

Dass in Felix Kummer auch ein guter Rapper steckt, hat er bereits in der Vergangenheit bewiesen. Sei es als Featuregast bei Trettmann als Carsten Chemnitz oder als Felix Kraftklub bei Casper. Seit Freitag steht nun sein Debütalbum „Kiox“ in den Läden, genauer gesagt in einem einzigen Laden, nämlich dem Kiox in Chemnitz. Um sein Album persönlich zu verkaufen, eröffnete Kummer für das Release-Wochenende seinen eigenen Plattenladen, der einzig und allein sein eigenes Album anbot. Das Besondere: Noch zu DDR-Zeiten hatte Kummers Vater einen Plattenladen mit dem gleichen Namen, ebenfalls in Chemnitz. Mittlerweile ist der Laden aber wieder geschlossen.

Der Laden hat jetzt seit zwei Tagen auf und es ist einfach crazy, was hier passiert. Leute reisen aus Bremen, Heidelberg und der Schweiz an. Dann noch zwei Stunden in der Schlange. Danke, dass ihr euch das gebt. 💙 Ich habe jetzt insgesamt 16 Stunden lang Alben signiert und kann jetzt auch mit links ganz okay unterschreiben. Morgen ist der letzte Tag, dann schließt der Laden wieder. Für alle, die es nicht nach Chemnitz schaffen: online gibt es Vinyl und CD nur bei kiox-tontraeger.de Kamera : @fr1tz & @philhim Edit: @fr1tz

Auf dem Album zeigt sich der Kraftklub-Frontmann als wichtige Instanz für die deutsche Rapszene. Kummer übernimmt den Drecksjob, den sonst (fast) niemand machen will: Den Finger in die Wunde legen. Sei es Kritik an der Szene, seiner Heimat oder der Gesellschaft allgemein. Die ist meistens so on point, dass es schmerzt. Hin und wieder aber auch für meinen Geschmack etwas zu plakativ. Insgesamt gesehen, gehört das Album aber auf jeden Fall zu den Highlights 2019.

Ich hab keine Ahnung von Ketten und Blaulicht / Keine Ahnung von Fashion und Outfits / Doch ich mach Rap wieder weich / Ich mach Rap wieder traurig.

Kummer, im Song "Nicht die Musik"

Ufo 361 international!

Spätestens seit seiner Inhaftierung im vergangen Jahr, ist der türkische Rap-Superstar Ezhel auch vielen deutschen Rapfans ein Begriff. Ihm wurde vorgeworfen, mit seinen Texten den Konsum von Drogen zu verherrlichen. Daraufhin verbrachte er circa vier Wochen in Haft. In dieser Zeit bekam er unter dem Hashtag #FreeEzhel viel Solidarität und Zuspruch von deutschen Rappern wie Haftbefehl, Gringo oder eben Ufo 361.

Mit Ufo 361 scheint Ezhel einen Freund gefunden zu haben. Auf ihrem neuen gemeinsamen Song erklären sie sich nicht nur zum „Kral“ (König / Monarch), sondern gaben auch gleich bekannt, dass uns ein Kollaboalbum der beiden erwartet. „Lights Out“ soll bereits am 15. November erscheinen.

Oh Oh, Gringo ist wieder sauer!

„Aua, oh oh“…ach, du kennst doch den Rest. Gringos Einstiegsline aus „Standard“ ging ohne jeden Zweifel bereits jetzt in die Geschichtsbücher ein. Kein Wunder, dass er die nicht nur einmal gedroppt hat. Im April erschien bereits ein Song mit KitschKrieg, der die Line recycelte. Mit seiner neuen Single „Pink Panther“ setzt der Neuköllner der „Aua Gringo ist sauer“-Reihe allerdings ein Ende und verbaut die Line noch ein letztes Mal in der Hook.

GRiNGOS & GRiNGAS IHR HABT ENTSCHIEDEN..DER NÄCHSTE SONG WIRD "PINK PANTHER"...UND DAFÜR SIND WIR JETZT IN AMSTERDAM UND DREHEN DAS MUSIKVIDEO DAZU...ALLES FÜR EUCH❤️...APROPO "PINK PANTHER" DER SONG PASST SEHR GUT IN DIE "AUA GRINGO IST SAUER" REIHE...UND DAMIT BEENDEN WIR DAS KAPITEL...DEN LANGSAM ABER SICHER ERREICHEN WIR MIT "STANDARD" DEN PLATIN STATUS💿🔥💪🏼...DESWEGEN WIRD DER SONG "PINK PANTHER" SOWAS WIE EIN DANKESCHÖN AN ALLE DIE UNS UNTERSTÜTZEN...AM RELEASE TAG WERDEN 2 VON EUCH ETWAS GANZ KRASSES GEWINNEN KÖNNEN...WIR SEHEN UNS AM 11.10.19💪🏼

PS: Bitte wieder mehr von diesen Kopfnicker-Beats! Erinnert wieder an sein erstes Album „Gringo City“ von 2016 und steht ihm einfach verdammt gut.

Fatoni droppt einen Remix zu „Burj Khalifa“

Deutscher Rap hat sich in den letzten Jahren wirklich stark entwickelt und muss sich in den meisten Bereichen international nicht verstecken. Was in Deutschland leider fehlt, ist die Remix-Kultur! Man denke nur an die unzähligen Versionen von „Old Town Road“. Darum Shoutout an Fatoni, der genau das jetzt getan hat – vorbildlich!

Fatoni wird auf seiner anstehenden Tour von Mauli, Mädness und Juicy Gay als Support-Act begleitet. Um das zu feiern, haben die vier gemeinsam mit Produzent und Teilzeit-Rapper Dexter einen Remix zu „Burj Khalifa“ aufgenommen und wichtige Fragen gestellt:

Einstein hatte nur 'ne Vier in Mathe / Ich hatte 'ne Fünf, wo ist mein Nobelpreis?

Mauli

Im Original ist der Track Teil seines aktuellen Albums „Andorra“ und ein Feature mit Casper.