Tarek K.I.Z (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Sebastian Kahnert/dpa)

Musik RAPNEWS Tarek K.I.Z, Fler, Prinz Pi & die Antilopengang: Unsere Rapsongs der Woche!

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Tarek K.I.Z ist jetzt Solokünstler!

…und braucht einen Exorzisten. Auf seiner ersten Solo-Single „Kaputt wie ich“ zeigt sich Tarek K.I.Z von einer ganz neuen Seite. Als Kollektiv stehen K.I.Z für klugen Witz, gesellschaftskritische Texte und ihren schrägen Humor. Solo sieht es da bei Tarek scheinbar ganz anders aus. Mit ruhiger Stimme und dezentem AutoTune-Effekt wendet sich der Berliner an alte Ex-Freundinnen und One-Night-Stands. Dabei kommt vor allem er selbst nicht besonders gut weg:

Kannst du die Leichen in meinem Keller zum Schweigen bring'n? /
Ich bin in schlechter Gesellschaft, wenn ich alleine bin 

Tarek K.I.Z im Song

Das Musikvideo zeigt dramatische Unfallszenen, die einem so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen. Mega gut, macht richtig Bock auf das Album. „Golem“ erscheint am 13. Dezember.

Fler auf dem Retro-Trip!

Gleich zwei neue Songs gibt es von Fler. Die Gemeinsamkeit: Auf beiden Songs zollt sein Stammproduzent Simes Branxons Tribut an legendäre Rapsongs aus den USA. „Fanboy“ bedient sich bei „I Got 5 On It“ von Luniz, einem absoluten Classic aus den 90ern. Für „Keiner kann was machen“ haben sich die beiden zurück ins Jahr 2002 begeben und „Nothin‘“ von N.O.R.E in die Jetztzeit gebracht – noch ein Classic!

Thematisch drehen sich beide Songs jeweils um eine Story aus Flers Leben. Auf „Keiner kann was machen“ gibt es immer wieder kleine Anspielungen auf die mittlerweile legendäre Energie-Story, die mich immer wieder Tränen lachen lässt. Der Albumtitel „Energy“ erklärt sich damit wohl auch von selbst.

„Fanboy“ spielt auf die Videoaufnahmen an, mit denen Fler in den letzten Tagen Schlagzeilen gemacht hat. Die Videos zeigen eine Auseinandersetzung mit der Berliner Polizei, in der Fler den Polizisten u.a. einen Fanboy nannte und beschimpft hat. Wir sagen: Spar dir solche unnötigen Aktionen und steck lieber die Energie in die Mukke!

Prinz Pi wendet sich an seinen Sohn

Auch Rapper werden älter, auch Rapper werden Eltern. Wenn das passiert, hat das in den meisten Fällen Auswirkungen auf die Musik. Manche überdenken ihre manchmal ja doch etwas problematischen Texte, andere machen es wie Prinz Pi. Der wendet sich auf seiner neuen Single „Heimweg“ direkt an seinen Sohn. An sich ein sehr schöner Song, auch der Beat klingt sehr gut. Aber wieso der sonst so bürgerliche Prinz Pi plötzlich von Knarren und zwielichtigen Geschäften berichten will, erschließt sich mir nicht so ganz. Jan Kawelke, eine Hälfte des COSMO Machiavelli Podcasts über Rap und Politik, bringt es meiner Meinung nach ziemlich gut auf den Punkt:

Hab den neuen PrinzPi Song gehört & mir ging ein bisschen was durch den Kopf https://t.co/TZE00NCCSV

Rest in Peace, NMZS! Die Antilopen Gang mit „2013“

Einen ganz besonderen Song gab es von der Antilopen Gang. Auf „2013“ berichten sie über das Jahr, in dem sich ihr ehemaliges Mitglied Jakob (NMZS) das Leben nahm. Koljah, Danger Dan und Panik Panzer erzählen jeweils aus ihrer Perspektive, wie sie das Jahr erlebt haben.

„Lass ma' treffen die Tage und Hip-Hop machen!“ / Das war ohne Scheiß das Letzte, was ich ihm sagte

Koljah

NMZS soll mit schweren Depressionen gekämpft haben und beging schließlich im Alter von 28 Jahren Suizid.  Vor seinem Tod stellte er jedoch sein erstes Soloalbum „Der Ekelhafte“ fertig. Dies wurde posthum am 28. November 2013, seinem 29. Geburtstag, als kostenloser Download veröffentlicht. Schön, dass die Jungs ihn nicht vergessen haben. Sehr starker Song!