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Letzten Freitag erschien mit „Moonlight“ ein neuer Song von Fourty. Mit dabei war der Sänger Nico Santos, allerdings unter dem Namen Santos. Was es damit auf sich hat und was Nico Santos mit Deutschrap zu tun hat, erklärt dir unser Rapnews-Host Joshua.

Vor ziemlich genau zwei Monaten hat Nico Santos einen zweiten Account bei Instagram erstellt: santos_offiziell. Dort kündigte er aber nicht nur einen Song mit Jamule an, sondern erklärte auch, was das Ganze überhaupt soll.

In meiner Brust schlagen zwei musikalische Herzen. Schon seit meiner Zusammenarbeit mit Shindy mit Monogramm auf seinem Dreams Album hat mich der Wunsch nach einem deutschen Projekt nicht mehr losgelassen. Um beide Styles zu 100% ausleben zu können, habe ich mich dafür entschieden, dies auch mit 2 parallelen Künstlerwelten von einander zu trennen. Am Ende bleibt jedoch beides nur eines, Ich! @jamule x Santos - fastlane OUT NOW

Wie es aussieht, will er sich unter dem Namen Santos eine zweite Karriere aufbauen. Und zwar auf Deutsch und in der Deutschrap-Szene oder zumindest im erweiterten Kreis davon. Der „Wunsch nach einem deutschen Projekt“ klingt sogar danach, als könnte es da sogar mal ein ganzes Soloalbum geben.

Was hat Nico Santos mit Deutschrap zu tun?

Kurz und knapp: Eine ganze Menge. Irgendwann zwischen 2014 und 2015 haben ihn die beiden Produzenten Djorkaeff und Beatzarre als – wie er selbst sagt – „Praktikanten“ bei sich aufgenommen. Die beiden sind sehr vielseitig unterwegs. Neben Filmsoundtracks für unter anderem „Fack Ju Göhte“, Pop-Acts wie Sarah Connor oder Lea, sind sie in der Rapszene in erster Linie als die ehemaligen Hausproduzenten von Bushido bekannt. Bis 2017 waren sie über Jahre für so ziemlich alles verantwortlich, wo Ersguterjunge drauf stand.

So kam es, dass Santos an immer mehr Deutschrap-Projekten beteiligt war. Manchmal ganz offensichtlich als Featuregast wie auf Shindys Album „Dreams“, manchmal aber auch nur im Hintergrund. Bei „Cla$$ic“, dem Kollaboalbum von Bushido und Shindy, steht er zum Beispiel als Produzent und für „Additional Vocals“ in den Credits. Bedeutet, man hört ihn im Hintergrund singen wie auf dem Song „Brot brechen“.

Diese Verbindung zu Deutschrap zieht sich bis heute durch. Unter Rappern ist Nico Santos ein gern gesehener Featuregast, wie seine vielen Auftritte bei Kool Savas, Sido und Capital Bra zeigen. Aber auch im Hintergrund ist er immer wieder mit am Start, wenn Djorkaeff und Beatzarre auch mit dabei sind. Bei Sidos „Tausend Tattoos“ ist er zum Beispiel in den Credits als Autor aufgelistet.

Dass er jetzt als Santos selbst in die (Deutschrap-)Öffentlichkeit geht, ist mehr eine logische Konsequenz als eine große Überraschung.

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